Reise zu den Sternen

Astronomie ist nur was für Nerds und Romantiker? Von wegen! Wir verraten, warum sich der Blick in die Sterne für alle lohnt und was es dabei alles zu sehen gibt.

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Die Astronomie übt seit Anbeginn der Menschheit eine große Faszination aus. Die Wurzeln der Himmelsbeobachtung reichen bis in die Steinzeit zurück. Schon damals waren die Menschen von der Sonne und den Gestirnen tief beeindruckt und haben diese teilweise sogar kultisch verehrt.

Mittlerweile ist die Astronomie freilich zu einer immer komplexeren Wissenschaft geworden und natürlich sind im Laufe der Jahrhunderte unzählige neue Erkenntnisse dazugekommen, mit denen wir uns die Vorgänge am Himmel besser erklären können.

Doch die Faszination, die die Sterne und Planeten auf uns ausüben, ist ungebrochen. Gerade in unserer schnelllebigen und hektischen Gegenwart lohnt es sich vielleicht mehr denn je, öfter mal innezuhalten und den Blick nach oben zu richten.

Nur für Nerds und Romantiker?

Sie denken beim Stichwort Astronomie vielleicht zuerst an trockene Wissenschaft, komplizierte Berechnungen und durchwachte Nächte vor dem Teleskop. Oder gehören Sie zu denjenigen, für die in den Sternenhimmel blicken nur was für hoffnungslose Romantiker ist, die beim ersten Date damit angeben, dass sie die Sternbilder erklären können? Dann ist es jetzt höchste Zeit, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen. Wer nach den Sternen greifen will, der braucht nämlich weder Expertenwissen noch teures Equipment. Dafür liefert die Beobachtung des Weltalls eine perfekte Möglichkeit für eine kleine Auszeit vom Alltag und ein wenig Entschleunigung. Und das können wir doch alle hin und wieder gut gebrauchen, oder?

Sternstunden der Entspannung

Ich hatte im letzten Urlaub einen Aha-Moment, der mein Interesse am sogenannten Stargazing geweckt hat. Während alle anderen noch an der Bar oder schon im gemütlichen Hotelbett waren, habe ich mir ein ruhiges Plätzchen draußen gesucht, um abseits des Trubels noch ein bisschen die laue Sommernacht zu genießen und meinen Gedanken nachzuhängen. Ganz durch Zufall ist mein Blick dabei irgendwann in Richtung Himmel gewandert und mit der Zeit habe ich im tiefen Schwarz immer mehr Funkeln entdeckt. Der Grund dafür: Unsere Augen müssen sich erst einmal an die Dunkelheit anpassen. Ohne zu wissen, was ich da eigentlich genau sehe, war die Faszination in diesem Moment geweckt. Der Blick in die unendlichen Weiten des Weltalls ist gleichzeitig überwältigend und beruhigend, besonders dann, wenn rundherum auch noch Stille herrscht. Zurück zu Hause wollte ich dieses Gefühl unbedingt wieder erleben. Zum Glück habe ich schnell festgestellt: Sternstunden erleben kann man sogar vom eigenen Balkon oder zur Not auch vom Schlafzimmerfenster aus!

Die Reise beginnt am Schlafzimmerfenster

Um in die Schönheit eines wolkenlosen Nachthimmels abzutauchen, müssen Sie gar nicht unbedingt wissen, was Sie da eigentlich genau sehen. Auch ganz orientierungslos ist Entspannung pur garantiert, wenn Sie Ihre Gedanken am Balkon oder vor dem offenen Fenster auf einer Reise zu den Sternen schweifen lassen.
Wenn Sie jedoch neugierig sind und es doch ein bisschen genauer wissen möchten, gibt es auch gute Nachrichten. Denn obwohl dichte Verbauung und Lichtverschmutzung das Sterneschauen vor allem in der Stadt nicht ganz so einfach machen, gibt es einige Himmelsobjekte, die trotzdem fast immer gut zu sehen und auch noch für Laien relativ leicht zuzuordnen sind.

Der Abendstern, der gar kein Stern ist

Wenn Sie in Blickrichtung Westen freie Sicht haben, sollte Ihnen bereits in der Abenddämmerung ein besonders helles Objekt ins Auge stechen: die Venus. Sie ist nach Sonne und Mond der hellste Himmelskörper, den wir sehen können. Weil sie sowohl am Abend als auch am Morgen zu sehen ist, wird sie auch Abend- oder Morgenstern genannt. Dabei ist die Venus gar kein Stern, sondern ein Planet und die direkte Nachbarin der Erde.

Der strahlendste Stern am Nachthimmel

Im Gegensatz zur Venus ist Sirius wirklich ein Stern, und zwar der hellste, den wir mit bloßem Auge am Himmel sehen können. Am besten zu sehen ist er in der kalten Jahreszeit gegen 20:30 Uhr in südwestlicher Richtung.

Planetenparade für Frühaufsteher

Sie gehören wie ich zu den Langschläfern und ein Wecker, der schon um 04:00 Uhr morgens klingelt, ist für Sie eine Horrorvorstellung? Geben Sie sich einen Ruck und probieren Sie es wenigstens einmal mit dem Frühaufstehen. Es lohnt sich! Denn um circa 04:30 Uhr können Sie in südöstlicher Blickrichtung gleich drei Planeten in unmittelbarer Nähe der Erde beobachten. Dann zeigen sich nämlich Saturn, Mars und Jupiter. Sie strahlen deutlich heller als die Sterne in dieser Himmelsregion und sind damit meist leicht zu erkennen. Der hellste und größte ist Jupiter. Der Mars ist hingegen gut an seiner roten Färbung zu erkennen. Saturn wird unter Hobbyastronomen gerne mal „Herr der Ringe“ genannt, zu erkennen ist sein markantes Ringsystem mit bloßem Auge leider nicht, beeindruckend ist das Schauspiel der drei Planeten aber trotzdem allemal.

Wie wäre es also mal damit, den Abend auf dem Balkon zu verbringen statt auf dem Sofa vor dem Fernseher? Wie Sie Balkonien in ein Urlaubsparadies verwandeln können, lesen Sie hier. Mit diesen Tipps für den Urlaub zu Hause lässt es sich auch im Anschluss wunderbar entspannen, wenn Sie dank eines neugewonnenen Interesses an Astronomie gleich die ganze Nacht zum Tag gemacht haben.

Wo Österreichs Sternenhimmel am schönsten ist

Sie wollen noch mehr sehen? Auch dafür müssen Sie nicht unbedingt allzu weit in die Ferne schweifen. Es gibt in Österreich einige Orte, die für eine Himmelsbeobachtung besonders gut geeignet sind.

Nationalpark Gesäuse

Eine europaweite unvergleichliche Möglichkeit, einen wunderschönen Nachthimmel mit Sternenbildern zu erleben, bietet der Nationalpark Gesäuse, der sich in der Steiermark über die Orte Admont, Johnsbach, Weng, Hieflau, Landl und St. Gallen erstreckt. Johnsbach wurde als der dunkelste Ort Österreichs gemessen, mit der niedrigsten Lichtverschmutzung, sodass Wanderer hier sogar die wunderschöne Milchstraße mit bloßem Auge erkennen können.

Lungau im Salzburger Land

Die Region Lungau gehört zu den am wenigsten lichtverschmutzten Regionen Europas. Dies liegt an der Höhe der Berge und der Tatsache, dass die Orte sehr klein sind, wodurch wenige künstliche Lichtquellen gegeben sind. Wer genau wissen möchte, was er sich da eigentlich ansieht, der kann sogar eine Wanderung auf dem Planetenlehrpfad von Tamsweg entlang der Taurach bis St. Andrä machen.

Lichtschutzgebiet Dürrenstein

Neben Naturschutzgebieten gibt es in den Bergen mittlerweile auch Lichtschutzgebiete, so zum Beispiel das Lichtschutzgebiet Dürrenstein im gleichnamigen Wildnisgebiet. Dort finden Wanderer nicht nur den größten Urwald Mitteleuropas, sondern können in der Nacht auch 700 Sterne mit bloßem Auge erkennen.

Sternenweg Großmugl

Im Weinviertel, nur 30 Minuten von Wien entfernt, befindet sich der Sternenweg Großmugl. Der Nachthimmel wartet dort mit besonders vielen funkelnden Sternen auf. Auch die Milchstraße, Sternschnuppen und die Internationale Raumstation lassen sich auf dem knapp 1,5 Kilometer langen Wanderweg entdecken.

Haben Sie jetzt Lust auf eine Reise zu den Sternen bekommen? Egal, ob Sie zu Hause starten oder den nächsten Wochenendtrip in einen Nationalpark oder ein Lichtschutzgebiet planen – die Möglichkeiten sind fast so unendlich wie das Weltall selbst.

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