Wenn der Magen übel mitspielt

Egal ob Magenverstimmung oder Kater: Wir verraten, wie Übelkeit entsteht und welche Hausmittel schnell für Besserung sorgen.

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Übelkeit gehört zu den unangenehmsten Beschwerden, die einen treffen können. Und wenn der Grund nicht gerade die wilde Party am Vorabend ist, überfällt sie einen oft auch noch völlig überraschend und in den unpassendsten Momenten. Ich kenne das leider nur zu gut. Sie wahrscheinlich auch, oder? Kurz vor dem wichtigen Termin, unterwegs im Urlaub, auf den man sich schon so lange gefreut hat: Plötzlich breitet sich ein flaues Gefühl im Magen aus und man fühlt sich wie ein Häufchen Elend. Es ist zum Speiben, im wahrsten Sinne des Wortes.

Es ist nicht immer schlecht, wenn uns schlecht wird

Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Auch wenn ich eigentlich immer gedacht habe, dass man für einen Kater nach zu viel Alkohol irgendwann zu alt ist, hin und wieder bekomme ich immer noch Besuch von Brummschädel und flauem Magen.
Auch zu viel Essen oder unverträgliche Zutaten können Übelkeit auslösen. Denn sofern die Magenbeschwerden nicht Symptom einer Erkrankung sind, sind sie meist einfach eine Selbstschutzmaßnahme unseres Körpers. Schädigende Stoffe wie Gifte oder verdorbene Nahrungsmittel sollen durch Erbrechen wieder aus dem Körper hinausbefördert werden. Ein ungutes Gefühl im Magen soll verhindern, dass wir weitere Schadstoffe zu uns nehmen.
Und wenn uns die Übelkeit aufgrund von Stress oder Nervosität ereilt, ist das auf einen instinktiven Fluchtmechanismus zurückzuführen. Wir sollten es unserem Magen also eigentlich nicht übelnehmen, wenn er überreagiert. Er meint es nur gut mit uns. Und es gibt auch eine gute Nachricht: Es gibt einige wirksame Hausmittel, die bei den häufigsten Ursachen von Übelkeit helfen.

Hausmittel, die helfen

Sie müssen nicht gleich zur Tablette greifen, um sich besser zu fühlen. In den meisten Fällen klingt die Übelkeit auch so rasch wieder ab. Hält sie jedoch länger als drei Tage an oder wird sie von häufigem Erbrechen und einem schlechten Allgemeinzustand begleitet, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Tief durchatmen

So einfach, so gut: Manchmal hilft schon frische Luft, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und den Magen zu besänftigen. Besonders dann, wenn der Grund fürs Unwohlsein zu viel Essen oder Alkohol ist, heißt es: „Fenster auf und tief durchatmen!“ Ist die Übelkeit sehr groß oder geht sie mit Schwindel einher, sollten Sie ruhig und lange durch die Nase ein- und ausatmen und die Konzentration ganz auf die Atemzüge lenken. Hier gibt’s noch Tipps für „richtiges“ Atmen.

Tee trinken und abwarten

Kamillentee ist, zumindest bei mir zu Hause, schon seit der Kindheit ein Klassiker, der bei allen möglichen Wehwehchen helfen soll. Lauwarm und ungesüßt hilft er auch, wenn Ihnen schlecht ist. Ein Tee aus Fenchel, Anis und Kümmel kann bei sämtlichen Magen-Darm-Beschwerden getrunken werden, von Übelkeit über Durchfall bis hin zu Blähungen. Ist der Grund für den nervösen Magen eher psychischer Natur, zum Beispiel zu viel Stress oder Aufregung, kann auch Pfefferminztee helfen. Wer unter einer empfindlichen Magenschleimhaut leidet, sollte vom enthaltenen Menthol aber lieber die Finger lassen, um den Magen nicht noch mehr zu reizen.

Katerfrühstück zum Knabbern

Zwieback oder Knäckebrot ist besonders dann wirkungsvoll, wenn Sie schon in der Früh ein flaues Gefühl im Magen haben. Es ist leicht verdaulich und kann dafür sorgen, dass sich der Magen schnell wieder beruhigt. Ist die Übelkeit aber so stark, dass Sie sich allein beim Gedanken daran, etwas zu essen, übergeben möchten, hören Sie auf Ihren Körper und probieren Sie es lieber mit einem Hausmittelchen zum Trinken.

Großmutters Gemüsesuppe

Omas Allheilmittel tröstet auch, wenn der Magen Kummer macht. Wer sich für feste Nahrung, wie zum Beispiel Zwieback, nicht bereit fühlt, kann auf klare Gemüsebrühe zurückgreifen. Lauwarm und in kleinen Schlucken getrunken liefert sie dem Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte und Vitamine. Ein weiterer Helfer aus dem Gemüsegarten ist übrigens Karottenbrei. Karotten enthalten viele Ballaststoffe, die Giftstoffe im Verdauungstrakt binden können. Kurz gegart und anschließend püriert sind sie somit die perfekte Schonkost für ein gutes Bauchgefühl. Noch mehr Rezepte aus Großmutters Hausapotheke gibt es übrigens hier.

Wunderknolle Ingwer

Ingwer ist ein wahres Wundermittel. Bei Erkältungen greife ich schon seit Langem auf die gelbe Knolle zurück, um Husten, Niesen und Schnupfen in den Griff zu kriegen. Die speziellen Scharfstoffe, die darin enthalten sind, können aber noch viel mehr, als die Atemwege wieder frei machen. Sie unterdrücken den Brechreiz und regulieren gleichzeitig die Verdauung. Als Fan asiatischen Essens habe ich meistens frischen Ingwer zu Hause. Ein paar Scheibchen mit heißem Wasser aufgebrüht ist ein tolles und einfaches Mittel gegen Übelkeit. In kleinen Schlucken getrunken, beruhigt der Tee einen aufgewühlten Magen zuverlässig. Alternativ können Sie auch auf getrockneten Ingwer zurückgreifen. Für unterwegs gibt’s Ingwertropfen in der Apotheke. Und wenn auch die nicht zur Stelle sind, hilft sogar Ginger Ale aus der Flasche oder Dose. Nicht umsonst wurde das bei meinem letzten Urlaub am Meer vor der Bootsabfahrt großzügig an die Passagiere verteilt.

Wenn das Fernweh ruft, aber der Magen streikt

Und damit wären wir auch schon bei einer der lästigsten Ursachen für eine flauen Magen, Schwindel und Brechreiz – der sogenannten Reisekrankheit. Die unliebsamen Beschwerden beruhen auf einem Datenkonflikt zwischen dem Gleichgewichtsorgan und den Signalen der Augen. Deshalb treten sie auch besonders häufig bei Boots- oder Schifffahrten mit heftigem Wellengang auf. Aber vielleicht gehören Sie, so wie ich, zu den Unglücklichen, die auch auf langen Autofahrten oder Flügen damit zu kämpfen haben? Beim Autofahren helfen mir zum Glück meistens schon ganz normale Kaugummis. Das Kauen hält nicht nur wach, sondern scheint auch den Körper von möglichen Übelkeitsreaktionen abzulenken. Mit regelmäßigen Pausen und ausreichend frischer Luft gelingen mir Roadtrips so ganz gut. Bei Busreisen empfehle ich Plätze ganz vorne, von denen aus man gut geradeaus schauen kann. Im Flugzeug raten andere Leidgeplagte zu den Sitzreihen über den Tragflügeln und auf stürmischer See fühlen sich empfindliche Mägen im Zentrum des Schiffes am wohlsten.
Sie sehen also: Es ist immer empfehlenswert, auf den Bauch zu hören. Wenn er aber wieder mal überreagiert, können Sie der Übelkeit mit unseren Hausmittelchen ganz einfach zu Leibe rücken.

UNSER BUCHTIPP:

  • Natürlich geht’s mir gut. Die kleine Taschenapotheke, von Regine Hellwig

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