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Wenn die Haut schmerzt: Nesselsucht

Wenn die Haut überempfindlich reagiert, können starke Rötungen, Quaddeln und Juckreiz die Folgen sein.

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Viele Menschen leiden unter Nesselsucht. Damit geht eine massive Einschränkung der Lebensqualität einher. Die Ursachenfindung ist meist ein schweres Unterfangen und es bleibt nur die Linderung der Symptome. 

Was ist Nesselsucht

Nesselsucht beschreibt eine Überempfindlichkeitsreaktion der Haut. Es bilden sich stark juckende Quaddeln - vergleichbar mit jenen, die man in Folge der Berührung von Brennnesseln kennt. Daher leitet sich auch der Name Urtikaria (Nesselsucht) vom lateinischen Wort für Brennnessel, Urtica ab.

Meist ist der Ausbruch von akuter Urtikaria eine allergische Reaktion. Fast jeder vierte Mensch entwickelt einmal im Leben eine akute Urtikaria. Von der Unverträglichkeit von Lebensmitteln, Medikamenten oder dem Konsum von Alkohol bis hin zu Reizungen durch Waschmittel oder Stress reichen die möglichen Auslöser für Nesselsucht.

Meist dauert die Reaktion nur einige Stunden bis wenige Tage und klingt dann von selber wieder ab. Einige wenige Patienten entwickeln daraus eine chronische Urtikaria. Neben Neurodermitis und Psoriasis (Schuppenflechte) gehört Nesselsucht zu den häufigsten Hautkrankheiten.

Was passiert genau?

Bei der Nesselsucht wird der Botenstoff Histamin aus sogenannten Mastzellen frei. Mastzellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und sollten eigentlich Krankheitserreger abwehren. Doch in diesem Fall werden sie selbst zum Auslöser der Symptome. Das freigesetzte Histamin verursacht, dass Zellen durchlässiger werden. So tritt Wasser aus den Zellen und sammelt sich an der Hautoberfläche. Ödeme entstehen und die Zellen werden durchsichtiger, daher erscheinen sie rötlich. Quaddeln und Juckreiz sind die Folge, wie bei der Berührung mit Brennnesseln.

In manchen Fällen kann sich die Nesselsucht auch auf die Schleimhäute ausbreiten und so in Mund, Rachen und Kehlkopf zu Problemen führen. Sogar Atemprobleme können die Folge sein, dies tritt glücklicherweise aber nur sehr selten auf.

Die Quaddeln durchlaufen verschiedene Stufen und können unterschiedlich groß werden. So ist es durchaus möglich, dass sich eine Quaddel über eine größere Fläche ausbreitet. Man spricht dann von einer Riesenquaddel. Viele Patienten leiden aber nicht nur unter oberflächlichen Quaddeln, sondern unter tiefer liegenden. Diese werden Angioödeme genannt und befinden sich in einer tieferen Hautschicht. Es entstehen dadurch größere Beulen, die meist im Gesicht, an Händen oder Füßen auftreten.

Formen von Nesselsucht

Je nachdem, wodurch die Nesselsucht ausgelöst wird, kann man sie unterscheiden.

  • Spontane Nesselsucht: entweder akut oder chronisch
  • Physikalische Nesselsucht: Kälte, Licht, Wasser oder mechanische Reize sind Auslöser. Die Nesselsucht verschwindet hier meist rasch, wenn der Reiz nachlässt.
  • Urtikaria factitia: Durch das Einwirken von Scherkräften, also durch kratzen, reiben oder scheuern wird diese Form der Nesselsucht ausgelöst. 5% der Bevölkerung leidet unter dieser Überempfindlichkeit der Haut.
  • Cholinergische Urtikaria: Diese ist eine Unterform der Physikalischen Nesselsucht und wird durch die Erhöhung der Körpertemperatur verursacht. Ein heißes Vollbad, körperliche Anstrengung oder der Genuss von scharfem Essen sind Auslöser für diese Form. Schwitzen ist die Folge, so wird die cholinergische Urtikaria auch „Schwitz-Urtikaria“ genannt.
  • Allergische Nesselsucht: Medikamente oder Lebensmittel haben eine auslösende Funktion. Hier ist die Reaktion sehr viel heftiger und dauert länger an.
  • Endogene Nesselsucht: Beeinträchtigungen des Immunsystems wie Viren oder Pilzbefälle sind Ursache für akute Urtikaria.

Halten die Symptome länger als sechs Wochen an, spricht man von einer chronischen Urtikaria. Diese schränkt die Lebensqualität massiv ein und muss therapiert werden. Typisch für chronische Urtikaria ist ein schnell wechselndes Beschwerdebild. Die Quaddelschübe können dann täglich auftreten.

Diagnostik und Therapie

Bis jetzt ist es nicht möglich, Nesselsucht zu heilen. Sie gilt als ganz unspezifische Körperreaktion und der Grund warum Mastzellen so reagieren, ist bis heute nicht bekannt. Wenn es zur Therapie kommt sollten die Schritte Ursachensuche, Ursachenfindung und daraus folgend die Ursachenmeidung durchlaufen werden. Dies gelingt aber nicht immer und so werden meist nur die Symptome behandelt.

Zur Diagnostik von chronischer Nesselsucht werden Nahrungsmittel untersucht und durch eine spezielle Diät Beschwerden genau protokolliert. Weiters werden durch Laboruntersuchungen Blut, Stuhl und Urin analysiert. Auch apparative Untersuchungen mittels Röntgen oder Ultraschall helfen bei der Ursachenfindung.

Da psychische Belastungen ebenfalls auslösend wirken können, werden auch diese individuell beurteilt. Je nachdem, welche Ursache für Nesselsucht verantwortlich ist, wird eine Therapie eingeleitet. Antibiotika, Antihistaminika oder andere Medikamente können verursachende Reize beseitigen oder vermindern.

Empfehlungen für Menschen mit chronischer Urtikaria

  • Personen mit chronischer Urtikaria wird empfohlen ein Beschwerdetagebuch zu führen.
  • Ebenso sollten sie die Einnahme bestimmter Medikamente zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen vermeiden.
  • Oft sind Kaffee, Alkohol oder scharfe Gewürze Auslöser, daher sollten auch diese Substanzen vermieden werden.

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