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Seelenheiler Urlaub

Können wir uns im Urlaub neu programmieren? Unsere Kreativität neu entdecken? Und dabei lernen, wie wir auch am alten Tapetenmuster im Vorzimmer wieder Gefallen finden? Wir sagen JA.

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Die Chefin stresst, das Kind schreit, die Deadline rückt näher – Zeit für Urlaub! Noch nie war Urlaub mit so viel symbolischer Bedeutung behaftet wie heute: Batterien aufladen, neue Leidenschaften entdecken, Erleuchtung finden und am Ende bitte neu durchstarten können.

Wegfahren und ankommen

Nachdem alle Urlaubsübergaben erledigt und alle Kosmetika in flugzeugtauglichen Kleinstformaten gekauft sind, kann’s endlich losgehen. Bereits im Flieger verwandelt sich der schale Zweigelt aus dem Pappbecher im Mund zu einem süffigen Chianti, die trockene Semmel wird zu einer olivenölschwangeren Focaccia und das Kindergeschrei zum sanften Zirpen der Zikaden im Sonnenuntergang. Unser Hirn beginnt, von alten auf neue Muster umzustellen, wir lassen unsere Gewohnheiten hinter uns und geben uns komplett dem Neuen und Unbekannten hin. Im Optimalfall.

Urlaub als Reset-Button

Urlaub bedeutet nicht nur vier Bücher am Stück lesen und mal kein abendliches ZIB-Gedudel aus dem Fernseher zu hören. Urlaub bedeutet vor allem ein Ausbrechen aus eingefahrenen Routinen, das uns unter normalen Umständen nicht so einfach gelingt. Routinen sind Shortcuts in unserem Gehirn. Sie lassen uns, ohne darüber nachdenken zu müssen, unsere Zähne putzen und den richtigen Bus besteigen. Routinen sind also hilfreich – dienen jedoch auch als Scheuklappen, um uns gegen zu viele Reizen abzuschirmen. Und diese Scheuklappen möchten wir im Urlaub gerne abstreifen.

Kabeln neu verlegen

In einer neuen Umgebung bauen wir leichter neue Denkmuster und Gewohnheiten auf. Warum? Weil wir uns an keinen alten festhalten können. Der Bäcker ums Eck ist schließlich nicht mit nach Kalabrien auf Urlaub gefahren und auch das Zeitungsabo verreist nicht mit in die Finca. Wir können uns also neu programmieren; mit allem, was uns sinnvoll erscheint. So konnte ich mich während meines letzten Italien-Trips endlich zum täglichen Planken vor dem Frühstück durchringen. Ich brauchte nämlich Bauchmuskeln zum Laufen. Aber das ist eine andere Geschichte. Und diese Angewohnheit habe ich mir einfach mit nach Hause genommen – im Urlaub gelernt, im Alltag perfektioniert.

Auf Durchzug

Wir können im Urlaub aber nicht nur lernen, endlich unsere Bauchmuskelübungen zu machen, sondern auch, wie wir wieder kreativ werden. Und das geht ganz einfach: durchs Nichts-Tun. Nada. Niente. Einfach faul sein. Hier die Anleitung:
Man nehme

  • ein Buch / Hörbuch/ die Lieblingsmusik,
  • ein Handtuch sowie
  • Stift und Papier.

Man

  • gehe zum Strand / See/ Pool / Spa-Bereich,
  • breite sein Handtuch aus und positioniere sich möglichst bequem,
  • nehme Buch oder Musik zur Hand,
  • schweife immer wieder ab, vergesse auf Musik oder Buch und starre verträumt in die Luft
  • und notiere alle Ideen und Einfälle, die sich bemerkbar machen.

Das kreative Dolcefarniente

Was soll diese Anleitung zum Nichtstun? Sie ist der sicherste Weg zur Ideengenerierung. Tagträumen, das berühmte „Ins-Narrenkastl-Schauen“ ist das Default-Programm unseres Gehirns im Ruhemodus, um sich wieder aufzuladen. Im Dauerstress unserer Arbeit sind wir so fokussiert, dass wir unser Hirn beanspruchen wie ein Hürdenläufer seinen Quadrizeps. Angekommen im Narrenkastl, befördert unser Großhirn den sogenannten Precuneus mit einem Tusch auf die Bühne. Dieser ist zuständig für das visuelle Vorstellungsvermögen und nimmt uns mit auf die abenteuerlichsten Reisen ins Land der Ideen. Im Urlaub hatte ich den Einfall zu gefühlt fünfzig grandiosen Rezepten, zehn neuen Storys und – weniger prickelnd für mein Bankkonto – meiner gesamten Inneneinrichtung für die neue Wohnung. Alles beim Nichtstun im eigenen Oberstübchen gefunden.

Heilende Distanz

Mein Neffe ist drei Jahre alt. Wenn er fürs Abendessen Gurken klein schnippeln und auf einem Brett schön anordnen soll, geht ihm irgendwann die Puste aus. Alles, was er sieht, sind kleine grüne Stifte, die ihm aus den nassen Patschehändchen fallen. Der Hintergrund: Er sieht das große Ganze nicht mehr. Sobald man ihm zeigt, wie toll die Tafel aussieht, wenn alles angerichtet ist und seine Gurkenstücke stolz im Mittelpunkt stehen, ist alles wieder gut.
Unser Alltag ist ein ewiges Gurken-Schnippeln. Wir treten in derselben Mühle, erledigen Mikroaufgaben und wissen oft gar nicht mehr, wozu das alles gut sein soll. Was wir brauchen, ist Distanz. Denn Distanz (örtliche, zeitliche, geistige) schafft Veränderungen. Erst mit der nötigen Distanz schaffen wir es, dem Puzzle, das unser Leben ausmacht, die fehlenden Stücke zuzuordnen oder auch solche Stücke rauszukicken, die keinen Platz mehr haben sollten. So habe ich sowohl eine toxische Beziehung als auch eine Arbeit, die mir nicht guttat, nach einem Urlaub beendet. Auch darauf gilt es, sich einzulassen, und man sollte sich trauen, scheinbar in Stein Gemeißeltes zu hinterfragen. Urlaub kann also viel mehr sein als Entspannung und Bikiniabdrücke im Sonnenbrand.

Den Reiz der Fremde …

Einen letzten Tipp möchte ich Ihnen noch mitgeben, bevor Sie wieder zurück in den Alltag kommen. Nehmen Sie Ihren Entdeckergeist auch mal nach Innsbruck, Haag am Hausruck oder nach Seebenstein mit heim. Im Urlaub hat alles mehr Tiefe und Breite. Das Essen bekommt einen intensiveren Geschmack, wir plaudern mit Einheimischen, jede noch so winzige Kathedrale wird von innen inspiziert. Staunend nehmen wir Fresken an der Decke und Marmorstrukturen am Boden wahr, obwohl wir Stift Melk nur von der Autobahn kennen und den Stephansplatz maximal als Umstiegstation der U3 touchieren. Wir fühlen uns frei, vergessen langsam unsere Bürosorgen und die Laktoseunverträglichkeit. Und wir tauchen ein in eine Welt der Farben und Sinneseindrücke, die wir daheim nicht wahrnehmen. Aber das muss nicht so sein.

…einfach mit heimnehmen

Packen Sie vorm Abreisen bewusst ein wenig von der Leichtigkeit und Neugierde in Ihren Koffer und machen Sie daheim so weiter, als wären Sie noch auf Urlaub – jeden zweiten Tag eine andere Route zum Büro gehen, auch mal an Gebäuden stehenbleiben, an denen wir sonst immer nur vorbeihasten. Innehalten. Der Effekt ist erstaunlich. Plötzlich hat auch unser Alltag mehr Breite und Tiefe. Denn wir bereichern ihn täglich mit Neuem, die Tretmühle stellt sich nicht gleich wieder ein und wir fühlen uns auch zu Hause wieder mal wie auf Urlaub. Probieren Sie’s aus. Und wenn Sie wieder mal nur Gurken sehen, machen Sie bewusst einen großen Schritt zurück.

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