Alles okay mit CBD?

CBD ist, so scheint es, derzeit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Dabei sind viele Fragen zum Wirkstoff aus der Hanfpflanze offen. Was ist dran am Hype um Hanf?

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Wer A sagt, muss auch CBD sagen. So wirkt es zumindest, wenn man Lifestyle Blogs liest, Promis wie Gwyneth Paltrow oder Kim Kardashian auf ihren Social-Media-Kanälen folgt oder beim Stadtbummel auf die vielen CBD-Shops achtet, die allerorts aus dem Boden zu sprießen scheinen. Doch was ist dran an dem Hype um den Inhaltsstoff der Hanfpflanze, der von vielen als Wundermittel gepriesen wird?

Wundermittel CBD

Nachdem selbst einige meiner Freundinnen auf Kosmetikprodukte mit CBD schwören oder mir vom Ende ihrer Schlafprobleme durch CBD-Tropfen erzählt haben, bin auch ich neugierig geworden, was es mit dem vermeintlichen Superhero für mehr Wohlbefinden auf sich hat. Halten die vielen Produkte, was sie versprechen? Gibt es Risiken und Nebenwirkungen? Was muss man beachten?

Alleskönner Hanf?

Bevor es um CBD im Speziellen geht, lohnt sich zunächst auch ein Blick auf Hanf im Allgemeinen. Der zählt nämlich zu den ältesten Nutzpflanzen unserer Erde. Ursprünglich vermutlich aus Zentralasien stammend, hat sie schnell ihren Siegeszug rund um die Welt angetreten. Kein Wunder, wenn man sich genauer anschaut, was das eher unscheinbare Kraut alles kann. Aus den robusten Fasern wurden in vergangenen Zeiten nicht nur äußerst starke Seile, Segeltuch und Bekleidung hergestellt, sondern sogar die berühmte Gutenberg-Bibel wurde auf Papier aus Hanffasern gedruckt! 
Trotzdem hatte ich bis vor Kurzem beim Gedanken an Hanf in erster Linie ein Bild von Joints und rauchenden Hippies in den wilden 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts vor Augen. Dabei ist Hanf nicht gleichbedeutend mit dem berauschenden Marihuana, das aus den Blüten der Hanfpflanze gewonnen wird und er hat noch viel mehr wertvolle Inhaltsstoffe als widerstandsfähige Fasern und psychoaktives THC. 
Nachdem in den letzten Jahren immer wieder neue Superfoods gepriesen und alte wiederentdeckt wurden – zum Beispiel Chia- und Leinsamen, Basilikumsamen oder Camu-Camu –, sind auch Hanfsamen und daraus gewonnenes Öl wieder präsenter in den Regalen von Reformhäusern und Supermärkten. Es lohnt sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen, denn Hanfsamen sind nicht nur reich an Eiweiß, sondern enthalten auch wertvolle Mineralstoffe wie Zink und Eisen sowie Vitamine. Mit ihrem nussigen Geschmack eignen sie sich als knackiges Topping für Salate und Müslis. Gemahlen kann man sie auch zum Backen verwenden. Kalt gepresstes Hanföl punktet mit essenziellen Fettsäuren und darf seit einiger Zeit in meinem Vorratsschrank nicht mehr fehlen. 
Mit dem vielgepriesenen CBD ist nun ein weiterer Wirkstoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen werden kann, in aller Munde.

Was ist CBD?

Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol und bezeichnet einen Extrakt, der aus Blüten und Blättern der Nutzhanfpflanze gewonnen wird. Anders als der bei den meisten wohl noch bekanntere Bruder THC wirkt CBD aber nicht berauschend beziehungsweise bewusstseinsverändernd, macht nicht abhängig und unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Sogenannte CBD-Shops, in denen CBD-Öle, -Tees und -Kapseln sowie Kosmetikprodukte angeboten werden, boomen sowohl online als auch in den Fußgängerzonen der Städte. Dafür, dass das Geschäft mit dem Pflanzenwirkstoff läuft, sorgen die vielen positiven Eigenschaften, die CBD nachgesagt werden. Schmerzstillend, beruhigend und entzündungshemmend sollen die Präparate wirken und damit so ziemlich alles erfüllen, was es für ein Rundum-Wohlfühlprogramm braucht. Das klingt ganz schön verlockend, oder?

Was ist dran?

Aber sind die Versprechungen vielleicht auch zu schön, um wahr zu sein? In Fachkreisen herrscht häufig noch Uneinigkeit darüber, inwiefern Erkenntnisse über die Wirkung von CBD als erwiesen gelten dürfen. Während Präparate aus Cannabispflanzen in einigen Fällen bereits zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden, wird an anderen Stellen noch fleißig geforscht. Gerade bei nicht rezeptpflichtigen Produkten, die im normalen Handel frei erhältlich sind, ist daher laut Expertenmeinung Vorsicht geboten.

Erfahrungsberichte vs. Studien

Persönliche Erfahrungsberichte über die Wirkung von CBD findet man im Internet zuhauf. Und auch in meinem Freundeskreis gibt es einige Stimmen, die auf die tägliche Dosis Cannabidiol schwören – sei es im Kampf gegen Menstruationsbeschwerden, bei Nervosität oder einfach, um stressigen Arbeitstagen gelassener zu begegnen. Auch in die Liste der Mittel aus der Natur, die bei Schlafstörungen helfen sollen, reiht sich CBD für viele ein. Sogar Kochrezepte mit CBD gibt es und Lokale, die Kaffeespezialitäten mit dem gewissen Etwas aus der Cannabispflanze anbieten.
Doch die Vielseitigkeit, die dem Wirkstoff nachgesagt wird, hat auch einen Haken: Längst nicht alles ist wissenschaftlich ausreichend erforscht und durch Studien belegt. Darüber hinaus können bei der Einnahme von CBD auch unangenehme Nebenwirkungen wie Durchfall, ein trockener Mund oder niedriger Blutdruck auftreten. Auch wichtig zu wissen: CBD kann die Wirkungsweise von Medikamenten mindern oder verändern. Wer also neugierig ist und CBD-Produkte ausprobieren möchte, sollte unbedingt vorab einen ärztlichen Rat einholen, um auf Nummer sicher zu gehen. 
Erfahrungsberichte gibt es übrigens auch von Frauchen und Herrchen, die für ihre vierbeinigen Lieblinge auf die beruhigende Wirkung von CBD-Ölen setzen. Auch hier gilt aber: Bevor Sie Ihrem ängstlichen Hund mit einigen Tropfen des Extrakts durch das nächste Gewitter helfen oder Ihrer Katze die Silvesterknallerei angenehmer machen möchten, sollten Sie sich in der Tierarztpraxis Beratung zu den Produkten und Infos rund um Dosierung und Co. geben lassen.

Schön mit CBD?

Auch in der Kosmetikbranche setzt man neuerdings auf den Pflanzenextrakt. Ob Handcreme, Bodylotion, Nagelöl oder Serum fürs Gesicht – CBD soll nicht nur gestresste Gemüter, sondern auch die Haut beruhigen. Bei vielen Produkten ist die Wirkstoffkonzentration allerdings so gering, dass wohl eher die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe für den pflegenden Effekt verantwortlich ist. So setzen viele Hersteller zum Beispiel auf das Zusammenspiel mit dem bereits erwähnten Hanfsamenöl, das aufgrund seiner hohen Vitamin-E-Konzentration antioxidativ wirkt und damit der Hautalterung vorbeugt. 

Egal, ob Sie CBD-Produkte für Beauty oder allgemeines Wohlbefinden ausprobieren möchten – auf diese Kriterien sollten Sie beim Kauf in jedem Fall achten: Die Produkte sollten aus biologischem Anbau innerhalb der EU stammen und frei von Pestiziden sein. Die Hersteller sollten außerdem zertifiziert sein und ihre Produkte regelmäßig durch unabhängige Labore testen lassen.​​​​​​

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