Achtsam wohnen, besser leben

Ein Trend, der der Jagd nach dem nächsten Trend ein Ende setzt: Mindful Living. Wir erklären, was es mit dem achtsamen Wohnen auf sich hat und wie unsere Einrichtung unser Gemüt beeinflussen kann.

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Sich geborgen fühlen, zur Ruhe kommen und entspannen – das wünschen wir uns doch alle, oder? Im Idealfall gelingt das in den eigenen vier Wänden. Deshalb gehört Wohnen auch zu unseren zentralen Grundbedürfnissen und „Home Sweet Home“ zu dem wahrscheinlich am öftesten auf Türschilder und Dekogegenstände gedruckten Spruch aller Zeiten.

Home sweet home

Wer kennt nicht das Gefühl, nach einem langen Arbeitstag oder einer stressigen Woche nach Hause zu kommen, Stress und Ballast auf der Fußmatte abzustreifen und endlich wieder ganz man selbst sein zu können? Tür zu, Welt ausgesperrt. Und seien wir mal ehrlich: So schön, aufregend oder erholsam Besuche und Reisen auch sein können – wir haben wahrscheinlich alle nach der Rückkehr schon das eine oder andere Mal erleichtert geseufzt: „Zu Hause ist es doch am schönsten.“

Besonders in Zeiten, in denen wir oft einen Großteil unseres Lebens in der eigenen Wohnung verbringen – sei es, weil es draußen kalt und ungemütlich ist, oder weil wir immer öfter im Homeoffice arbeiten –, gewinnt die Gestaltung des eigenen Zuhauses weiter an Stellenwert. Interieur-Design ist längst nicht mehr nur ein Thema für Innenarchitektur-Fachzeitschriften. Inspiration zum Thema Einrichtung begegnet uns nicht nur im Möbelhauskatalog, sondern auch in den sozialen Netzwerken, auf Blogs und in eigens kreierten Fernsehsendungen. Dabei können die schnell wechselnden Trends aber auch überfordernd sein. Wenn man ständig das Gefühl hat, Möbel, Wandfarben und Dekoration nach dem letzten Schrei umgestalten zu müssen, ist zur Ruhe kommen gar nicht mehr so einfach. Dabei gibt es ironischerweise einen Trend, der dem Optimierungswahn in den eigenen vier Wänden Einhalt gebietet: achtsames Wohnen.

Was es mit der Achtsamkeit auf sich hat

Moment mal, ist Achtsamkeit nicht auch bloß wieder so ein Trend zur Selbstoptimierung, der am Ende für mehr Stress als Wohlbefinden sorgt? Als ich zum ersten Mal über den Begriff des achtsamen Wohnens gestolpert bin, hatte ich diese Frage unweigerlich im Kopf. Wenn Sie jetzt auch an Yogamatten und Meditationskissen denken, kann ich sie aber beruhigen. Sie müssen Ihre Wohnung nicht einrichten wie ein hippes Wellnessstudio mit spirituellem Touch. Aber Sie können natürlich, wenn Sie möchten! Denn beim Thema Achtsamkeit geht es vor allem darum, in sich selbst reinzuhören und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Damit das besser gelingt, gibt es viele verschiedene Werkzeuge – vom Tagebuch über das Waldbaden bis hin zur Meditation. Und auch wie wir unseren Wohnraum gestalten, kann dabei helfen, im Alltag achtsamer und damit letztendlich gelassener und zufriedener zu sein. Wir verraten, wie Sie Ihr Zuhause zu einem Rückzugsort mit dauerhaftem Wohlfühlfaktor machen.

Weniger ist mehr

Für die Shoppaholics unter uns vermutlich zunächst keine so gute Nachricht, für alle anderen aber schon: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie alles, was Sie für eine Einrichtung, die ein achtsames Leben fördert, schon zu Hause haben. Wenn es Ihnen so geht wie mir und Sie Dekoartikeln, vom Kerzenständer bis zum Zierkissen, meistens nur schwer widerstehen können, heißt es wie so oft: Ausmisten ist angesagt! Ganz nach dem Motto „Ein aufgeräumter Geist wohnt in einem aufgeräumten Zuhause.“ Aber keine Sorge: Auch wenn Minimalismus oft in einem Atemzug mit Achtsamkeit genannt wird, müssen Sie nicht auf Ihre Lieblingsstücke verzichten. 

Wichtig ist es aber, sich bewusst zu machen, was man wirklich braucht, um sich richtig wohlzufühlen. Gehen Sie einmal ganz aufmerksam durch ihre Wohnräume und versuchen Sie, die Atmosphäre bewusst wahrzunehmen. Fragen Sie sich, welche Möbel und Gegenstände Sie wirklich brauchen, welche Stücke Sie schon beim Anschauen glücklich machen und welche Ecken vielleicht eher unruhig als entspannend auf Sie wirken. 

Auch bevor Sie das nächste Mal in der Dekoabteilung im Möbelhaus zuschlagen, sollten Sie sich fragen: Was brauche ich wirklich? Wie lange werde ich daran Freude haben? Gefällt mir dieses Teil tatsächlich, oder will ich es nur, weil es derzeit in jedem Lifestyle-Magazin zu sehen ist?

Achtsamkeit und Nachhaltigkeit

Zu einem achtsamen Leben gehört es auch, achtsam mit anderen und der Welt um uns herum umzugehen. Wer gezielter einkauft und nicht jedem Trend hinterherjagt, tut nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern schont dadurch auch die Umwelt und nicht zuletzt das Bankkonto. Müssen neue Einrichtungsgegenstände her, achten Sie am besten auf ressourcenschonende und faire Produktion. Auch Flohmärkte sind eine gute Quelle für besondere Einzelstücke, die nicht gleich das Portemonnaie sprengen.

Wie wollen wir uns fühlen?

Hilfreich ist es auch, sich zu überlegen, wie man sich in einem bestimmten Raum fühlen möchte. Vielleicht wünschen Sie sich eine anregende Stimmung in der Küche, mehr Fröhlichkeit im Badezimmer und weniger Ablenkung rund ums Bett? Meistens lässt sich schon mit wenigen Handgriffen oder einer neuen Wandfarbe einiges verändern. Welche Farben wie auf unser Gemüt wirken, lesen Sie hier.

Rückzugsort und Ruheoase

Auch wenn man über Geschmack natürlich streiten kann, gibt es einige Grundregeln, welche Elemente im eigenen Zuhause für besonders viel Ruhe sorgen. Dazu gehören Licht, natürliche Farben und Materialien, Pflanzen oder auch Gerüche. Zumindest einen Raum in Ihrer Wohnung sollten Sie mittels durchdachter Gestaltung zum Rückzugsort und zur Ruheoase machen, an deren Schwelle Sie den Alltag mit seinen Belastungen ablegen können. 

Menschen, die ihre gesamte Zeit lieber draußen als auf dem Sofa verbringen würden, fühlen sich zum Beispiel umgeben von Holz, Kork, Rattan, Baumwolle oder Leinen besonders wohl. Zimmerpflanzen bringen nicht nur noch ein Stückchen mehr Natur in die eigenen vier Wände, sondern verbessern auch das Raumklima und können sogar den Blutdruck senken und Stress reduzieren. Auch gut, um für eine natürlichere Ausstrahlung zu sorgen, wenn man keinen grünen Daumen hat: Trockenblumen.  
(Indirekte) Beleuchtung ist eine weitere tolle Möglichkeit, die Atmosphäre eines Raumes zu ändern. Während es am Homeoffice-Schreibtisch möglichst hell sein sollte, passen zum gemütlichen Wohnzimmer vielleicht besser warmes Licht und im Schlafzimmer eine Lampe, die sich je nach Tageszeit dimmen lässt. 
Auch Duftlampen und -kerzen, Räucherstäbchen oder Aroma Diffuser helfen dabei, den Wohlfühlfaktor unserer Wohnräume zu erhöhen. Gerüche beeinflussen unsere Stimmung nämlich im Handumdrehen. Welcher Duft wie wirkt, erfahren Sie hier

Mit diesen Tipps steht dem ersten Schritt zu einem achtsamen Zuhause nichts mehr im Wege.

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