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Engel oder Intuition?

Innere Stimme, Intuition oder unsichtbare Beschützer - Schutzengel haben schon eine lange Geschichte und der Glaube an übernatürliche Wesen kann manchmal allein schon Berge versetzen. 

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Der Glaube an Schutzengel als Beschützer der Menschen ist im Christentum an das Evangelium des Matthäus 18,10 angelehnt ("Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit in das Angesicht meines Vaters im Himmel." - Lutherbibel, 1912).

Faszination des Überirdischen

Das heißt: Jeder Mensch hat einen Engel, und die Engel der Kinder stehen Gott besonders nahe. Kaum einer hat solche Worte besser verstanden als der Theologe und Widerstandskämpfer gegen die Nazis, Dietrich Bonhoeffer. Der fühlte sich noch in der Todeszelle kurz vor seiner Ermordung "von guten Mächten wunderbar geborgen".

Ein beliebtes Postkartenmotiv aus der Kaiserzeit zeigt zwei pausbäckige Kinder, die selbstvergessen auf einer Blumenwiese spielen. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass beide am Rande eines Abgrunds stehen. Doch ein leuchtend weißer Schutzengel mit riesigen Flügeln flankiert die Kinder und hält schützend seine Hände über sie.

Besonders in der katholischen Kirche gehört es zum Glaubensgut, dass jeder Mensch schon bei der Empfängnis einen ganz bestimmten Engel von Gott zugeteilt bekommt, der ihn schützen und bewahren soll. Dieses Motiv ist auch in der Volksüberlieferung sehr beliebt - von Hans Christian Andersens Märchen "Der Engel" bis zu diversen Hollywoodfilmen mit Helden und Heldinnen, die als Engel (wieder) auf die Erde kommen, zieht es sich durch unzählige Erzähltraditionen.

Die biblischen Engel sind allerdings nicht nur die (unsichtbaren) Beschützer der Menschen, sondern können auch kritisieren und provozieren. So fordert ein Engel den Propheten Elia auf, sein missionarisches Wirken fortzusetzen, als der sich aus Angst vor den Herrschern versteckt und am liebsten sterben möchte (1. Könige 19). Andere Engel setzen den Menschen Grenzen, wie jene aus der Schöpfungsgeschichte, die Adam und Eva mit einem Flammenschwert den Rückweg ins Paradies versperren (1. Mose 3, 24.) Biblische Engel sind also keine Repräsentanten des schönen Scheins.

Die Verehrung von eigenen Schutzengeln ist hierzulande etwa seit dem 9. Jahrhundert tradiert, und zwar zunächst in Verbindung mit dem Fest des Erzengels Michael. Als eigenes Fest wurde es zunächst nur in Spanien begangen, 1608 aber auf die gesamte katholische Kirche ausgeweitet. Der Erzengel Michael (hebräisch: "Wer ist wie Gott?") ist im Judentum, Christentum und im Islam einer der sieben Erzengel und gilt als Anführer der himmlischen Heerscharen und als Schutzengel Israels, der Kranken, der Händler, der Seeleute und der Soldaten.

Flüsterton

Schutzengel sind aber nicht nur Wesen, die einen Menschen in- und auswendig kennen und in der Lage sind, ihn aus akuten Notsituationen zu erretten. Schutzengel können auch einfach als "innere Stimme" auftreten und sind damit ein Synonym für das Phänomen, das man heutzutage als Intuition bezeichnet.

Vielfältige Engelsgestalten

Die innere Stimme, die einem Menschen sagt, was er tun soll, kann in vielen Situationen auftauchen und ganz unterschiedlich benannt werden - das Kind wird von einem Schutzengel behütet, der Künstler von einer Muse geküsst, der Manager fällt seine Entscheidungen "aus dem Bauch", besonders sensible Menschen hören vielleicht sogar Stimmen. Wie, geschichtlich belegt, die französische Nationalheldin Jeanne d'Arc, die sich Zeit ihres kurzen Lebens von ihren inneren Stimmen leiten ließ - für manche Forscher auch einfach ein Symptom für Schizophrenie. Ein weiteres Beispiel ist der griechische Philosoph Sokrates, der immer fest davon überzeugt war, dass sein Leben einem Lenker unterstand, der außerhalb seiner Kontrolle war. Er nannte ihn "Daimonion", was allerdings mit unserem "Dämon" nicht richtig übersetzt wird. Für Sokrates war der "Daimonion" ein göttliches Wesen, die ihn häufig genug vor Unheil bewahrt hat.

Heute spricht man von "Intuition" - das Phänomen einer inneren Führung, die dem Menschen sagt, was er zu tun hat und ihm in bestimmten Situationen sogar die Entscheidung für eine bestimmte Handlungsweise abnimmt, gibt es in allen Kulturen. Für den römischen Philosophen Seneca wohnte "der unendliche Geist" in unserer Seele, die altindischen Philosophen benannten das gleiche Phänomen "Brahma". Der chinesische Weise Laotse sprach vom "Gott im Menschen", die Propheten des Alten Testaments standen ebenso unter seiner Führung wie Mohammed, der durch verschiedene Engel und Stimmen inspiriert wurde.

Auch die Psychologie hat sich natürlich mit diesem Phänomen beschäftigt - und zumindest plausible Beschreibungen gefunden, wenn die Erklärungen auch noch nicht abgeschlossen sind. William James, einer der Begründer der amerikanischen Philosophie, zweifelt nicht daran, dass jeder Mensch unter der Leitung einer äußeren Macht steht und als ihr Sprachrohr dient. Im Streit darum, ob es sich nun um eine "innere Führung" oder um eine "Führung von außen" bzw. "von oben" handelt, bezieht der Schweizer Psychologe und Mythenforscher C.G. Jung genau die gegenteilige Position und beschreibt den Archetypus des "Selbst" folgendermaßen: "Es gibt in diesen Fällen eine unbewusste Autorität, welche dem Zweifel durch Schaffung eines fait accompli ein Ende setzt."

Wenn die innere Stimme flüstert, sollte man ein wenig genauer hinhören. Egal, ob als Bauchgefühl oder unsichtbarer Begleiter - der Gedanke an einen Schutzengel gibt einfach mehr Sicherheit. 

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