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Nervöse Blase

Ständiger Toilettengang, wenig Harnabgang und Schmerzen im Unterbauch können nicht nur auf eine Blasenentzündung, sondern auch auf eine Reizblase hinweisen. Verursacht durch viele Faktoren, leiden vor allem Frauen unter einer nervösen Blase. Welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt und warum die „fünf K“ das Leben der Betroffenen leichter machen, lesen Sie hier.

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Eine nervöse Blase wird auch überaktive Blase oder Reizblase genannt. Der Fachterminus dafür ist Zystalgie, der sich aus dem griechischen „kystis“ (Blase) und „algos“ (Schmerz) ableitet. Die Reizblase gehört ganz allgemein zu den Blasenspeicherstörungen und zeichnet sich durch plötzlich auftretenden und sehr dringenden Harndrang aus. Dies tritt ein, auch wenn die Harnblase nur wenig gefüllt ist. Infolgedessen kommt es zu Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, ebenso wie zu andauerndem Schmerzempfinden im unteren Bauch. Die Reizblase kann außerdem zu unwillkürlichem Abgehen von Harn, beispielsweise durch körperliche Anstrengung (Stressinkontinenz) führen. All diese Symptome erinnern an eine herkömmliche Blasenentzündung, jedoch lassen sich im Urin weder Bakterien noch andere Infektionen nachweisen. Unterschieden wird in primäre und sekundäre Reizblase.

Primäre und sekundäre Reizblase

Die primäre Reizblase wird durch eine Störung im vegetativen Nervensystem ausgelöst. Bei körperlicher Abkühlung (kalte Füße), nach dem Genuss kalter Getränke oder nach Geschlechtsverkehr nehmen die Symptome zu. Auch psychische Erregung, wie unterdrückte Wut kann hierbei ein auslösender Faktor sein. Besonders betroffen sind Frauen, sie machen 80% der Patienten mit Reizblase aus. Die sekundäre Reizblase entsteht durch verschiedene organische Störungen und kann vielfältig verursacht sein. So ist es möglich durch wiederkehrende Infektionen der Blase oder durch Östrogenmangel in der Menopause an einer Reizblase zu erkranken. Ebenso spielen neurologische Erkrankungen mit, Parkinson, Multiple Sklerose oder ein Schlaganfall kann als Auslöser fungieren. Tumore, Blasensteine, eine Prostatavergrößerung oder Nebenwirkungen von Medikamenten sind alles mögliche Faktoren, die eine Reizblase zur Folge haben.

Einschränkung der Lebensqualität

Eine Reizblase ist eine große Belastung und führt zur massiven Einschränkung der Lebensqualität von Betroffenen. Der ständige Harndrang nimmt die Freude an Aktivitäten wie Kinobesuche oder Spaziergänge. Personen, die unter einer nervösen Blase leiden, kämpfen oft auch mit Inkontinenz, was meist als besonders peinlich empfunden wird.

Oftmals schränken Betroffene ihre Trinkmenge stark ein, was wiederum negative Auswirkungen auf die Blase hat. Durch nächtlichen Harndrang wird der Schlaf häufig unterbrochen und schränkt die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag erheblich ein. Viele Betroffenen schweigen darüber und ziehen sich zunehmend mehr aus dem öffentlichen Leben zurück.

Gibt es eine Behandlung?

Es gibt die Möglichkeit die Reizblase auch ohne Arztbesuch zu behandeln. Viele Patienten sprechen sehr gut auf Goldrutenkraut an, denn dieses wirkt harntreibend, krampflösend, schmerzlindernd und hemmt die Vermehrung von Bakterien. Außerdem sollten Betroffene mindestens 1,5 – 3 Liter pro Tag trinken. Wenn die Trinkmenge stark reduziert wird, besteht Gefahr, dass das Fassungsvermögen der Blase schrumpft und die Toilettengänge noch häufiger werden. Unterstützend kann ein Miktionsprotokoll geführt werden, dabei notiert der Patient alle Toilettengänge und mögliche Inkontinenzepisoden. 

Sollten die Beschwerden und der Drang andauern und unverändert sein, muss ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall empfiehlt sich ein Facharzt für Urologie. Der Arzt kann dabei folgende Untersuchungen durchführen, um auf die Ursache zu schließen:

  • Urinuntersuchung (auf Keime)
  • Ultraschalluntersuchung der Harnwege
  • Urodynamische Untersuchungen (Blasendruckmessung)
  • Röntgenuntersuchungen

Therapie der Reizblase

Mehre Methoden helfen eine Reizblase zu therapieren. Mit Hilfe von Blasentraining wird versucht den Harndrang bewusst zu kontrollieren, aber auch Beckenbodentraining ist förderlich und stärkt die Muskulatur. Eine psychologische Beratung ist in vielen Fällen erforderlich, da psychische Probleme ein häufiger Auslöser sind. Ebenso können Medikamente verabreicht werden, welche die Muskulatur der Blase entspannen. Mit zusätzlichem Östrogen für Frauen, kann die Reizblase ebenfalls natürlich therapiert werden.

Die „fünf K“

  1. Kälte: Schon wenige Minuten auf einer kalten Parkbank reichen, um die Blase zu beleidigen. Die Muskulatur verkrampft sich und dringender Harndrang stellt sich ein. Niedrige Temperaturen irritieren die Blase und sollten deshalb vermieden werden.
     
  2. Koffein: Koffein regt das Zentralnerven- und das Kreislaufsystem, sowie die Nieren an und hat eine harntreibende Wirkung. Betroffene sollten daher nicht zu koffeinhaltigen Getränken greifen. Die Blasenschleimhaut wird ebenfalls durch Alkohol, scharf gewürzte Speisen und Getränke mit viel Kohlensäure gereizt. Cranberry-Saft und Goldrutenkraut haben einen positiven Effekt.
     
  3. Keime: Keime aus dem Darm können sich auf die Harnröhre ausbreiten und schmerzhafte Blasenentzündungen hervorrufen. Dies trifft besonders auf Frauen zu, da der Weg zur Blase relativ kurz ist. Als Folge einer Blasenentzündung kann eine Reizblase entstehen.
     
  4. Konflikte: Bei vielen Personen schlagen sich Konfliktsituationen auf Kopf oder Magen, sie können sich aber auch auf die Blase auswirken. Nehmen mentale Belastungen überhand, kann sich schnell eine Reizblase entwickeln. Für Betroffene sollten Stresssituationen vermieden werden und es sollte genug Zeit für Entspannung geben.
     
  5. Klimakterium: Die Wechseljahre können als Auslöser einer Reizblase fungieren. Es wird weniger Östrogen produziert, welches die Schleimwege der Harnwegsorgane schlechter durchblutet. Die Blase reagiert stärker auf Reize und der Harndrang nimmt zu.

Wir hoffen, die fünf K und unsere anderen Tipps helfen Ihnen weiter, damit Sie Ihren Alltag wieder entspannt meistern können.

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