Camu-Camu – Powerbeere aus Peru

Kennen Sie schon das angebliche Superfood des Jahres? Wir verraten, was in den südamerikanischen Vitaminbomben steckt und ob sie wirklich beim Abnehmen helfen können.

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Camu-Camu ist in aller Munde. Allerdings gilt das vorerst vor allem im übertragenen Sinn, denn die kleinen roten Früchte sind wahre Exoten und zumindest frisch nur schwer in Europa erhältlich. Warum wir sie uns trotzdem genauer anschauen sollten? Weil die Beeren nicht nur zu den vitaminreichsten Früchten der Welt gehören, sondern auch darüber hinaus jede Menge vermeintlicher Superkräfte zu bieten haben.

Südamerikas Next Superstar

Die Camu-Camu-Pflanze gehört zu den Myrtengewächsen und ist in der westlichen Amazonasregion heimisch. Sie wächst vor allem in Peru, ist aber auch in Venezuela, Kolumbien und im Norden Brasiliens zu finden.
Vor allem die indigenen Völker im Regenwald nutzen Camu-Camu schon lange als Heilpflanze. Sie sagen der Frucht nicht nur eine energetisierende und belebende, sondern auch eine antioxidative sowie entzündungshemmende Wirkung nach. Sie wird dort nicht nur frisch gegessen oder als Saft getrunken, sondern auch für die Schönheitspflege genutzt. Extrakte aus der Camu-Camu-Pflanze haben einen hautberuhigenden Effekt und sollen sogar Fältchen mildern.

Wahre Vitaminbombe

Vergleicht man den Vitamin-C-Gehalt einer Camu-Camu-Beere mit anderen Früchten, wird schnell deutlich, dass wir es hier mit einer wahren Vitaminbombe zu tun haben. In 100 Gramm Fruchtfleisch sind durchschnittlich zwei Gramm Vitamin C enthalten. Zum Vergleich: Orangen, die ja auch zu den Toplieferanten für Vitamin C gehören, enthalten pro 100 Gramm Fruchtfleisch gerade mal 50 Milligramm. Auch andere Vitamin-C-Quellen wie Kiwis, schwarze Johannisbeeren oder Paprika verweist der neue Superstar aus Südamerika auf die hinteren Plätze. Nur die australische Buschpflaume kann es mit Camu-Camu aufnehmen und enthält mit etwa drei Gramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch noch mehr Vitamin C.  
Doch damit nicht genug! Neben Vitamin C enthalten die Beeren außerdem noch die Vitamine B1, B2 und B3, Eisen, Kalium und Calcium, Betacarotin sowie zahlreiche Aminosäuren und Antioxidantien.

Fruchtige Fatburner?

Der hohe Vitamin-C-Gehalt ist übrigens auch beim Abnehmen von Vorteil. Denn Vitamin C senkt das Cortisol-Level im Körper. Dieses sogenannte Stresshormon ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Fett gespeichert wird. Zusätzlich kurbeln Camu-Camu-Beeren die Fettverbrennung an und beschleunigen den Stoffwechsel – auch dann, wenn wir uns im Ruhezustand befinden. Dank vieler weiterer Inhaltsstoffe haben die Beeren außerdem eine positive Wirkung auf die Darmflora. Camu-Camu wird also nicht ganz zu Unrecht gerne als „Abnehmpille der Natur“ bezeichnet, auch wenn eingehende Studien darüber, ob die Beeren eine Gewichtszunahme tatsächlich verhindern können, noch ausstehen. Sie wollen nicht auf wissenschaftliche Erkenntnisse warten? Probieren Sie es doch in der Zwischenzeit mal mit diesen drei einfachen Tipps zum Abnehmen.

Superfood zum Dessert

Diese vielen positiven Eigenschaften der kleinen Früchtchen haben mich natürlich neugierig gemacht. Auf der Suche nach einer Möglichkeit für den Selbstversuch habe ich aber schnell festgestellt, dass frische Beeren kaum erhältlich sind. Eigentlich kein Wunder bei dem langen Transportweg von ihrer südamerikanischen Heimat bis in unsere Breitengrade. Und vielleicht ist das auch besser so, denn Camu-Camu-Beeren schmecken eher bitter und säuerlich.

Statt in die saure Beere zu beißen, blieb mir also gar nichts anderes übrig, als auf Camu-Camu-Pulver zurückzugreifen. Der große Vorteil: So lässt sich das exotische Lebensmittel auch ganz mühelos in den Speiseplan integrieren. Pragmatiker lösen das Pulver einfach in einem Glas Wasser oder Saft auf. Aber auch Smoothies, Joghurts oder Topfen lassen sich so mit Vitaminpower aufpeppen – für Desserts mit Superfood-Wirkung ohne bitteren Beigeschmack.

Die Dosis macht die Wirkung

Experten empfehlen Erwachsenen, täglich circa 100 Milligramm Vitamin C zu sich zu nehmen. Dieser Tagesbedarf ist schon mit einem Löffel Camu-Camu-Pulver gedeckt. Bei der Vitamin-C-Aufnahme gilt übrigens nicht, wie so oft, die Redensart „Viel hilft viel“. Wer regelmäßig mehr als drei bis vier Gramm pro Tag einnimmt, läuft nicht nur Gefahr, den Bauch zu beleidigen und es mit Durchfall zu tun zu bekommen. Es wird sogar diskutiert, ob eine übermäßige Zufuhr das Risiko für Nieren- oder Blasensteine erhöhen könnte. Denn so viel ist auf jeden Fall klar: Überschüssiges Vitamin C wird vom Körper nicht eingelagert, sondern sofort über Nieren und Blase wieder ausgeschieden. Wenn es nicht schadet, nützt es also zumindest auch nichts. So wichtig eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin C für Gesundheit und Wohlbefinden auch ist, sollten Sie es also nicht übertreiben.

Exotische Schattenseite

Sie müssen nicht in den Amazonas reisen, um Camu-Camu zu probieren. Angebaut werden die Beeren aber tatsächlich ausschließlich in Südamerika. Ob frisch oder zu Pulver verarbeitet – hinter der Powerfrucht steht in jedem Fall immer ein langer Transportweg. Wie viele andere exotische Lebensmittel stehen daher auch die kleinen Früchte in der Kritik. Mit der steigenden Nachfrage nach dem neuen Superfood schießt auch die Gefahr, dass die Plantagen nicht mehr mit der Produktion nachkommen, in die Höhe. Dann müssen auch Wildpflanzen bis auf die letzte Beere abgeerntet werden und das wiederrum gefährdet den Kreislauf des Ökosystems. Wenn Sie die Umwelt schützen möchten und trotzdem Lust auf eine Vitamin-C-Bombe in Beerenform haben, haben wir aber auch eine gute Nachricht: Mit der Hagebutte gibt es eine ausgezeichnete heimische Alternative. 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten immerhin auch stolze 426 Milligramm Vitamin C. Auch wenn ein Ausflug nach Südamerika am Speiseplan also ganz schön ist und viele Vorteile bringt: Wer Superfood sucht, muss nicht unbedingt in die Ferne schweifen.

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