Stress lass nach!

Ob im Beruf, im Alltag oder beim Sport – stressige Phasen kommen und gehen. Was genau mit unserem Körper in Stresssituationen passiert und wie Sie Ihr System wieder in Einklang bringen, erfahren Sie jetzt!

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Die Menge macht das Gift – das gilt auch für unseren Stresspegel. Wo kurze Stressphasen noch verkraftbar sind und uns sogar stärken können, kann permanenter Stress fatale Folgen haben. In diesem Artikel erfahren Sie. was der Stress mit unserem Körper macht und wie Sie Ihr Stresslevel optimal senken können.

Stress ist nicht gleich Stress

Zeitdruck in der Arbeit, schlechter Schlaf, psychische Belastungen oder zu hohe Ansprüche an uns selbst – Stress hat viele Gesichter. Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Unzufriedenheit, Angst und Wut sind dabei nur ein paar der möglichen psychischen Auswirkungen. Aber auch unser Körper kommt in akuten Stressphasen ordentlich ins Schwitzen. Erweiterte Pupillen, ein schnellerer Herzschlag und eine flachere Atmung setzen ein. Grundsätzlich ist das plötzliche Ausschütten des Stresshormons Adrenalin nichts Schlechtes, denn es bedeutet eine Menge an freigesetzter Energie. So manchen spornt genau dies sogar zu Höchstleistungen an. Doch wird sogenannter Eustress (positiver Stress) zu Distress (negativer Stress), zehrt das auf Dauer an unseren Nerven – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Fight oder flight

Der Stress ist besser als sein Ruf! Schon vor Urzeiten war es die einzige Möglichkeit, um lebensbedrohlichen Situationen zu entkommen. Die sogenannte Kampf -oder-Flucht-Reaktion ist quasi die sofortige körperliche und psychische Antwort unseres Nervensystems auf Stressoren (Stressauslöser). In akuten Stressphasen wird Adrenalin ausgeschüttet und der Muskeltonus erhöht. Der berühmt-berüchtigte „Adrenalinstoß“ setzt ein und macht uns zu richtigen Kampfmaschinen. Werden wir mit der Situation fertig, nimmt auch das Stresslevel ab und unser Körper erholt sich wieder. Wird aus dem akuten Stress jedoch Dauerstress, setzt der Körper zusätzlich Cortisol aus den Nebennieren frei, was auf Dauer zu einem Zusammenbruch des Organismus führen kann. Umso wichtiger ist es also, seine Grenzen zu kennen. Mit dem richtigen Ventil kann man dann auch der Stressfalle entfliehen.

Die drei Stressphasen

Wie unser Körper auf Stress reagiert, zeigt, wie exakt unsere Psyche mit unserem Körper kommuniziert. Auf welchen Stressor wir wie reagieren, hängt aber von vielen Faktoren ab und ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Setzt eine Stresssituation ein, lässt sich die Reaktion jedoch in drei Phasen unterteilen:

1.    Alarmreaktionsphase

Als unmittelbare Reaktion werden Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet und der Blutzuckerspiegel erhöht. Die Durchblutung wird durch einen schnelleren Herzschlag und höheren Blutdruck gesteigert. Wir sind also kampfbereit und bestens ausgestattet, um auf die Stresssituation zu reagieren.

2.    Widerstandsphase

Zurück zum Ursprung heißt es in der darauffolgenden Phase. Unser Körper versucht, durch Abbau der Hormone den Normalzustand wiederherzustellen. Jetzt gilt es, dem Körper bei der Entlastung unter die Arme zu greifen. Denn dieser kann die zweite Phase nur für einen begrenzten Zeitraum bewältigen. Ist er mit der Situation jedoch überfordert, wird auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber anderen Herausforderungen niedriger. Das Immunsystem wird schwächer und die Gefahr für Entzündungsreaktionen steigt. 

3.    Erschöpfungsstadium

In der letzten Phase setzt Überforderung ein und unsere Leistungsfähigkeit sinkt drastisch. Langanhaltende Phasen erhöhter Aktivierung des Nervensystems und somit dauerhafter Stresshormonausschüttung können schwerwiegende Folgen haben. Chronische Krankheiten wie Probleme mit dem Verdauungssystem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie psychische Beeinträchtigungen zählen dann zu den Anzeichen für ein überlastetes Nervensystem. Spätestens jetzt wird es Zeit, die Notbremse zu ziehen und sich und dem Körper was Gutes zu tun!

Anti-Stress-Strategien!

Wie Sie dem Stress am besten den Kampf ansagen? Zuerst gilt es natürlich, achtsam zu leben und unnötige Stresssituationen zu vermeiden. Sollte aber doch mal Not am Mann sein, helfen Meditationen, Yoga oder auch Atemübungen, um ruhiger zu werden. An besonders intensiven Tagen können Sie den Stress zwischendurch auch immer mal wieder wegsingen! Das klingt vielleicht komisch, doch wie auch beim lockeren Vor-sich-Hinsummen stimuliert Singen den Vagusnerv. Der längste Hirnnerv, auch bekannt als Entspannungsnerv, hilft unserem System beim Runterfahren. Aber auch Nervennahrung wird ihrem Namen gerecht und kann bei akutem Stress Abhilfe schaffen. Mit einem hohen Gehalt an Vitamin B, Magnesium und langkettigen Kohlenhydraten sind Haferflocken, Nüsse und Bananen der optimale Anti-Stress-Snack für zwischendurch.

Stresskiller Sport

Experten sind sich einig: Auch Sport ist ein tolles Ventil, um dem Stress ein Ende zu setzen. Denn durch Bewegung wird unser Körper motorisch entlastet und Glückshormone schießen durch unsere Adern. Doch bitte um Vorsicht: Bei zu viel Leistungsdruck im Training geht der Schuss auch schnell nach hinten los. 
Sportarten, die Ihnen Spaß machen und positive Erinnerungen hervorrufen, sind deshalb der beste Weg, den Stress in Schach zu halten. Kurze knackige Workouts oder niedrig-intensive Sportarten zählen dabei zu den Favoriten. Teamsportarten, Joggen, Yoga oder ein langer Spaziergang nach einem anstrengenden Tag können Ihnen die gewünschte Balance wiedergeben. Aber auch Kampfsportarten und Klettern werden das Freiheitsgefühl in Ihnen wieder erwecken!

Stress – ein notwendiges "Übel"?

Wir Menschen brauchen Stress und die damit verbundenen Reaktionen, um unser Leben langfristig zu sichern. Wer schon mal einen spontanen Sprint hingelegt hat, um den letzten Bus in die Arbeit zu erreichen, der weiß, wie wichtig die kurzzeitige Energieausschüttung des Körpers in Stresssituationen ist. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, sich dabei immer genau zu beobachten und dem Körper mit Strategien der Stressbewältigung den Rücken zu stärken. Sollten sich die Termine in Ihrem Arbeitskalender also mal überschlagen und die Nerven blank liegen – versuchen Sie es doch mal mit Ihrem Lieblingssong!

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