Hände weg vom Smartphone

Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Verspannungen und Haltungsschäden. Ob das Smartphone hinter diesen Alltagsleiden steckt? Wir haben uns umgehört.

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Sie haben Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Sie hüpfen verwirrt von einem To-Do zum nächsten und es plagen Sie Schlaf- und Konzentrationsstörungen? 
Wir kennen da einen vermeintlichen Übeltäter, nämlich das Smartphone. Wie und warum uns das Smartphone bei übermäßigem Konsum schaden könnte, wie viel Wahrheit hinter den Mythen rund um das Smartphone steckt und warum unser Alltagshelfer nicht nur schlecht ist, erzählen wir Ihnen hier.

#1 Haltungsschäden, Rückenschmerzen & Co.

Das Smartphone macht uns krumm. Ein Mythos, der nicht ganz unwahr ist. Denn Studien zufolge starren wir jährlich um die 700 bis 1.400 Stunden in unser Smartphone. Die Schultern fallen dabei nach vorne, der Kopf wird gebeugt und der Nacken ziemlich belastet. 

Forscher_innen bestätigen außerdem, dass bei einer Kopf-Fehlhaltung eine Last von bis zu zwölf Kilogramm auf unseren Nacken fallen kann. Bei einem Neigungswinkel von 60 Grad sind es sogar schon 27 Kilogramm. Bei unserer „Head-down-Generation“ sind Haltungsschäden also vorprogrammiert. Was uns da erwarten könnte? Frühzeitige Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfälle.

#2 Sehschwäche dank Smartphone?

Auch hier handelt es sich leider um keinen unwahren Mythos: Je früher wir unsere Augen an Smartphone, Tablet & Co. gewöhnen, umso höher ist das Risiko von Kurzsichtigkeit

Leider tut uns das Smartphone auch nichts Gutes, wenn es um unser räumliches Seh- und Vorstellungsvermögen geht. Denn wenn Kleinkinder zum Beispiel zu häufig oder zu lange an Smartphone, Tablet & Co. hängen, könnten sie deutlich früher und häufiger mit Sehproblemen wie Schielen oder Kurzsichtigkeit zu kämpfen haben.

#3 Schlafprobleme dank Blaulicht?

Sehprobleme sind leider nicht alles, was uns das Smartphone bei unkontrollierter Nutzung bescheren könnte. Forscher_innen sind nämlich draufgekommen, dass das Blaulicht in den Screens unserer Smartphones Schlafstörungen hervorrufen kann. Was da genau passiert? Unser Schlafhormon, das Melatonin, wird vom Blaulicht gehemmt, was uns schwerer ein- und durchschlafen lässt.

Was dagegen helfen könnte? Wir empfehlen: entweder ein paar Stunden vor dem Schlafen das Handy weglegen und die tägliche Abendroutine mit einem ordentlichen Digital Detox beginnen. Oder Sie schalten einfach ganz bequem den Nachtmodus auf Ihrem Smartphone ein. Ihr Display erscheint dann in angenehmen Gelb- und Orangetönen, ganz ohne schlafstörenden Blaulichtanteil.

#4 Die ständige Alarmbereitschaft

Auch an Mythos Nummer 4 ist etwas Wahres dran: Das Smartphone beeinflusst nicht nur Körper und Schlaf, es wirkt sich Studien zufolge auch auf unsere Konzentration und Produktivität aus. Schon allein der Blick auf ein ausgeschaltetes Handy kann uns dabei aus dem Workflow bringen. Denn unser Gehirn ist selbst bei ausgeschaltetem Smartphone ständig in Alarmbereitschaft. Die Folge: Wir können uns schwerer konzentrieren und tendieren dazu, bei unserer Arbeit mehr Fehler zu machen.

#5 Smartphone & IQ: eine toxische Beziehung?

Mythos Nummer 5 lässt uns ein bisschen grübeln. Ob sich das Smartphone tatsächlich negativ auf unseren IQ auswirkt, ist nicht eindeutig belegt. Zu früh freuen dürfen wir uns aber nicht: es gibt Studien, die besagen, dass sich digitale Medien negativ auf den Wortschatz von Kleinkindern auswirken. Kinder, die digitale Geräte sehr häufig und intensiv nutzen, hätten einen vergleichsweise kleineren Wortschatz als jene, die sich öfter im Freien bewegen. Daran ist natürlich nicht (nur) das Smartphone schuld, sondern es liegt auch an der Tatsache, dass sie dabei deutlich weniger mit Gleichaltrigen kommunizieren.

#6 Smartphones machen uns zu Couch-Potatoes

Sie fühlen sich leicht ertappt? Keine Sorge, wir auch ein bisschen. Doch let’s face it: Mehr Smartphone-Zeit bedeutet auch mehr Zeit auf der Couch. Darüber freut sich unsere körperliche Fitness wenig. Denn wer länger am Smartphone hängt, der hat auch weniger Zeit zum Gehen, Sporteln oder Frische-Luft-Schnappen. Wenn wir da also nicht aktiv dagegenwirken und uns Smartphone-Pausen gönnen, kann es schon mal passieren, dass uns das Smartphone zu einer kleinen Couch-Potato macht.

Kopf hoch: Die richtige Kombi macht’s aus!

Nach all den Bad News, die wir über unseren Alltagsbegleiter verbreitet haben, sollten wir das kleine toxische Ding doch lieber ganz aus unserem Leben verbannen, nicht wahr?

Falsch gedacht! Smartphones sind natürlich nicht nur schlecht. Sie ermöglichen es uns, mit unseren Liebsten in Kontakt zu bleiben, lassen uns am Weltgeschehen teilhaben und sind tolle Inspirations- und Informationsquellen – wenn wir sie richtig nutzen! Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, sich gezielt Grenzen zu setzen und das Smartphone mit seinen Vor- und Nachteilen gewissenhaft zu managen.  

Wie Sie Ihre Smartphone-Nutzung angenehmer gestalten können, haben wir Ihnen hier zusammengefasst. Unsere Tipps: Setzen Sie sich genaue Zeiten, an denen Sie Ihr Smartphone nutzen wollen. Vermeiden Sie Blaulicht vor dem Schlafengehen und lassen Sie Ihre Kleinen ein bisschen weniger vor dem Bildschirm und ein bisschen öfter auf dem Spielplatz herumhüpfen. 

Das Smartphone hat unser Leben ohne Zweifel bereichert. Doch nun liegt es an uns, uns smartphonefreie Zeiten zu gönnen und die für uns passende Balance zu finden!

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