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Wenn Alkohol krank macht

Eine Alkoholkrankheit beginnt nicht gleich mit dem ersten Schluck, endet aber oft mit einem langen Leidensweg für Betroffene. 

Version vom

Die Typen des Arztes Jellinek, mit Ausnahme des Epsilon-Typs, des "Quartalsäufers", stellen gleichzeitig auch den Verlauf der Alkoholkrankheit dar. Die Alkoholkrankheit verläuft in mehreren charakteristischen Phasen. Als Orientierungshilfe für die Praxis versucht Jellinek einen Einteilungsversuch:

Voralkoholische Phase:

In der voralkoholischen Phase greift der Betroffene gehäuft aus dem Grund zum Glas, um sich Erleichterung zu verschaffen. Mit der Zeit erhöht sich auch die Alkoholtoleranz, "man verträgt mehr".

Anfangsphase:

Der Betroffene beginnt, heimlich zu trinken, weil er soziale Sanktionen befürchtet. Er möchte nicht als übermäßiger Trinker erkannt werden. Die Gedanken kreisen dauernd um den Alkohol, der Betroffene muss ständig daran denken, und er legt Alkoholvorräte an, die manchmal auch versteckt werden, um immer etwas dazuhaben. Die ersten Gläser werden meist gierig getrunken und sind mit heftigen Schuldgefühlen verbunden. Der Betroffenen vermeidet auch, über das Thema Alkohol zu reden, Alkohol wird gar zum Reizthema, weil er zunehmend in Schwierigkeiten gerät, sein Trinkverhalten zu rechtfertigen. Die Räusche sind heftig und Erinnerungslücken treten auf.

Kritische Phase:

Der Betroffene verliert die Kontrolle und kann nicht mehr aufhören zu trinken. Einflussnahmen von Außenstehenden ignoriert er und weicht aus. Er gibt sich mitunter auch überangepasst nach außen, macht sich aber selbst Vorwürfe, hat Schuldgefühle und unterliegt heftigen Stimmungsschwankungen.
Versuche abstinent zu bleiben scheitern oft, was zu neuerlichen Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen führt, die dann wieder in Alkohol ertränkt werden. Die Interessen des Betroffenen engen sich auf Alkohol und das Trinken ein, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und in zwischenmenschlichen Beziehungen sind die Folge. Oft verlieren die Betroffenen ihren Job und damit ist ein sozialer Abstieg verbunden.
Erste körperliche Symptome treten auf, sexuelle Funktionsstörungen können damit verbunden sein, die unter Umständen auch fast wahnhafte Eifersuchtsvorstellungen hervorrufen. Der Betroffene sucht sich Ausreden und Gründe für sein Trinken, ist aggressiv und zerknirscht, bemitleidet sich selbst. Dies hat natürlich Auswirkungen auf das Familienleben und die sozialen Kontakte.
Oft vernachlässigen die Betroffenen auch ihr Äußeres und ihre Ernährung, essen fast nichts mehr und pflegen sich nicht mehr. Das einzige Interesse gilt dem Alkohol, für etwas anderes gibt es keinen Platz.

Chronische Phase:

Die chronische Phase ist vor allem durch eine erhöhte Alkoholtoleranz gekennzeichnet. Der Betroffene zeigt keinerlei Rauschsymptome mehr (Delta-Typ) und verträgt große Mengen an Alkohol. Andererseits treten oft tagelange Räusche auf, an die sich der Betroffene nachher nicht mehr erinnern kann.
Der Betroffene trinkt mit Personen, zu denen die einzige Verbindung der Alkohol und das gemeinsame Trinken ist, und nimmt eventuell sogar technische Alkoholika (z.B. Brennspiritus, Haarwasser, Rasierwasser, Rheumamittel) oder medizinische Alkoholika (z.B. codeinhaltigen Hustensaft) zu sich.

Die Diagnose chronischer Alkoholismus wird in der Praxis dann gestellt, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Dosissteigerung
  • Kontrollverlust
  • Psychisches und/oder körperliches Abstinenzsyndrom (Entzugserscheinungen)
  • Alkoholfolgekrankheiten
  • Gedächtnislücken ("Blackouts")
  • Toleranzbruch: Ab einem gewissen Stadium der Alkoholkrankheit kommt es zu einer Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, sodass bereits kleine Mengen an Alkohol genügen, um eine Berauschung auszulösen.

 

Nicht jeder Alkoholkranke muss unbedingt alle diese Stadien durchlaufen. Mancher überspringt Teile dieser Suchtkurve. Die meisten der Alkoholkonsumenten bleiben auf einer Vorstufe stehen und werden nicht alkoholkrank.

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