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Freche Früchtchen: Grapefruits

Vitaminbombe oder giftige Fruchtfalle? Worauf beim Verzehr der exotischen Zitrusfrüchte zu achten ist. 

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Grapefruits sind gesund, stecken voller Vitamine und helfen beim Abnehmen. Verantworlich für die gesundheitsfördernde Wirkung ist der Bitterstoff Naringin. Er ist ein hervorragender "Cholesterin-Killer" und regt die Verdauung, insbesondere die Fettverdauung, an. Doch Vorsicht! Die Vitaminbomben haben im wahrsten Sinne des Wortes einen bitteren Beigeschmack. In Kombination mit vielen Medikamenten wirken sie giftig.

Sauer macht gesund

Die Grapefruit gehört zu den gesündesten Früchten überhaupt. Sie enthält reichlich Vitamin C, Kalium und auch ein wenig Kalzium und Magnesium. Als Frischekick zum Frühstück oder als frisch gepresster Durstlöscher zwischendurch sind Grapefruits hervorragende Vitaminlieferanten. Die exotische Frucht ist auch ideal zum Abspecken geeignet. Grapefruits enthalten kaum Kalorien, wirken verdauungsfördernd, entschlacken und regen den Zuckerstoffwechsel an. Der regelmäßige Verzehr von einer Grapefruit am Tag kann sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Doch die Zitrusfrucht kann, unter bestimmten Umständen, auch gefährlich für unsere Gesundheit sein.

Gefährliche Wechselwirkung

Dass man bei Medikamenteneinnahme keinen Alkohol trinken sollte, ist nichts Neues. Doch wussten Sie, dass auch die Inhaltsstoffe von Grapefruits die Wirkungsweise von Pillen dramatisch beeinflussen können? Diese Erfahrung machte eine 42-jährige Frau, als sie in die Notaufnahme des Providence St. Peter Hospital eingeliefert wurde.

Wie die medizinische Fachzeitschrift "The Lancet" berichtet, verlor die Amerikanerin beinahe ihr linkes Bein. Der Auslöser: Ein übermäßiger Verzehr von Grapefruits! Wegen einer Crash-Diät nahm die Frau täglich mehrere dieser Zitrusfrüchte zu sich. Gleichzeitig nahm sie die Antibabypille ein - mit fatalen Folgen. Aufgrund der gefährlichen Kombination aus Grapefruit und dem Verhütungsmittel kam es zu einer erhöhten Konzentration von Östrogen in ihrem Körper und in Folge zu einer verengten Vene. Die Frau hätte fast ihr Bein verloren.

Der Grapefruit Effekt

Pharmakologie-Professor David Bailey entdeckte bereits 1991 wie gefährlich die Zitrusfrüchte für Patienten werden können. Eigentlich wollte der Kanadier die Wechselwirkung zwischen Alkohol mit einem bestimmten Bluthochdruckmittel prüfen. Um den Geschmack von Alkohol in seinen Tests zu überdecken, setzte er zweifach konzentrierten Grapefruitsaft ein. Mit unerwartetem Effekt! Der Pharmakologe fand heraus, dass Grapefruits den Medikamentenspiegel massiv beeinflussen. Grapefruits und Grapefruitsaft können die Wirkung von Medikamenten um bis zu 70 % erhöhen - oder auch senken!

Heimtückischer Inhaltsstoff

Verantwortlich dafür sind bestimmte Inhaltsstoffe der Grapefruit, die die Cytochrom-Enzyme in der Darmwand hemmen. Diese Enzyme würden eigentlich den Abbau des eingenommenen Arzneimittels vorantreiben. Das bedeutet, dass einige Medikamente im Körper nicht wie üblich abgebaut werden können und sich die Arzneistoffmenge in erhöhter Konzentration in den Blutkreislauf verteilt. Entsprechend starke Nebenwirkungen können die Folge sein.

Zudem fanden Wissenschaftler des "Lawson Health Research Institute" in London, Kanada, heraus, dass die Wirkung von Grapefruits je nach Medikament unterschiedlich sein kann: Während sich bei einigen Medikamenten unter Grapefruit-Einfluss die Wirkung erhöhte, wurde sie bei anderen Medikamenten abgeschwächt. Das besagte Medikament wirkte plötzlich kaum mehr.

Grapefruit & Medikamente: Hände weg!

Nicht alle Beipackzettel betroffener Medikamente warnen vor der Kombination mit der scheinbar harmlosen Zitrusfrucht. 200 bis 250 ml Saft oder eine ganze Frucht reichen bereits für eine einschlägige Wechselwirkung aus - und zwar relativ zeitunabhängig vom Verzehr. "Bisher hatte man angenommen", so Pharmakologe Thomas Eschenhagen, "dass dieser wirkungsverstärkende Effekt nur so lange anhält, wie die Grapefruit-Inhaltsstoffe im Darm sind, also einige Stunden. Neuere Daten zeigen aber, dass einige Inhaltsstoffe von Grapefruits und auch Limonensaft die Cytochrom-Enzyme im Darm noch viel länger hemmen."

Der Apothekerverband warnt auch davor, dass Inhaltsstoffe der Grapefruit die Entgiftungsenzyme in der Leber lahmlegen können. Im Laufe der Zeit könnte dies zu einer schweren, ja sogar tödlichen Arzneimittelvergiftung führen.

Vorsicht bei folgenden Medikamenten

Der Verzehr von Grapefruits in Verbindung mit Medizin ist grundsätzlich zu meiden. Die Früchte beeinflussen den Abbau von etwa 60 Prozent aller Arzneimittel. Leider betrifft es vor allem jene Medikamente, die sehr häufig eingenommen werden. Dazu gehören blutdrucksenkende Mittel, Cholesterinsenker, Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen, verschiedene Krebsmedikamente, Immunsuppressiva oder auch Kreislaufmedikamente.

Bei Bluthochdruckmitteln und Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen kann die Hemmung des Abbauprozesses zu kritischen Medikamentenspiegeln führen. Eine Überdosis Bluthochdruckmittel kann Kopfschmerzen, einen schnellen Pulsschlag oder plötzlichen Blutdruckabfall auslösen.

Ein Zuviel an cholesterinsenkendem Wirkstoff kann zu einem rapiden Verlust an Muskelmasse führen. Eine zu hohe Dosis an Krebsmedikamenten und Immunsuppressiva kann wiederum Niere und Knochenmark schädigen. Je mehr sich vom jeweiligen Wirkstoff im Kreislauf ansammelt, umso eher treten auch Nebenwirkungen auf.

 

Unser Fazit

Auf den Genuss von Grapefruits müssen Sie auch in Zukunft nicht verzichten. Sie sind für die Gesundheit nach wie vor von großem Wert, da sie viele Vitamine enthalten. Wenn Sie aber Medikamente nehmen, sollten Sie überprüfen, ob diese zu jenen gehören, deren Wirksamkeit von Grapefruits beeinflusst wird. Im Zweifelsfall fragen Sie lieber ihren Hausarzt oder Apotheker bzw. durchstöbern die Liste mit Medikamenten, die sich nicht mit Grapefruits vertragen. Regelmäßig aktualisierte Listen finden Sie im Internet.

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