Die helfende Hand aus der Krise

Unsicherheit, Angstzustände, Identitäts- und Sinnkrisen zeichnen den Pandemie-Alltag vieler junger Menschen aus. Warum immer mehr Menschen in ihren 20ern von einer Sinnkrise betroffen sind und wieso eine Psychotherapie der rettende Ausweg sein kann.

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Sie sind ausgelaugt, lust- und motivationslos, aber wissen nicht genau, warum? Sie fühlen sich, als würden Sie einen grauen Schleier mit sich herumschleppen und tun sich schwer, das Positive im monotonen Pandemie-Alltag zu sehen? Keine Sorge, Sie sind nicht allein.

Sie sind nicht allein

Derartige Graue-Schleier-Momente betreffen knapp 1,9 Millionen Menschen in Österreich. Ja, erschreckend viele leiden unter depressiven Phasen und psychischen Krankheitssymptomen. Laut einer UNICEF-Umfrage, die Jugendliche und junge Erwachsene in 21 Ländern zu ihrer Gefühlslage befragte, fühlt sich jede/r fünfte 15- bis 24-Jährige depressiv oder hat wenig Interesse daran, Dinge zu unternehmen. Gründe dafür sind unter anderem die pandemiebedingte Unterbrechung von Routinen, Bildung und Erholung. Auch berufliche Unsicherheit sowie finanzielle und existenzielle Sorgen provozieren Wut-, Angst- und Panikzustände.

Modern Loneliness am Vormarsch

Coronabedingte Alltagseinschränkungen sowie Job- und Zukunftsängste sind nicht die einzigen Auslöser psychischer Krankheitssymptome. Viele junge Menschen befinden sich durch intensive Social-Media-Nutzung in einem Teufelskreis: Soziale Plattformen sind der Brandherd, wenn es um toxischen Vergleich mit unrealistischen Szenarien und Inszenierungen geht. Ja, Social Media lässt viele junge Menschen an ihrem Selbstwert zweifeln, kann Unsicherheiten verstärken und vielen das Gefühl geben, nicht genug zu sein.

Es ist okay, wenn es einem nicht immer gut geht

Sie erkennen sich in einem der eben beschriebenen Szenarien wieder? Keine Sorge, Sie sind nicht alleine und schon gar kein hoffnungsloser Fall. Sie sind eine wahre Gewinnerin/ein wahrer Gewinner! Sie haben erkannt, dass es Ihnen nicht ganz gut geht, und das zeugt von Mut, Stärke und Selbsterkenntnis. Niemand soll mit einem grauen Schleier über dem Kopf durch das Leben stolpern und so tun, als wäre alles in Ordnung. Dafür gibt es einen Ausweg: die Psychotherapie.

Psychotherapie: Warum sie gut und notwendig ist

Scheuen Sie nicht davor, sich mit ihren Sorgen oder Ängsten an eine_n Psychotherapeut_in zu wenden. Eine Psychotherapie kann Ihnen aus einer psychisch belastenden Situation helfen, langjährige Belastungsstörungen oder Traumata bekämpfen und Ihnen neue Energie und Ambition für Ihre Ziele, Wünsche und Träume geben. Leider werden psychotherapeutische Behandlungen häufig als Tabuthema gehandhabt. Brechen Sie diesen Bann und weihen Sie Ihre Liebsten gezielt in Ihr Vorhaben ein. Fragen Sie nach Empfehlungen für therapeutische Praxen oder lassen Sie sich von Erfahrungen Ihres Umfeldes inspirieren.

Worauf Sie bei der Suche achten sollten

Bei der Auswahl therapeutischer Unterstützung kann es helfen, sich vorab mit ein paar wichtigen Punkten zu beschäftigen. So können Sie Ihre psychotherapeutische Reise an Ihre individuellen Anforderungen, Wünsche und Ziele anpassen und optimale Voraussetzungen für den bestmöglichen Behandlungserfolg setzen:

Notieren Sie Ihre Unsicherheiten, Wünsche und Ziele
Bevor Sie sich auf die Suche nach einer passenden Psychotherapeutin/einem passenden Psychotherapeuten machen, nehmen Sie sich einen Stift und ein Blatt Papier oder legen Sie sich ein kleines Tagebuch zu. Notieren Sie alles, was Ihnen am Herzen liegt, was Sie bedrückt oder unzufrieden macht. So können Sie Ihre Anliegen, Besserungswünsche und Ziele bereits vor der Therapie konkretisieren und die Suche nach der perfekten Unterstützung vereinfachen. 

Recherchieren Sie, worauf sich potenzielle Therapeut_innen spezialisieren
In Österreich sind aktuell über 11.000 Psychotherapeut_innen tätig. Aufgrund der großen Auswahl an therapeutischen Anlaufstellen gilt es, auf das Spezialgebiet des/der jeweiligen Expert_in zu achten. Notieren Sie sich dafür schon vor Ihrer Recherche Ihre Anliegen und vergleichen Sie diese mit dem Portfolio Ihrer potenziellen Therapeut_innen. Auch das Konkretisieren von Fragen, die Sie in einem Erstgespräch stellen wollen, kann die Auswahl des/der passenden Wegbegleiter_in vereinfachen und den Therapieerfolg positiv beeinflussen. 

Checken Sie Verfügbarkeit und Kassenplätze
Psychotherapeutische Behandlungen können häufig teuer werden. Lassen Sie sich davon jedoch keinesfalls abschrecken. Viele Therapeut_innen sind kompromissbereit und bieten vergünstigte Tarife für Studierende oder Menschen in Ausbildung an. Häufig können Sie sich auch einen Teil des verschriebenen Honorars von Ihrer Krankenkasse erstatten lassen. Das Ausmaß der Kostenübernahme hängt dabei allerdings von der Gesundheitskasse ab. Informieren Sie sich dafür am besten direkt bei Ihrem Krankenversicherungsträger. 

It’s a match, isn’t it?
Achten Sie zudem auf die Persönlichkeit Ihrer Therapeutin/Ihres Therapeuten: Sie oder er begleitet Sie bestenfalls auf der Reise zu Ihrem selbstbewussten und zufriedenen Ich. Mit der Wahl Ihrer Therapeutin/Ihres Therapeuten wählen Sie eine wöchentliche Begleitperson, die Sie auf Ihrem kurvigen Weg aus der Krise unterstützt. Persönliche sowie charakterliche Kompatibilität sind dabei unabdingbar. Nutzen Sie das übliche Erstgespräch nicht nur dazu, um sich selbst vorzustellen, sondern machen Sie sich auch einen Eindruck von Ihrem Gegenüber. 

Quality is priceless
Wie in vielen oder fast allen Lebensbereichen gilt auch bei der Auswahl psychotherapeutischer Hilfe: Qualität hat ihren Preis. Sofern es finanziell für Sie möglich ist, investieren Sie etwas mehr in die/den richtige_n Therapeut_in. Denn es handelt sich dabei um eine wertvolle Investition in Sie selbst, in Ihr Wohlbefinden und in Ihre Zukunft. 

Zeigen Sie Zuversicht
Der Weg zur optimalen psychotherapeutischen Unterstützung kann ein langer sein. Ja, die Suche nach einer geeigneten Praxis kann schon mal mehrere Wochen dauern. Lassen Sie sich davon jedoch nicht entmutigen: Sie werden mit Sicherheit ein paar Erstgespräche benötigen, bis Sie die oder den passende_n Therapeut_in gefunden haben. Doch das Warten lohnt sich: Wenn Sie eine Person gefunden haben, in deren Gegenwart Sie sich wohl fühlen und der Sie Ihre persönlichen Anliegen oder Unsicherheiten anvertrauen wollen, dann steht Ihrer Reise aus der Krise nichts mehr im Wege.

Starten Sie Ihre persönliche Reise noch heute. Sie werden nicht glauben, wozu Sie in der Lage sind und wen Sie mit Ihrem Tun inspirieren können. Eine Psychotherapie ist kein Tabu und schon gar kein Zeichen für Unreife oder mentale Labilität. Viel eher ist Sie ein Zeichen für Mut und Wille zur Veränderung und Verbesserung Ihrer Lebensqualität. 

Informationen zu therapeutischer Unterstützung finden Sie unter anderem hier:

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