Sauer macht schön! Alleskönner Apfelessig

Apfelessig ist ein Allrounder für Schönheit und Wohlbefinden. Wir stellen die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten vor – von der Küche bis ins Badezimmer.

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Das Sprichwort „Sauer macht lustig!“ kennen Sie bestimmt, oder? Aber wussten Sie, dass sauer auch schön machen kann? Apfelessig ist ein wahres Wundermittel, wenn es um Beauty geht, und wirkt von innen und von außen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Fruchtsäure im Apfelessig wirkt straffend und sorgt dafür, dass sich die Poren zusammenziehen, der enthaltene Schwefel ist desinfizierend und entzündungshemmend. Ein weiteres Plus in der sauren Flüssigkeit ist das stoffwechselanregende Pektin. Apfelessig kann außerdem den pH-Wert der Haut regulieren und hilft bei der Verdauung von Fetten und Kohlenhydraten.

Vom Salatdressing zum Gesichtswasser

Angesichts dieser vielen Wirkungsweisen ist Apfelessig eigentlich viel zu schade, um nur hin und wieder im Salatdressing zu landen, oder? Bei mir versauert die Essigflasche jetzt jedenfalls nicht mehr im Vorratsschrank. Stattdessen steht jetzt auch im Badezimmer ein zweites Fläschchen. Wie Sie den Obstessig von Kopf bis Fuß in Ihre Beauty-Routine integrieren können, verraten wir Ihnen heute. Wichtig bei all unseren Tipps: Verwenden Sie naturtrüben, reinen Apfelessig, am besten in Bio-Qualität.

Wir alle wünschen uns glänzende Auftritte, aber bitte mit möglichst wenig Glanz im Gesicht (vom gut platzierten Highlighter einmal abgesehen)! Gegen eine übermäßige Talgproduktion und zu fettige Haut hilft Apfelessig – und das besser als so manches teure Produkt aus der Drogerie. Mischen Sie einfach zwei bis drei Esslöffel davon mit einem Liter Wasser. Das Ganze in eine hübsche Glasflasche gefüllt und fertig ist der DIY-Toner, den Sie wie gewohnt nach der Gesichtsreinigung mit einem Kosmetikpad oder einem Waschlappen auf die Haut auftragen. Der Essig verhindert eine Talgüberproduktion und sorgt dafür, dass sich vergrößerte Poren zusammenziehen. Zusammen mit der antibakteriellen Wirkung haben so auch Hautunreinheiten, Pickel und Mitesser kaum noch eine Chance. Aber nicht nur fettige und zu Unreinheiten neigende Haut profitiert davon. Apfelessig kurbelt nämlich auch die Durchblutung an und verleiht somit jedem Teint einen frischen Glow.

Über ein etwas intensiveres Peeling mit Obstessig freut sich nicht die Haut, sondern auch die Umwelt. Denn anders als mechanische Peelings, die Mikroplastik enthalten können, entfernt der Essig trockene abgestorbene Hautschüppchen sanft und natürlich. Legen Sie dafür zunächst ein feuchtes angewärmtes Handtuch für einige Minuten auf das Gesicht, um die Haut optimal vorzubereiten und die Poren zu öffnen. Tränken Sie nun ein sauberes Geschirrtuch mit dem Apfelessig-Gesichtswasser und lassen Sie das Tuch für fünf Minuten auf dem Gesicht liegen. Nach der Einwirkzeit waschen Sie die Reste einfach mit lauwarmem Wasser ab.

Saurer Stoff für Haut und Haar

Von den regulierenden Eigenschaften des Apfelessigs profitiert aber nicht nur der Teint, sondern auch die Haut am gesamten Körper. Während Seife, Schaumbäder und Shampoos den Schutzmantel unserer Haut angreifen können, bringt Essig alles wieder ins Gleichgewicht. Wer dem pH-Wert der Haut etwas Gutes tun möchte, kann Essig auch als Zusatz fürs Badewasser nutzen. 250 Milliliter reichen für ein Vollbad mit warmem Wasser. Ich persönlich finde den Essiggeruch allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mit ätherischen Ölen wird das Essigbad aber zum Wellness-Erlebnis für alle Sinne. Sie haben keine Badewanne? Kein Grund, sauer zu sein! Auch das selbst gemachte Gesichtswasser lässt sich für einen hautberuhigenden Effekt einfach nach der Dusche am ganzen Körper auftragen. Besonders empfindliche oder verletzte Hautstellen sollten Sie dabei aber natürlich aussparen.

Auch für schuppige oder schnell fettende Kopfhaut ist eine Spülung mit Essig – die sogenannte saure Rinse – eine wahre Wohltat, die den Haaren noch dazu unwiderstehlichen Glanz verleiht. Dafür müssen Sie lediglich nach der Haarwäsche einen Teil Essig mit zwei Teilen Wasser mischen und vorsichtig über Kopfhaut und Haar gießen. Noch mal ausspülen ist nicht nötig. Koloriertem Haar kann der Essig allerdings auf Dauer Farbe entziehen. Hausgemachte Haarspülungen, die die Leuchtkraft intensivieren, finden Sie hier.

Pflege bis zu den Zehenspitzen

Die Wirkung von Apfelessig reicht aber noch weiter, nämlich bis zu den Zehenspitzen. Denn auch als Zutat für regelmäßige Fußbäder darf er bei mir schon lange nicht mehr fehlen. Ungefähr einmal die Woche stelle ich meine Füße in eine Schüssel mit mindestens zwei Litern warmem Wasser und einer Tasse Apfelessig. Schon nach circa fünf Minuten lässt sich unerwünschte Hornhaut spielend leicht mit einem Bimsstein entfernen. Im Winter mit dicken Wollsocken und im Sommer mit Sandalen ein zusätzliches Plus: Regelmäßige Fußbäder mit Apfelessig wirken auch einer übermäßigen Schweißproduktion entgegen.

Schluck für Schluck schön

Auch im Inneren unseres Körpers wirkt sich Apfelessig rundum positiv aus. Er regt die Speichelbildung an, fördert die Aktivität von Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse und bringt somit die Verdauung in Schwung. Er kann helfen, den Blutzuckerspiegel in Balance zu halten, und hilft dadurch, Heißhungerattacken zu vermeiden. Und bei der Fettverbrennung unterstützt er den Körper ganz nebenbei auch noch.

Einziges Problem: Mal abgesehen vom Salatdressing hat mir lange die Fantasie gefehlt, wie ich ihn in meinen Speiseplan integrieren soll. Zum Glück habe ich eine einfache Lösung gefunden, die nicht nur guttut, sondern auch Schluck für Schluck erfrischt:

Selbstgemachte Apfelessig-Limonade

Zutaten:

  • 2 Teebeutel grüner Tee
  • 3 EL Apfelessig
  • Saft einer Zitrone
  • Ein kleines Stk. frischen Ingwer
  • 2 EL Honig, Agavendicksaft oder Stevia
  • 750 ml prickelndes Mineralwasser

Zubereitung:

Lassen Sie die Teebeutel in 300 Milliliter heißem Wasser ziehen und abkühlen, mixen Sie den Tee anschließend mit dem Süßungsmittel, dem Essig, dem Ingwer und dem Zitronensaft mit einem Pürierstab oder einem Standmixer. Anschließend gießen Sie die Mischung mit dem Mineralwasser auf und schon ist die bekömmliche Limonade fertig. Der Durstlöscher schmeckt so gut, dass ich ihn auch ohne seine wohltuende Wirkung gerne trinken würde.

Sie sind jetzt auf den sauren Geschmack gekommen und möchten wissen, was Apfelessig noch alles kann und wie Sie ihn sogar selbst herstellen können? Weitere Tipps, Tricks und Rezepte finden Sie in unserem Buchtipp:

  • Torben Belitzsch: Apfelessig: Das natürliche Wundermittel für Gesundheit & Schönheit in der täglichen Praxis, 2018.

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