Weniger ist mehr in der Capsule Wardrobe

Immer gut angezogen mit weniger Kleidungsstücken im Kleiderschrank? Ja! Wir verraten, warum das Konzept einer Capsule Wardrobe nicht nur für Minimalismusfans interessant ist.

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Ich liebe Mode. Trotzdem kenne ich das Gefühl, nicht das Richtige zum Anziehen zu haben. Frust, teure Fehlkäufe und Stress bei der Outfitwahl, wenn es morgens mal schnell gehen muss, sind mir auch zur Genüge bekannt. Geht es Ihnen auch so? Mit dem Konzept der Capsule Wardrobe habe ich eine Lösung für all meine Fashion-Probleme gefunden. Das minimalistische Prinzip besagt, dass man pro Jahreszeit nicht mehr als 40 Kleidungsstücke im Schrank haben sollte. Schuhe sind darin eingeschlossen, Unterwäsche und Sportbekleidung werden nicht mitgezählt. Was zunächst nach einer ziemlichen Einschränkung klingt, ist in Wirklichkeit eine große Erleichterung – für die Nerven, das Portemonnaie und die Umwelt. Man muss Minimalismus nicht lieben, um mit einer Capsule Wardrobe glücklich zu werden. Wir verraten, wie der Weg zur reduzierten Garderobe, die keine Wünsche offenlässt, in nur vier Schritten gelingt.

Schritt eins: Ausmisten

Ein altes Sprichwort besagt: Aller Anfang ist schwer. In meinen Fall gilt das besonders fürs Ausmisten. Die Hose passt zwar nicht mehr, aber vielleicht passe ich ja irgendwann wieder rein. Das Kleid habe ich zwar im letzten Jahr erst einmal getragen, aber der richtige Anlass kommt bestimmt irgendwann wieder. In der Bluse fühle ich mich zwar nicht richtig wohl, aber sie war so teuer und die Farben sind so schön, dass ich sie lieber nicht weggeben möchte. Wenn Sie sich für eine Capsule Wardrobe interessieren, aber ähnlich gestrickt sind wie ich, dann hilft nur: Augen zu und durch! Den Kleiderschrank gründlich auszumisten, ist nämlich der erste Schritt auf dem Weg zu einer minimalistischen, praktischen Garderobe. Hat man den inneren Fashion-Schweinehund einmal überwunden, wartet auch schon die Belohnung in Form eines herrlich befreiten Gefühls. Bonus: Mit mehr Platz wird es auch deutlich einfacher, Ordnung im Schrank zu halten.

Das darf bleiben

Behalten sollten Sie alle Kleidungsstücke, in denen Sie sich absolut wohlfühlen und die Sie auch häufig tragen. Basics wie schlichte Shirts und Blusen, gutsitzende Jeans und bequeme Hosen, Röcke oder Kleider in neutralen Farben dürfen in einer Capsule Wardrobe nicht fehlen. Wenn Sie die schon besitzen, ist das schon eine gute Voraussetzung für die nächsten Schritte.

Das muss raus

Aussortieren sollten Sie alles, was Sie im letzten Jahr nicht getragen haben – egal, wie alt oder neu die Stücke sind. Unbequeme Kleidungsstücke und Outfits, in denen Sie sich nicht wohlfühlen, fliegen raus. Auf Muster und Farben, die sich nur schwer kombinieren lassen und totale Einzelgänger in Ihrem Fundus sind, sollten Sie auch lieber verzichten.

Schritt zwei: Aufstocken

Abhängig davon, wie sehr sich Ihr Schrank nach dem Ausmisten geleert hat, ist es jetzt an der Zeit, ihn wieder zu füllen – aber mit den richtigen Dingen! Dazu gehören auf jeden Fall die bereits erwähnten Basics. Je drei bis vier T-Shirts und Tops in Schwarz, Weiß und Grau sind unverzichtbare Kombinationstalente. Wer mag, darf auch zu Streifen greifen. Mit zwei oder drei neutralen Strickjacken werden sie herbst- und wintertauglich. Schlichte Hemdblusen sind ideale Begleiter fürs Büro und die Freizeit und passen zum leichten Rock genauso wie zur Jeans. Ein schwarzes Kleid, das sowohl lässig als auch elegant gestylt werden kann, gilt zu Recht als ultimativer Modeklassiker. Da Sie die Basics oft und lange tragen werden, lohnt es sich, für gute Qualität und nachhaltige Materialien auch mal ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen. 

Klingt Ihnen zu langweilig? Keine Sorge, auch für den einen oder anderen bunten oder gemusterten Eyecatcher ist natürlich Platz in der Capsule Wardrobe. Wichtig ist jedoch, dass sich auch die auffälligeren Stücke gut mit dem Rest Ihrer Garderobe kombinieren lassen und möglichst zeitlos sind. Damit sich die neuen Hingucker nicht als Fehlkäufe entpuppen, kann es außerdem hilfreich sein, vorab Ihren Farbtyp zu bestimmen. Wie das am besten gelingt, lesen Sie hier. Eine tolle Anlaufstelle für Einzelstücke zum Aufpeppen Ihrer Outfits sind Secondhandshops. Mit dem Kauf gebrauchter Kleidung schonen Sie nicht nur das Bankkonto, sondern auch die Umwelt. Tipps für die gelungene Jagd auf alte neue Lieblingsstücke haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Schritt drei: Accessoires

Auch beim Schuhkauf gilt: Weniger ist mehr. Müssen es wirklich vier Paar Stiefel und sechs verschiedene High Heels sein? Das Aussortieren und Hinzufügen von Basics funktioniert im Schuhregal nach denselben Regeln wie im Kleiderschrank. Mit schwarzen Sandalen, weißen Sneaker, Pumps in Nude oder Schwarz und warmen Winterstiefeln, die zu Kleidern, Röcken und Hosen passen, sind Sie im Grunde für die allermeisten Anlässe gerüstet. 

Perfekt, um selbst einfachen Looks den letzten Schliff zu verleihen, sind ausgewählte Accessoires. Statement-Ketten oder große Ohrringe – einzelne Schmuckstücke dürfen ruhig herausstechen. Farbige oder gemusterte Schals oder Tücher machen monochrome Kombinationen aufregender. Taschen und Gürtel sollten hingegen möglichst zeitlos und in neutralen Tönen wie Schwarz oder Braun gewählt werden.

Schritt vier: Outfits zusammenstellen

Spätestens, wenn die Capsule Wardrobe vollständig ist, geht’s ans Stylen. Am meisten Spaß macht das, wenn man sich einen ganzen Tag dafür Zeit nimmt und vielleicht auch noch eine gute Freundin oder einen Freund einlädt, um sich ein bisschen beraten zu lassen. Überlegen Sie, welche Kleidungsstücke sich besonders gut miteinander kombinieren lassen, stellen Sie Outfits zusammen und legen Sie auch gleich die passenden Accessoires dazu. Wenn Sie sich bei einer Zusammenstellung nicht sicher sind, hilft nur anprobieren. Das ist auch gleichzeitig der ultimative Test für die Alltagstauglichkeit Ihrer Capsule Wardrobe. Tipp: Machen Sie Fotos von Ihren liebsten Kombinationen und kleben Sie diese innen an die Tür des Kleiderschranks. Stressige Morgenroutine oder langes Überlegen, was man denn nun anziehen soll, sind so garantiert passé.

Einmal Capsule Wardrobe, immer Capsule Wardrobe

Wer die Bilder auf dem Smartphone gespeichert hat, profitiert auch beim nächsten Einkaufsbummel. Schließlich soll der Shoppingtrip den minimalistischen Kleiderschrank nicht gleich wieder sprengen. Mit den Fotos behalten Sie den Überblick, was wirklich zur bereits bestehenden Garderobe passt und was sie noch brauchen. So werden Frust beim Anziehen und Fehlkäufe Geschichte.

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