Was Igel mögen

Warum ein Igel im Garten eine Bereicherung ist und wie Sie Ihre Grünfläche anziehend für die stacheligen Besucher gestalten, lesen Sie in diesem Artikel.

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Der Igel ist wohl einer der harmlosesten Wildtiere, die in unseren Breitengraden zu finden sind. Mit seinen Kulleraugen, der spitzen Schnauze und seinem watscheligen Gang wirkt er sogar ein bisschen unbeholfen. Tatsächlich hat es der Igel gar nicht so leicht – vor allem im Winter, in dem er auf einen passenden Unterschlupf für seinen Winterschlaf angewiesen ist. Ideale Bedingungen für ein solches Igel-Winterquartier können Sie relativ einfach in Ihrem Garten schaffen. Dadurch tragen Sie nicht nur zur Erhaltung der Artenvielfalt bei, sondern bereichern auch Ihre Grünfläche.

Das Leben als Igel

Igel sind nacht- und dämmerungsaktive Säugetiere. Tagsüber ziehen sie sich zurück – vor allem, um sich vor seinen natürlichen Feinden wie Raubvögeln, Füchsen und Dachsen zu schützen. Sobald es dunkel wird, gehen die Stacheltiere auf Nahrungssuche. Der Igel ist ein Fleischfresser: Er ernährt sich hauptsächlich von Käfern, Larven und Würmern. Doch auch Schnecken, Spinnen und sonstige Insekten schmecken ihm. Vor allem im Sommer ist die Nahrungssuche (neben der Fortpflanzung) eine seiner Hauptaufgaben, da sich der Igel im Herbst oder Winter in einen fünf bis sechs Monate langen Winterschlaf begibt. Dafür muss er sich eine ordentliche Fettschicht anfressen und auch ein passendes Quartier finden. Auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf besucht er gerne auch unsere Gärten – und wenn wir Glück haben, lässt er sich dort sogar nieder.

Der Igel – ein nützlicher Gast im Garten

Igel sind nicht nur lieb anzusehen, sondern auch überaus nützlich. Aufgrund ihrer Ernährungsweise dienen sie als natürliche Schädlingsbekämpfer und fressen alle möglichen Insekten und Schnecken, die Gartenbesitzern Kopfzerbrechen bereiten. Der Igel ist also ein liebenswerter Nützling, der in naturnahen Gärten für Ordnung und ein natürliches Gleichgewicht sorgt. In welcher Umgebung sich die Stacheltiere besonders wohlfühlen, erklären wir im Folgenden.

Was Igel mögen

Im Grunde sind Igel relativ einfach zufriedenzustellen: Dort, wo Sie Unterschlupf und Nahrung finden, fühlen sie sich wohl. Als Quartier suchen sie sich dunkle und ruhige Plätze, wie zum Beispiel Hohlräume in Holzstößen oder unter Gartenhäuschen, Laub- oder Komposthaufen. 

Wichtig ist vor allem auch, dass zahlreiche einheimische Pflanzen im Garten zu finden sind. Hohe Gräser, Brennnessel und Co. ziehen die Insekten und sonstigen Kleintiere an, von denen sich Igel ernähren. Stichwort Nahrung: Igel legen auf ihren nächtlichen Streifzügen oft mehrere Kilometer zurück und achten dabei logischerweise nicht auf Grundstücksgrenzen. Deshalb sollten etwaige Gartenzäune durchlässig für Igel sein (d.h. mindestens zehn Zentimeter vom Boden entfernt oder mit Durchgangsstellen).

No-Gos für Herr und Frau Igel

Was Igel gar nicht mögen, sind diverse künstliche Dünger. Auch Autos sind eine enorme Gefahrenquelle, wenn die kleinen Stacheltiere nachts die Straße überqueren. Generell halten sie lieber Abstand zu Menschen und möchten auch nicht berührt werden. Daher sollte man Igel am besten einfach in Ruhe lassen – es sei denn, sie sind verletzt, unterernährt oder im Winter unterwegs. Dann brauchen sie zusätzliche Unterstützung (z. B. in Form von Futter oder eines vorbereiteten Unterschlupfs).

Tipps für die igelfreundliche Gartengestaltung

Damit ein Igel bei Ihnen im Garten einziehen kann, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Garten naturnah mit einheimischen Pflanzen gestalten
  • Auf künstliche Dünger verzichten 
  • Unterschlupf bieten (z. B. Laubhaufen mit Plane abdecken und beschweren, Hohlräume in Holzstößen oder unter Komposthaufen lassen …)
  • Für durchlässige Gartenzäune sorgen (mind. zehn Zentimeter Abstand zum Boden)
  • Im Sommer flache Wasserschalen aufstellen 
  • Komposthaufen im Sommer umschichten, um den Winterschlaf nicht zu stören

Igelfreundliche Gärten bieten übrigens auch einer Vielzahl von anderen heimischen Tieren ein angenehmes Zuhause. Das trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt bei und schafft natürliche, nachhaltige Ökosysteme.

Das Thema Nachhaltigkeit liegt uns bei der Generali ganz besonders am Herzen. Deshalb unterstützen wir auch Projekte in den Bereichen Natur- und Artenschutz, soziales Engagement und nachhaltiges Wirtschaften. So tragen wir dazu bei, dass es nicht nur Igeln, sondern allen Tieren, Pflanzen und Menschen langfristig gut geht.

UNSER BUCHTIPP: 

  • Sigrid Tinz: Haufenweise Lebensräume: Ein Lob der Unordnung im Garten - Naturschutzprojekte, Artenvielfalt, Gestaltung. 2020

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