Mit Leichtigkeit ins neue Jahr

Die Weihnachtsfeiertage sind überstanden und mit dem Jahreswechsel wächst oft der Wunsch nach Veränderung. „Dieses Jahr mache ich öfters Sport und achte wieder mehr auf mich!“ Zwei Wochen später hat man dann aber schon wieder alles über Bord geworfen. Na, hört sich das auch nach Ihnen an?

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Ich muss mich selbst bei der Nase nehmen. Jedes Jahr posaune ich vollmotiviert meine Neujahrsvorsätze zu Silvester aus. Daran halte ich mich aber immer nur kurz. Das Jahr 2020 hatte seine eigenen Regeln, dadurch ist die Motivation zu „new year, new me“ heuer irgendwie ausgeblieben. „Ist eh immer noch Corona“ – die Millionen-Dollar-Ausrede schlechthin. Mich schön anziehen? Wozu, wir sind doch noch im Lockdown. Mich wieder mehr bewegen, wieder fitter werden? Wozu, die Fitnesscenter haben geschlossen und den Sommer werde ich vermutlich nicht am Strand verbringen.

Und dann kam das grausame Erwachen

Die Kehrtwende kam eines Abends, als ich über die Feiertage meinen zigsten Netflix-Marathon hinlegte. Während ich es mir mal wieder auf der Couch gemütlich machte, durchschoss mich plötzlich ein stechender Schmerz in der unteren Rückengegend. Ich konnte mich nicht bewegen. Schnell Doktor Google befragt, Diagnose: Hexenschuss. Ich konnte es nicht fassen: Ich, 29, (vor Corona) supersportlich, habe einen Hexenschuss –quasi vom Nichtstun! Dass ich in den letzten Monaten einiges an Kilos zugelegt hatte, war mir bewusst – nicht jedoch, wie sehr auch mein Körper darunter litt.

Da die Fitnessstudios immer noch geschlossen hatten und aktuell noch haben, ich mich wegen des Schmerzes aber kaum bewegen kann, habe ich nach sanften Alternativen im Web recherchiert. Und Internet sei Dank bekam ich zahlreiche Seiten, auf denen Dehnübungen für Anfänger beschrieben sind. Mehr dazu aber etwas weiter unten.

Wenn der Neujahrsvorsatz schreit und die Motivation schweigt

Gründe, um sich wieder fitter und allgemein wohler in der eigenen Haut zu fühlen, gibt es viele. Was ist es bei Ihnen? Vielleicht der Neujahrsvorsatz von 2018, den Sie nun endlich durchziehen wollen oder haben Sie es heuer mit dem Weihnachtsgebäck doch ein bisschen zu gut gemeint? Oder leiden Sie einfach unter dem tristen Wetter und fühlen sich generell irgendwie nicht mehr so richtig gut? Egal, welcher der Gründe auf Sie zutrifft, ich verrate Ihnen, wie Sie langsam und schonend wieder zu sich selbst finden.

Kleine Schritte, große Ergebnisse

Kennen Sie diesen Teufelskreis, wenn Sie sich unwohl fühlen, vielleicht sogar abnehmen wollen, aber zu unmotiviert sind, etwas dafür zu tun? In solchen Phasen esse ich dann besonders ungesund, getreu dem Motto: „Jetzt ist es eh schon wurscht!“ Hinterher fühle ich mich aber doppelt so schlecht, weil ich weiß, dass ich eigentlich an mir arbeiten müsste, aber gerade das Gegenteil getan habe. Mir fiel es noch nie so schwer, diesen Teufelskreis zu zerbrechen, wie heuer. Die Rückenschmezen zwangen mich aber (Gott sei Dank) dazu. Damit sich meine Muskulatur wieder lockert, habe ich behutsam jeden Abend Ganzkörperdehnübungen durchgeführt. Dehnen und leichtes Yoga eignen sich gut, um langsam wieder an Mobilität zu gewinnen. Sie überfordern Ihren Körper nicht und Sie fühlen sich motiviert, weil Sie etwas für sich getan haben.

Meine Rückenschmerzen waren übrigens mit den Dehnübungen nach zwei Tagen fast verschwunden! Normalerweise würde ich jetzt das Fitnesscenter stürmen, aber das ist leider nicht möglich. Deswegen habe ich es mit Joggen versucht.

Step by step

Dieser Punkt ist besonders wichtig, man hört und liest es immer wieder: Beginnen Sie klein und steigern Sie sich kontinuierlich! Wenn Sie sich zu viel vornehmen, werden Sie es nicht lange durchziehen. Sie verbinden dann negative Gefühle wie Anstrengung und Misserfolg und dadurch wird die Motivation dranzubleiben schwinden. Auch wenn es manchmal gut ist zu scheitern, wollen wir doch auch Erfolge sehen und langfristig motiviert bleiben, oder?

Ich habe leider den Fehler gemacht und bin bei meiner ersten Laufrunde viel zu lange und zu schnell gelaufen. Ich hatte ein Ziel vor Augen und wollte nicht aufhören, bis ich dieses erreicht hatte. Totale Erschöpfung und ein Muskelkater, der sich gewaschen hatte, waren die Folge. Also musste ich erst recht wieder eine Regenerationspause einlegen, was ziemlich nervig ist, wenn man gerade voller Motivation steckt.

Nicht nur Fitness tut Ihrem Wohlbefinden gut!

Nun gut, also außer Dehnen geht erst mal nichts. Also widme ich mich anderen „Baustellen“ meines Körpers. Erst jetzt merke ich, wie sehr ich alles habe schleifen lassen. Ich war in meinem Umfeld als „Beauty Queen“ bekannt, die immer penibel auf ihr Äußeres achtet, aber nach zehn Monaten Homeoffice hatte auch ich keine Lust mehr, mich für zu Hause herzurichten. Geht es Ihnen vielleicht gerade genauso?

Bye-bye Schlabberlook und fahle Haut

Um sich wieder wohler zu fühlen, muss man keinen superdurchtrainierten Body haben, es reichen schon ganz kleine Veränderungen.

Als Erstes habe ich mir Selbstbräuner und ein Körperpeeling gekauft. Wer es lieber natürlich mag, findet hier Inspiration.
 
Bevor der Selbstbräuner aufgetragen wird, sollten abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden. Dies sorgt für eine streifenlose, gleichmäßige Bräune. Tipp: Der Kaffeesatz vom Morgen eignet sich, gemischt mit etwas Olivenöl, perfekt für ein selbst gemachtes Peeling!
Und wussten Sie, dass gebräunte Haut (egal, ob von der Sonne oder aus der Flasche) einen schlanker und straffer wirken lässt? Um diesen Effekt noch zu verstärken, trage ich zusätzlich eine straffende Bodylotion auf. Diese Cremes haben meistens nur einen kurzzeitigen Effekt – das ist bekannt, aber während ich das Produkt in meine Haut einarbeite, überkommt mich ein wohliges, ja, fast schon stolzes Gefühl, dass ich nun endlich wieder zu mir gefunden habe, und das ist doch alles, was zählt.

Ein weiterer Tipp von mir, der wirklich Wunder wirkt: Ziehen Sie sich auch im Homeoffice schick an! Ja, auch dann, wenn es keiner sieht! Auch das ist ein Rat, den wir immer wieder hören, aber irgendwie nicht so recht in die Tat umsetzen. Der Trick dahinter ist, dass wir uns attraktiv fühlen möchten, und das geht in Schlabberhose und fettigen Haaren nun mal nicht. Wenn Sie jeden Tag in Jogginghose verbringen, wird das zur Gewohnheit und die Lust, sich wieder mal herauszuputzen, schwindet. Ist es bequem? Ja! Fühlen wir uns damit hübsch? Wohl eher nicht. Also ziehen Sie sich einmal die Woche so an, wie Sie es tun würden, wenn Sie zur Arbeit fahren würden.

Im Laufschritt, marsch!

Nach meinem Lauffiasko habe ich mich noch einmal aufgerappelt und bin dieses Mal ohne Ziel eine Runde joggen gegangen – ohne Druck, einfach ganz locker. Hinterher war ich so unglaublich stolz auf mich, dass ich nach dem Muskelkater vom vorherigen Mal noch einmal zu den Laufschuhen gegriffen habe. Noch mehr Spaß macht es, wenn Sie sich vorab eine kleine Belohnung überlegen. Ich habe mir danach ein schönes Bad gegönnt und zehn Minuten meditiert. Einige Minuten nur für sich zu haben, kann schon einiges bewirken.

Sie sehen also: Es braucht gar nicht viel, um sich wieder wohl in der eigenen Haut zu fühlen. Corona hat uns allen in den vergangenen Monaten sehr viel abverlangt, aber jetzt ist es an der Zeit, sich wieder aufzurappeln und langsam zurück zu sich selbst zu finden. Auch wenn uns die Pandemie noch etwas länger begleiten wird, lassen wir uns davon nicht herunterziehen. Bessere Zeiten kommen, ganz bestimmt.

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