Erste Hilfe bei Sportverletzungen!

Eine kleine, aber doch falsche Bewegung und schon ist’s geschehen. Die Schmerzen schießen ein und der nächste Sportmediziner freut sich über neue Kunden. Wie Sie selbst Erste Hilfe leisten können und was Sie bei Sportverletzungen beachten sollten, erfahren Sie hier!

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Sportverletzungen sind leider nicht selten und kommen oft sehr unerwartet. Vom Anfänger bis hin zum Profi können viele Sportler im Laufe ihrer Karriere ein Lied davon singen. Skifahrer und Fußballer stehen ganz oben auf der Liste derer mit den häufigsten Sportverletzungen. Aber auch Dominik Thiem, der wegen eines Einrisses seiner Sehnenscheide die letzte Saison vorzeitig beenden musste, kennt das Übel. Doch wie geht man am besten gegen Sportverletzungen vor und welche Unterschiede gibt es?

Sportverletzung oder Sportschaden?

Von Sportverletzungen spricht man vor allem dann, wenn ein akuter Schaden auftritt. Der Schmerz setzt stark und unmittelbar ein, die betroffenen Muskeln erscheinen kraftlos und es entstehen Schwellungen sowie Druckempfindlichkeit, was bis hin zur Bewegungseinschränkung führen kann. Im Unterschied zu einem Sportschaden kann eine Sportverletzung aber meist mit dem richtigen Therapieansatz geheilt werden. Im Gegensatz dazu entsteht ein Sportschaden leider meist unbemerkt. Durch immergleiche Belastung über dem individuellen Belastungslimit finden Veränderungen an unserem Bewegungsapparat (dem Körper) statt, die nur schwer behandelt werden können. Sportschäden ziehen zudem meist eine dauerhafte Leistungsverminderung bzw. Bewegungseinschränkung mit sich.

Dem Schmerz ein Bein stellen!

Das gute an der Sache? Die meisten Sportverletzungen müssten eigentlich gar nicht sein. Beachtet man ein paar Dinge, lassen sich viele Schäden oftmals vermeiden:

1.    Den Fokus auf sich selbst legen!

Gestalten Sie Ihr Training auf Ihre körperlichen Bedingungen zugeschnitten, um Überlastungen zu vermeiden – egal wie viel Gewicht die Freundin auf der benachbarten Hantelbank drückt. Was zählt, sind Ihre Ausgangssituation und Ihre körperliche Verfassung. 
 
2.    Aufwärmen, Mobility und/oder Dehnen sind ein Muss! 

Egal ob im Training oder im Wettkampf: Das richtige Warm-up ist die halbe Miete, um bösen Überraschungen aus dem Weg zu gehen. Planen Sie also vor dem Sport immer ausreichend Zeit ein, um perfekt aufgewärmt losstarten zu können. 

3.    Die passende Sportausrüstung!

Wer mit Converse aufs Laufband steigt, wird spätestens am Tag darauf die Folgen spüren. Damit Ihr Körper heil bleibt, sollten Sie deshalb immer auf die richtige Ausstattung achten. Es muss nicht der teuerste Laufschuh oder der neueste Fahrradhelm sein. Wichtig ist, dass Sie und Ihr Körper ausreichend geschützt und unterstützt sind. 

4.    Die richtige Ernährung!

Meist unterschätzt, aber gerade dann, wenn es um Sportverletzungen geht, darf auf das Thema keinesfalls vergessen werden. Der Körper braucht bei Belastung viele Mineralien und Vitamine, um leistungsfähig zu sein. Eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Flüssigkeit sind also das Um und Auf, um Leistungseinbrüchen und seinen Folgen keine Chance zu geben.

5.    Ausgeruht und fit an den Start gehen!

Sind Sie übermüdet oder sogar krank, ist eine Trainingspause definitiv die bessere Wahl. Da unser Körper (Gott sei Dank) immer zuerst an seine Gesundheit denkt, ist er in solchen Fällen nämlich nicht so leistungsfähig wie unter normalen Bedingungen. Zusätzlich ist ein geschwächtes Immunsystem die perfekte Voraussetzung für Sportverletzungen. Deshalb sollte man, wenn die Herbsterkältung ruft, lieber mal einen Tag Ruhe gönnen!

Erste Hilfe bei Sportverletzungen: die PECH-Regel!

Doch was tun, wenn man doch in die „Pechgrube“ fällt? 
Bei den meisten (geschlossenen) Sportverletzungen entsteht ein Bluterguss im betroffenen Gewebe. Oft ist aber nicht genug Zeit, sich die Verletzung genauer anzusehen. Mit diesen Sofortmaßnahmen können Sie längerfristigen Schäden vorbeugen und Ihren Heilungsverlauf günstig beeinflussen:

P – Pause

Als Erstes gilt es, sofort mit dem Sport aufzuhören und den betroffenen Körperteil ruhigzustellen. Bestenfalls findet anschließend eine Untersuchung statt. Da sich das wahre Ausmaß einer Sportverletzung jedoch meist erst an den darauffolgenden Tagen zeigt, sollte man vorerst nichts überstürzen.

E – Eis

Durch sofortige Kälteanwendungen in den ersten 15 bis 20 Minuten nach dem Unfall können Blutungen und Schwellungen vermindert werden. Die Verengung der Blutgefäße verhindert zudem, dass sich ein Gewebeschaden ausdehnt, und wirkt schmerzlindernd. Achtung: Kälte sollte keinesfalls bei offenen Wunden angewendet werden. Außerdem kann zu langes Kühlen den Heilungseffekt negativ beeinflussen. Versuchen Sie selbst zu spüren, wie lange Ihnen die Kühlung guttut!  

C – Compression

Ein Druckverband mit mäßiger Spannung kann im nächsten Schritt ein weiteres Anschwellen zusätzlich verhindern. Da die Schwellung meist in den ersten Stunden zunimmt, sollte der Verband aber immer wieder überprüft werden. 

H – Hochlagerung

Wenn man den verletzten Körperteil hochlagert, wird die Blutzufuhr verringert, was die Schwellung und Schmerzen vermindern. Sollte die Schwellung länger andauern, kann man die betroffene Stelle auch für längere Zeit hochlagern. Hören Sie dabei wieder auf Ihren Körper.

Keine Angst vor dem Sportarzt!

Ich kenn es selbst leider nur zu gut. Das Bein beginnt im Training zu stechen und insgeheim weiß man genau, dass der Gang zum Arzt früher oder später auf einen wartet. Doch so sehr man auch davor flüchten möchte, eine sportmedizinische Untersuchung ist einfach ein Muss. Gerade bei akuten Verletzungen sollten Sie spätestens nach den Sofortmaßnahmen einen Arzt für die genaue Diagnose aufsuchen. Dieser wird dann eine vollständige sportmedizinische Untersuchung durchführen. So können Sie sichergehen, Folgeschäden zu vermeiden und Ihrem Körper die notwendige Hilfe zu geben. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt auf jeden Fall ausführlich, welche Therapieform für Sie infrage kommen könnte.

Gut Ding braucht Weile!

Mit den richtigen Vorkehrungen lassen sich viele Wehwehchen vermeiden. Doch selbst der beste Sportler kann im Training mal über die eigenen Füße stolpern. Wichtig ist immer: Geben Sie sich Zeit. Ich weiß, wie schwer es ist, die Füße stillzuhalten. Wer aber zu früh wieder ins Training einsteigt, riskiert damit einen noch längeren Ausfall. Gehen Sie also wirklich erst wieder dann an Ihre Grenzen, wenn Ihr Körper die Chance hatte, gänzlich auszuheilen. Keine Sorge – der nächste Wettkampf wird wieder kommen und bei diesem können Sie dann mit neu gewonnener Energie an den Start gehen!

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