Dieses Glas ist immer voll

Kann man Glücksmomente konservieren? Ja! Ob für sich selbst oder oder als Geschenk – wir zeigen Ihnen, was es mit den sogenannten Glücksgläsern auf sich hat und warum es sich lohnt, das Glück Stück für Stück zu sammeln.

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Besonders dann, wenn sich ein Jahr dem Ende zuneigt, blicken wir auf die vergangenen Monate zurück. Oft erscheint es uns so, als wäre die Zeit wie im Flug vergangen. Mir fällt es manchmal gar nicht so leicht, mir alles in Erinnerung zu rufen, was sich seit dem letzten Jahreswechsel ereignet hat.

Glück im Glas

Die Dinge, an die ich mich am stärksten erinnere, sind oft die negativen Aspekte des vergangenen Jahres. Nicht verwirklichte Vorsätze, unerreichte Ziele, aufgeschobene Pläne, Rückschläge und Ärgernisse bleiben oft lange im Gedächtnis. 
Die schönen, oft ganz kleinen, aber umso wichtigeren Momente geraten hingegen häufig schnell in Vergessenheit. Dabei gab es mit Sicherheit viele besondere Glücksmomente, zauberhafte Augenblicke und (kleine) Erfolge, die uns mit Dankbarkeit und Freude erfüllen würden, wenn wir sie uns nur wieder ins Bewusstsein rufen könnten. 

Sogenannte Glücksgläser oder Memory Jars sind perfekt dafür geeignet, Glücksmomente zu sammeln und zu konservieren, damit wir uns lange an ihnen erfreuen können. Doch was macht sie so besonders und wie bastelt man seine persönliche Glückskonserve? Wir verraten es!

Glücksglas statt Tagebuch

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was ein Glücksglas überhaupt sein soll. Die Antwort ist so simpel wie genial: Ein Glücksglas ist ganz einfach ein verschließbares Glas, in dem Sie alles, was Sie glücklich macht, aufbewahren. Klingt einfach und ist es auch! Der Effekt, den das auf unsere Stimmung hat, ist dafür umso größer. An schlechten Tagen hilft der Griff ins gefüllte Glas, positiv zu bleiben. Und am Ende eines Jahres lässt es sich mit den gesammelten Erinnerungen wunderbar in schönen Rückblicken schwelgen.

In unser schnelllebigen, immer mehr digitalisierten Welt wird es zunehmend schwieriger, innezuhalten, geschweige denn zurückzublicken. Die Schnappschüsse vom letzten schönen Ausflug mit der Familie sind irgendwo in den Untiefen des Smartphonespeichers verloren. Vom letzten Kinobesuch gibt es nur noch ein Onlineticket und vom Kaffeekränzchen mit Freundinnen zeugt lediglich ein digitaler Kalendereintrag. Statt handgeschriebener Liebesbotschaften gibt es Likes auf diversen Social-Media-Plattformen. Kein Wunder, dass die Glücksgefühle nicht allzu lang anhalten.

Dabei lässt sich unser Gehirn eigentlich ganz leicht austricksen. Denn was wir selbst aufschreiben – am besten handschriftlich und nicht auf einer Tastatur –, bleibt länger in Erinnerung. Deshalb schwören zum Beispiel einige meiner weitgereisten Freunde auf ein Reisetagebuch, das sie bei jedem Urlaub im Gepäck haben, um sich später möglichst gut an das unterwegs Erlebte erinnern zu können. Im Alltag fehlt für das regelmäßige Führen eines (Glücks-)Tagebuchs aber oft die Zeit. Leichter überwinden lässt sich der innere Schweinehund, wenn Sie statt seitenlanger Einträge nur kurze Sätze, Zitate oder Stichworte auf kleine Zettelchen schreiben, die anschließend ins Glücksglas wandern.

DIY mit Glücksgarantie

Neugierig geworden? Alles, was Sie für Ihr persönliches Glückglas brauchen, haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause: ein leeres Marmeladenglas, kleine Zettelchen oder Kärtchen und ein Stift gehören zur Basisausstattung. Stellen Sie das Glas an einen Ort, an dem Sie sich häufig aufhalten – zum Beispiel ins Wohnzimmer oder auf den Schreibtisch. So stellen Sie sicher, dass Sie bei jedem Blick darauf auch daran denken, es zu füllen. 

Immer, wenn Ihnen etwas Schönes widerfährt, wenn Sie einen Moment besonders genießen, wenn Ihnen jemand ein Kompliment oder mit einer kleinen Geste eine Freude macht, schreiben Sie es auf eines der Kärtchen und werfen Sie das Stück Papier ins Glas. Am besten notieren Sie die Glückmomente, wenn Sie noch ganz frisch in Erinnerung sind. Sie können aber auch eine feste Zeit am Abend oder einen bestimmten Tag der Woche für die Reflexion festlegen. 

Wer die Achtsamkeitsübung auch noch mit ein bisschen Kreativität verbinden möchte, kann das Glücksglas natürlich auch noch nach Lust und Laune dekorieren – mit Glasmalstiften, Aufklebern oder Schleifen zum Beispiel. So wird der Grundstein für mehr Achtsamkeit im Alltag gleich zu einer schönen Beschäftigung an einem kalten Winterabend.

Glück sammeln mit Kindern

Ein Glückglas zu basteln ist übrigens auch eine tolle Beschäftigung für die ganze Familie und eine gute Möglichkeit, Kindern einen achtsamen Umgang mit schönen Erlebnissen zu vermitteln. Ob Sie ein gemeinsames Glücksglas für alle haben oder jedes Familienmitglied ein eigenes Glas bekommt, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen. Egal, ob es die ersten Schritte, eine gute Schulnote, ein besonders harmonisches gemeinsames Essen oder ein Spieleabend sind – im Glas bleiben die schönsten Kindheitserinnerungen jahrelang konserviert. Und wenn Oma, Opa, Onkel oder Tante das nächste Mal zu Besuch kommen, wird das Glas geöffnet und sie können ganz einfach am Erlebten teilhaben.

Erinnern mit allen Sinnen

Wer nicht nur Geschriebenes, sondern auch physische Erinnerungsstücke sammeln möchte, kann in einem Glückglas auch Muscheln vom letzten Strandurlaub, Steine vom Flussufer, die Serviette aus dem Lieblingsrestaurant oder getrocknete Blüten von einem besonders schönen Spaziergang aufbewahren. Auch ausgedruckte Fotos oder Eintrittskarten müssen auf diesem Weg kein trauriges Dasein mehr in irgendeiner Schublade fristen. Solche Andenken machen das Glücksglas obendrein auch optisch zum Hingucker. Ein paar Tropfen ätherisches Öl oder ein Spritzer Parfum auf einem kleinen Stück Stoff sorgen dafür, dass das Öffnen des Glases am Jahresende für alle Sinne zum Erlebnis wird. Gerüche sind außerdem dafür bekannt, unser Erinnerungsvermögen anzukurbeln, und machen es einfacher, bestimmte Situationen noch einmal Revue passieren zu lassen.

Glück zum Verschenken

Ein selbstgemachtes Glücksglas ist auch eine tolle und nachhaltige Geschenkidee. Kennen Sie Personen, denen ein bisschen mehr Achtsamkeit guttun würde? Mit einem hübsch gestalteten Glas, einem schönen Stift, bereits zurechtgeschnittenem Papier und einer kurzen Anleitung verschenken Sie sozusagen unendlich viel gute Stimmung. 
Sie können aber auch ein Glas mit netten Botschaften, aufmunternden Zitaten oder Komplimenten für liebe Menschen füllen. 365 Gründe, warum Ihre Mama die Beste ist oder warum Sie die Beschenkten lieben, sorgen garantiert dafür, dass die Freude über das Geschenk mindestens ein ganzes Jahr lang anhält. 

Egal, ob allein zu zweit oder für die ganze Familie, für sich selbst oder als Geschenk für andere – wer kleine Glücksmomente sammelt, wird feststellen, dass auch das sprichwörtliche Glas immer mindestens halb voll ist!

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