Eingesperrt! So überstehen wir Home-Office

Wie bleiben wir im Home-Office aktiv? Wie lassen wir uns weniger ablenken? Und was ist mit dem eigenen Wohlbefinden zwischen Tastatur und Wohnzimmer-Couch?

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Jeder, der Home-Office macht, weiß um die Herausforderungen: Konzentrationsschwierigkeiten, Abschweifen in Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung parallel zum Conference Call und oft verminderte körperliche Betätigung. Im Lockdown wird das alles noch verstärkt, denn viele Aktivitäten sind vorerst gestrichen. Wir haben die besten Tipps fürs Home-Office und für den Lockdown für Sie zusammengefasst.

Es gibt kein Normal

Je eher wir verstehen, dass die Regeln des normalen Lebens nichts mit jenen im Lockdown zu tun haben, desto einfacher wird der Umgang mit der ungewohnten Situation. Der wichtigste Tipp in dieser schwierigsten Zeit ist also: Behalten Sie Verhaltensmuster und Routinen bei, die Ihnen beim Strukturaufbau helfen. Aber verzweifeln Sie nicht, wenn Sie nicht alles so auf die Reihe bekommen wie normalerweise. Dafür sind die Voraussetzungen nicht gegeben. Wir essen, wo wir schlafen, arbeiten, putzen, auf Kinder aufpassen, Sport machen, uns streiten und – im besten Fall – lieben. Das Stichwort zum New Normal ist also: Erwartungsmanagement.

Die üblichen Verdächtigen

Da Sie die Klassiker unter den Home-Office-Tipps sicher schon gehört haben, geben wir ihnen diesmal etwas weniger Raum und nur ein paar Bulletpoints:

  • Trennscharf arbeiten: Richten Sie sich einen abgegrenzten Arbeitsbereich daheim ein. Je weniger ungewaschene Wäsche, schreiende Kinder oder Geschirrberge Sie während der Arbeit sehen müssen, desto besser.
  • Es heißt Home-Office nicht 24-7-Office: Kein Essen vorm Bildschirm, ein täglicher Spaziergang nach dem Mittagessen (Vitamin D und so), nach der Arbeit Laptop verstauen und keine E-Mails beim Streamen am Abend.
  • Raus aus dem Pyjama: Sie wollen sich professionell fühlen und in der Videokonferenz nicht aussehen wie ein Uhu in der Mauser? Dann raus aus dem Kuschelpulli. Dress for success!
  • Stay in touch: Wenn sich der Bürotratsch nicht automatisch ergibt, dann fordern Sie ihn digital ein. Wie sollen Sie denn sonst wissen, was wirklich Wichtiges passiert? Ziehen Sie ruhig digital Ihre Kreise und füllen Sie die Gossip-Speicher auf.
  • Ihr Kalender ist Ihr Freund: Wenn ich mir nicht täglich meine Mittagspause in den Kalender eintrage, würde ich sogar darauf vergessen. Informelle Dates und Erinnerung zum Blumengießen? In den Kalender. Steht es einmal dort, können wir uns aufs Meeting konzentrieren, nicht aufs Staubwischen und Brotkaufen.

Mal was Neues?

Wer viel Zeit daheim verbringt, wird den eigenen vier Wänden bald überdrüssig. Eine feine Routine ist es daher, den gesunden Bewegungsdrang mit frischer Luft und allerlei Gesträuch zu ergänzen. Jeder Monat wird von der Natur reich mit allerlei Schönheiten ausgestattet. Spazierengehen ist erlaubt – also: mit leeren Händen rausgehen, mit vollen wieder rein. Pflücken Sie auf wöchentlichen Spaziergängen, was die Natur hergibt, und arrangieren Sie saisonale Bouquets und Schalen in Ihrem Zuhause: Herbstblätter, Schilfhalme, Reisigzweige. So bringen Sie frische Farben und neue Akzente in die Wohnung und frische Luft und neue Ideen in die Gehirnzellen.

Kochen im Home-Office

Zum Thema Essen gibt es wohl zwei Zugänge. Entweder Sie haben genug Zeit, in der Mittagspause frisch zu kochen. Oder Sie kochen bereits am Vortag etwas, das sich bequem aufwärmen lässt. Ich gehöre zur zweiten Fraktion. Zu Mittag soll es schnell gehen. Dazu bereite ich abends oder manchmal auch schon am Wochenende etwas zu, das sich beliebig erweitern lässt. Ein Kartoffelgratin kann man bequem drei Tage am Stück essen. Bei jeder Mahlzeit wird einfach die Art des Salats oder extra gekochtes Fleisch oder Gemüse getauscht – fertig. Pasta bereite ich ebenso im großen Gebinde vor. Aufwärmen, Parmesan und Rucola drüber oder etwas Tomatensoße, Pesto, Erbsen und Ricotta – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bereiten Sie die Basics im Voraus zu (dazu zählen auch Reis, gekochte Kartoffeln, gekochtes Getreide) und der Aufputz wird frisch gemacht. Apropos Essen: Achten Sie auf leichte Snacks zwischendurch. Ein Apfel oder ein paar Gemüseschnitzer sorgen für Extravitamine, ohne Bauch und Kopf zu beschweren.

No Second Screen

Während im Büro das Handy auch mal den halben Tag in der Tasche bleibt, liegt es im Wohnzimmer ständig neben mir. Und ich bin ein Opfer der ersten Stunde. Ständig checke ich, was es Neues gibt und lenke mich so selbst von der Arbeit ab. Seit Neuestem liegt mein Handy daher in der Küche, während ich am Schreibtisch sitze. Ich gewähre mir alle paar Stunden einen kurzen Blick. Das ist ein sehr präsentes Problem unserer Zeit: Viele kämpfen mit digitalen Ablenkungen im Alltag. Was Sie dagegen tun können, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Am Ende des Artikels finden Sie außerdem eine Liste an Helferlein, die Ihre Produktivität verbessern und digitale Ablenkungen einschränken.

Stammtisch goes Lockdown

Was mir extrem abgeht, wenn wir alle in unseren respektiven vier Wänden sitzen, ist der beiläufige Austausch, der sich im normalen Leben ganz selbstverständlich ergibt. Selbst das Bezahlen im Supermarkt ist eine soziale Interaktion. Wenn das alles plötzlich wegfällt, müssen wir gegensteuern. Die beste Art, regelmäßig zu einer Prise Austausch zu kommen, sind Stammtische mit Freunden. Man kann gemeinsam und räumlich getrennt Filme streamen (Bildschirm teilen oder mit Browser-Add-ons): Organisieren Sie einen Abend pro Woche mit der besten Freundin. Sportliche Challenge gefällig? Dann gemeinsam ein paar Plank-Minuten mit Freunden über Video-Telefonie. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. So können wir uns immer auf etwas freuen und gewinnen Sicherheit in einer unsicheren Zeit.

Also: durchhalten, denn Home-Office und Lockdown verlangen uns allen viel ab. Aber wir schaffen das. Gemeinsam.

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