Kalte Dusche: Ein Gesundheitsbooster

Kalt duschen ist nichts für Warmduscher – zumindest sind viele dieser Ansicht. Doch jeder kann mit den richtigen Tipps und langsamem Herantasten den Regler auf „eiskalt“ drehen und die anregenden Effekte kalter Duschen selbst spüren.

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Sie wollen freiwillig auf wohlig warme Duschen verzichten und sich und Ihrem Körper stattdessen etwas Gutes tun? Dann sind Sie hier richtig. Kalte Duschen wirken sich positiv auf Körper und Psyche aus und können – nach einer gewissen Eingewöhnungszeit – sogar angenehm sein. Außerdem werden Ihre Duschen auf wundersame Weise drastisch kürzer werden.

Mentale Gesundheit am Limit

Viele von uns – insbesondere jüngere Menschen, aber auch ältere Semester – haben sich in letzter Zeit nicht gut genug um ihre mentale Gesundheit gekümmert. Gerade Depressionen und Burnouts – zwei immer öfter auftretende Gesundheitsprobleme – können das Ergebnis von zu wenig Selbstpflege sein. Darum sollten Sie auch in stressigen Zeiten nie Ihre Psyche zu kurz kommen lassen. Manchmal reicht es schon, sich einen Tag Auszeit zu gönnen, in einem Thermalbad oder bei einer Massage zu relaxen. Besonders wenn man sich aber schon lange konstantem Stress aussetzt, braucht es mehr: Eine Routine muss her. Eine Handlung – oder auch Nicht-Handlung – in den eigenen Alltag zu integrieren, kann uns dabei helfen, wieder entspannter mit To-dos und anstehenden Projekten umzugehen. Eine bekannte und immer bekannter werdende „Nicht-Handlung“ wäre klassische Meditation: Man setzt sich ein Zeitfenster, in dem man, so gut es geht, nichts macht: keine Bewegungen, kein Denken, nur existieren. Alle sollten zumindest ein paar Minuten täglich meditieren, um sich auf den anstehenden Tag vorzubereiten oder das Erlebte zu verdauen. Welche Varianten der Meditation es gibt und wie Sie richtig meditieren, können Sie hier nachlesen. Eine weitere Praktik, die Sie in Ihrer täglichen Routine unterbringen können, sind kalte Duschen.

Eine Anatomie der kalten Dusche

Sie waren Ihr ganzes Leben lang Warmduscher und haben sich nur über kaltes Wasser getraut, wenn das Warmwasser von anderen verbraucht war? Kein Problem, die wenigsten von uns werden als Kälteliebhaber geboren. Es verlangt auch niemand, dass Sie von einem Tag auf den anderen förmlich in das kalte Wasser springen. Es ist für die meisten von uns weitaus sinnvoller, langsam und in kleinen Schritten zu beginnen, um uns nicht zu überfordern. Kalte Duschen zu nehmen, bedeutet nicht, den Wärmeregler auf „eiskalt“ zu stellen und zehn Minuten unter der Brause zu bibbern. Eine Studie hat beispielsweise gezeigt, dass sich schon 30 Sekunden unter kaltem Wasser positiv auf das Immunsystem auswirken können. Daher: Starten Sie ruhig mit einer angenehm warmen Dusche und drehen langsam kälter. Dann können Sie ein paar Sekunden oder vielleicht auch eine halbe Minute unter dem kalten Strahl bleiben.

Gut für Haut, Haar und den Rest des Körpers

Diejenigen unter Ihnen mit längeren Haaren wissen vielleicht schon um die Wirkung von kaltem Wasser für das Haar. Nachdem Sie Ihren Conditioner aufgetragen haben, sollten Sie Ihr Haar kalt abspülen, weil sich die äußerste Schicht der Strähnen dann schließt und diese die Feuchtigkeit in den Haarfollikeln speichert. Ähnlich verhält es sich mit den Hautporen: Sie schließen sich ebenfalls, wodurch sich in ihnen weniger Schmutz ansammelt. Kaltes Wasser wirkt sich aber auch auf den Rest des Körpers positiv aus. Zum Beispiel hilft es bei der Erholung nach dem Sport. Hier sind auch Heiß-kalt-Behandlungen effektiv, wie etwa Saunieren und im Anschluss ein Eisbad. Das sorgt auch für eine bessere Durchblutung. Mehr Infos und Tipps für Saunageher und alle, die es noch werden wollen, finden Sie hier. Letztlich machen kalte Duschen wach, wie Sie sicherlich schon einmal bemerkt haben: Ihre Atmung beginnt sich zu beschleunigen, Ihre Augen weiten sich und schon sind Sie bereit, erfolgreich in den Tag zu starten.

Tipps für eine kalte Dusche

Bei kalten Duschen ist – ähnlich wie bei der Ernährung und Workouts – ein Faktor besonders wichtig: Beständigkeit. Wenn Sie mehrmals pro Woche oder sogar täglich kalt duschen, wird es Ihnen immer leichter fallen. Drehen Sie aber nur ab und zu auf kalt, wird es weiterhin unangenehm und schwierig bleiben. Hier finden Sie noch ein paar zusätzliche Tipps für eine gelungene kalte Dusche:

  • Tief ein- und ausatmen: Mit Ihrer Atmung können Sie beeinflussen, wie Sie auf die Kälte reagieren. Tiefe und gleichmäßige Atemzüge helfen Ihnen, sich zu beruhigen und länger unter dem kalten Wasser zu bleiben. Wenn Sie zu hyperventilieren beginnen, haben Sie den Kampf schon so gut wie verloren.
  • Erst nach und nach kälter drehen: Tasten Sie sich Tag für Tag und Woche für Woche an die kälteren Temperaturen heran. Ein Kälteschock am Anfang ist meist nicht gut für die Disziplin.
  • Eine Stoppuhr mitlaufen lassen: Legen Sie Ihr Handy oder eine Uhr mit Stoppfunktion griffbereit und messen Sie, wie lange Sie unter dem kalten Wasser durchhalten. Versuchen Sie zum Beispiel jede Woche länger unter der kalten Dusche zu bleiben.

Vorbereitung auf ein Eisbad

Sie wollten immer schon einmal bei winterlichen Temperaturen im Freien schwimmen gehen, das Wasser war Ihnen aber viel zu kalt? Dann lesen Sie am besten diesen Artikel über das Eisbaden. Was ich Ihnen aber vorab schon verraten kann: Kalte Duschen sind bei der Vorbereitung auf ein Eisbad extrem hilfreich. Wenn Sie sich jeden Tag auch nur ein paar Sekunden kalt duschen, gewöhnt sich Ihr Körper langsam an die niedrigen Temperaturen und das Eisbad wirkt weniger beängstigend. Allerdings werden Duschen einen nie komplett auf ein Eisbad – ob im See, Fluss oder Meer – vorbereiten. Es ist noch mal ein anderes Gefühl, von allen Seiten von kaltem Wasser umschlossen zu werden. Wenn Sie sich noch besser darauf vorbereiten wollen und eine Badewanne sowie sehr viele Eiswürfel haben, wagen Sie doch einmal einen „Trocken“-Versuch. Dann können Sie in etwa abschätzen, wie es Ihnen bei einem winterlichen Bad im nächsten freien Gewässer gehen könnte.

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