Donauradweg: Urlaub auf zwei Rädern Teil 2

Warum Radreisen wunderbar sind und was man vor seinem ersten Trip mit dem Drahtesel beachten sollte, haben wir in Teil 1 dieser Artikelserie besprochen. Diesmal geht es um einen der schönsten Langstrecken-Radwege in Europa: den Donauradweg.

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So manchen Sommerurlaub habe ich als Kind damit verbracht, mit meiner Mama die Donau entlangzuradeln. Doch nicht nur aus Nostalgie finde ich den Donauradweg ganz besonders schön – er ist tatsächlich ein Juwel des europäischen Radtourismus.

Quer durch Europa an der schönen blauen Donau

Der Donauradweg, der an beiden Seiten der Donau verläuft, lädt dazu ein, die Vielfalt Europas zu entdecken. Das Radfahren bringt einen näher an Land und Leute, lässt einen sowohl Natur und Kultur nicht nur entdecken, sondern auch erleben und wortwörtlich erfahren – und all das klimafreundlich und aktiv. So tun wir nicht nur uns selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

Alles, was das Radlerherz begehrt: Infrastruktur am Donauradweg

Den Donauradweg gibt es schon seit 37 Jahren. Das ist reichlich Zeit, um eine an Radfahrer angepasste Infrastruktur zu entwickeln – und genau das ist entlang des Flusses auch passiert.

In Deutschland und Österreich ist der Radweg großteils asphaltiert oder verläuft entlang befestigter Forstwege und ist auch ausgezeichnet beschildert. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten direkt am Radweg versorgen die Aktivurlauber mit der notwendigen Energie. In liebevoll geführten „bett+bike“-Betrieben findet man Rast und alles, was man sonst für einen erholsamen Zwischenstopp braucht: einen sicheren Abstellplatz für den Drahtesel, zum Beispiel, das wichtigste Werkzeug für kleine Reparaturen, Radwegkarten, sonstiges Informationsmaterial und vieles mehr. 

Und falls die Beine müde werden oder das Wetter nicht mitspielt, gibt es unterwegs auch zahlreiche Möglichkeiten, Etappen mit dem Schiff oder Zug zurückzulegen. Der Donauradweg macht einem das Radreisen wirklich so einfach wie möglich und ist deshalb auch für Neueinsteiger in die Welt der Fernradwege und für Familien mit Kindern bestens geeignet.

Viel zu sehen, viel zu tun

Auch an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten mangelt es entlang des Donauradwegs nicht: Im Naturpark Obere Donau klettern oder Kanu fahren, sich am Aroma der Wachauer Marille erfreuen, den Ausblick über Wien am Riesenrad genießen, die zahlreichen Schlösser und Burgen entlang des Weges entdecken. Langweilig wird einem am Donauradweg bestimmt nicht und auch für Regenprogramm ist gesorgt. 

An heißen Tagen findet man entlang des Flusses auch immer wieder ruhige Stellen, an denen man sich im Wasser der Donau erfrischen kann. Angenehmer radelt es sich aber im Herbst – und da kann man auch die farbenfrohe Landschaft in all ihrer Pracht genießen! Auch ruhiger ist der beliebte Radweg im Spätsommer und Herbst, was neben einer gemütlicheren Atmosphäre auch die Unterkunftssuche erleichtert.

Der Vorderreifen einer Radreise: Planung

Ist der Zeitpunkt gewählt, geht es an die etwas detailliertere Reiseplanung. Auch das macht einem der Donauradweg relativ leicht, denn es gibt eine Vielzahl von Informationsmaterial, in dem man auch Vorschläge zur Gestaltung der einzelnen Etappen findet. Wie weit man pro Tag radeln möchte, lässt sich individuell nach Fitnesslevel und Dauer der Reise festlegen. Weder nach unten noch nach oben sind in der Kilometeranzahl Grenzen gesetzt. 

Am besten orientiert man sich bei der Planung an den eigenen Interessen und den Distanzen zwischen den einzelnen Orten: Was möchte ich mir unterwegs unbedingt ansehen? Wo kann und will ich wie viel Zeit verbringen? Welche Stopps sind optional? Welche Distanz traue ich mir pro Tag zu, ohne mich zu überanstrengen?

Auf Basis dessen kann man sich dann einen groben Plan zusammenstellen und eventuell auch schon die eine oder andere Unterkunft buchen. 

Kleiner Tipp am Rande: Auch etwaige Reisepartner sollten dementsprechend mit Bedacht ausgewählt werden. Reist man gemeinsam, gehören auch das Abklären und Besprechen von Erwartungen, „Must-sees“ und „No-Gos“ zur Reisevorbereitung. So beugt man unnötigen Konflikten und Enttäuschungen unterwegs vor.

Der Hinterreifen einer Radreise: Spontaneität

Ein Rad mit nur einem Reifen fährt nicht gut. Es kommt auf die Balance an. Daher ist beim Radreisen neben der Planung auch Spontaneität gefragt. Ob wetterbedingt, aus Müdigkeit oder einfach, weil es einem irgendwo besonders gut gefällt und man doch noch länger bleiben möchte – der Plan muss jeden Tag aufs Neue auf die aktuellen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse abgestimmt werden. Auch das sollte einem vor der Abfahrt bewusst sein: Der Plan – so ausgeklügelt er auch sein mag – ist nicht in Stein gemeißelt.

Ich persönlich würde daher nur ein paar wenige Fixpunkte festlegen und dazwischen, dem österreichischen Grundtenor folgend, „einfach mal schauen“. Aufgrund seiner gut ausgebauten Infrastruktur fällt am Donauradweg auch das Improvisieren leicht. Meiner Erfahrung nach kommt man immer irgendwo unter, findet etwas zu essen oder ein alternatives Transportmittel. 

Wenn ich mir das so durchlese, bekomme ich direkt wieder Lust, die nächste Etappe am Donauradweg zu radeln. Vielleicht nehme ich ja diesmal meine Mama mit – und nicht sie mich.

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