Selber kochen 101: Der Überlebensguide für Neulinge in der Küche

Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Das gilt in vielen Fällen jetzt wohl auch für das tägliche Brot. In Zeiten des Lockdowns ist selbst kochen gefragt. Sie müssen das Rad aber nicht neu erfinden. Mit unseren Tipps können Sie auf das Wissen erfahrener Köche zurückgreifen und sich den Anfang einfacher gestalten.

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Ich wage mal zu behaupten, dass selbst kochen schon lange nicht mehr so im Trend war. Für die einen ist es die plötzlich gewonnene Zeit oder die Tatsache, dass sie jetzt mehr zu Hause sind als jemals zuvor. Für die anderen ist es der simple Mangel an Alternativen, der sie wieder vermehrt in die eigene Küche treibt.

Viele neue Küchenfreunde

Die Beweggründe sind jetzt auch gar nicht so wichtig. Fakt ist: Wir kochen vermehrt selbst, freunden uns langsam, aber sicher wieder mit unserer eigenen Küche an. Und wie das am Beginn einer neuen Freundschaft so ist, dauert es ein bisschen, bis man miteinander warm wird. Man muss sich erst an die jeweiligen Eigenheiten gewöhnen und herausfinden, wie man am besten miteinander harmoniert. Mit unseren Einsteigertipps beschleunigen Sie diesen Prozess und lernen Ihre Küche besser kennen und lieben.

Aus Fehlern lernt man

Wie oft mir Reis angebrannt oder Bohnen übergegangen sind, bevor ich die verschiedenen Timings und Stufen meines Herds verstanden habe? Genau weiß ich es nicht, aber ich kann sagen: oft. Auch versalzen habe ich das eine oder andere Gericht bis zur Ungenießbarkeit, die Konsistenz der gezauberten Speisen war immer wieder mal zu weich, zu trocken oder zu flach und auch die Optik war nicht immer das Gelbe vom Ei. 

Gescheiterte Kochversuche sind meist ärgerlich, aber immer lehrreich. Es ist noch kein (Küchen-)Meister vom Himmel gefallen. Lassen Sie also Platz für Fehler – denn daraus lernen Sie. Nehmen Sie es sich nicht übel, wenn das Kochexperiment mal danebengeht. Das gehört dazu. Die Kunst des Scheiterns ist auch in der Küche ein weiser Lehrer.

Keep it simple!

Wenn Sie die ersten Schritte in die Küche wagen, erwarten Sie nicht, dass Sie gleich einen Marathon laufen. Lassen Sie sich nicht von diversen Fernsehköchen oder Food Bloggern einschüchtern. Wenn es erst mal „nur“ Nudeln mit Tomatensauce gibt, ist das vollkommen in Ordnung. Fangen Sie lieber mit einfachen Gerichten an. So bauen Sie nach und nach Kompetenzen und Sicherheit auf. Haben Sie die Basics einmal gemeistert, können Sie Ihr Repertoire langsam ausweiten.

Es gibt keinen schlechten Koch, es gibt nur eine schlechte Ausstattung

Das ist wahrscheinlich nicht ganz richtig, aber trotzdem: Machen Sie es sich so einfach wie möglich und investieren Sie in eine gute Küchenausstattung. Wie so oft gilt: Weniger ist mehr! 

Ein gutes Universalmesser, eine hochwertige Pfanne und ein mittelgroßer Topf von hoher Qualität reichen für den Anfang. Mit der richtigen Ausstattung wird das Kochen (und natürlich auch das Essen) zum Genuss – oder zumindest um einiges einfacher. Stichwort einfach: Mit den folgenden Tipps vermeiden Sie die häufigsten Anfängerfehler und die daraus resultierende Frustration in der Küche.

Koch-Basics für Anfänger: Die wichtigsten Tipps

  • Vorbereitung:

Legen Sie alle Zutaten in der benötigten Menge bereit, bevor Sie mit der Zubereitung beginnen. So haben Sie alles in Reichweite und müssen nicht während des Kochens auf die Suche gehen.

Rezepte: Anfangs empfiehlt es sich, nach Rezept zu kochen. Suchen Sie einfache, detaillierte, verständliche Rezepte. Sie können dafür auch in der Rubrik „Gesunde Rezepte“ auf unserem Blog schmökern. Lesen Sie sich die Beschreibung vollständig durch, bevor Sie zu kochen beginnen. Dadurch erhalten Sie einen Überblick und wissen bereits, was Sie erwartet. 

Zeit nehmen: Planen Sie zu Beginn 10 bis 15 Minuten mehr ein, als im Rezept angegeben ist. Lassen Sie sich Zeit und führen Sie die Schritte in aller Ruhe aus. So vermeiden Sie Stress und Fehler, die durch hektisches Arbeiten entstehen können.

Dabeibleiben: Das mag vielleicht logisch klingen, aber sicher ist sicher: Bleiben Sie beim Kochen in der Küche. Behalten Sie das, was Sie zubereiten, im Blick und stellen Sie regelmäßig sicher, dass nichts anbrennt oder übergeht. 

  • Küchengeräte:

Backofen: Wenn Sie etwas im Backrohr zubereiten, orientieren Sie sich an der Temperaturangabe im Rezept. Beachten Sie aber, dass jeder Ofen unterschiedlich funktioniert und oft auch unregelmäßig bäckt. Werfen Sie daher immer wieder einen Blick hinein, um gegebenenfalls die Temperatur anpassen oder die Form umdrehen zu können. Denken Sie auch daran, das Backrohr rechtzeitig vorzuheizen. 

Herd: Zum Braten oder Anrösten ist man mit mittlerer Hitze meist gut bedient. Außerdem sollte die Pfanne schon heiß sein, bevor man Zutaten hineingibt. Will man etwas zum Kochen bringen, dreht man logischerweise voll auf. Achtung aber bei dicken Flüssigkeiten wie z. B. Cremesuppen: Diese brennen leicht an und sollten daher bei geringer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmt werden.

  • Kochzutaten:

Gewürze: Auch hier gilt für den Anfang: Weniger ist mehr. Halten Sie sich zu Beginn an Salz und Pfeffer – und zwar mit geringen Mengen. Nachwürzen kann man auch am Teller noch. Wenn ein Gericht aber einmal verwürzt ist, lässt es sich kaum noch retten. Mit der Zeit kann man dann beginnen, mit verschiedenen Gewürzen zu experimentieren. Immer eine gute Idee: frische Kräuter! Für die geballte Ladung Vitamine sollten Schnittlauch, Basilikum & Co. nicht mitgekocht, sondern erst auf dem Teller darübergestreut werden.

Pasta: Eine sehr anfängerfreundliche Speise, da vielfältig einsetzbar und relativ einfach zuzubereiten. Allgemein gilt: Nudeln in der ca. zehnfachen Menge Wasser und ohne Deckel kochen. Zuerst das Wasser aufkochen, dann salzen und danach erst die Teigwaren dazugeben.

Reis: Ebenfalls ein Klassiker. Reis schmeckt in allen Farben, Formen und Kombinationen. Hier gilt: doppelt so viel Wasser wie trockener Reis (am einfachsten lässt sich das mit einer Tasse bemessen). Reis sollte vor dem Kochen gespült werden; das funktioniert am besten mit einem feinen Sieb. Auch hier zuerst das Wasser aufkochen, dann Salz hineingeben und danach den Reis. Anschließend zurückschalten und zudecken. Achtung: Reis brennt gerne an. Daher regelmäßig umrühren und ausschalten, sobald das Wasser verkocht ist.

Hülsenfrüchte: Wer trockene Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen & Co. kochen möchte, dem sei gesagt: Über Nacht in reichlich Wasser einweichen lassen, wirkt Wunder! Dadurch verkürzt sich die Kochdauer und die Hülsenfrüchte werden leichter verdaulich. Vor dem Kochen sollte das Wasser dann gewechselt werden.

Zum Abschluss noch ein Profitipp: Alles schmeckt, wenn es mit Käse überbacken ist.

In diesem Sinne: Frohes Kochen! Und denken Sie daran: Gut Ding braucht Weile. Lassen Sie sich Zeit, erlauben Sie es sich, Fehler zu machen und lernen Sie daraus. Und vor allem: Schauen Sie regelmäßig bei uns am Blog vorbei! Dort gibt es nämlich bald den nächsten Teil dieses Artikels, in dem es nach diesen Basics ans Eingemachte geht.

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