Der Rhythmus des Lebens – Sportherz und Ruhepuls

Wer regelmäßig seine Ausdauer trainiert, bekommt nicht nur stramme Waden. Konditionstraining stärkt auch unser Herz. Doch was passiert mit dem zentralen Organ beim Sport und was hat das Sportherz eigentlich mit dem Ruhepuls zu tun?

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Nicht nur im Fitnessstudio wird regelmäßig gepumpt, auch unser Herz pumpt, was das Zeug hält. Der große Hohlmuskel schafft es tatsächlich, fünf bis sechs Liter Blut stündlich durch unseren Organismus zu schleusen. Dadurch werden nicht nur Giftstoffe entsorgt, auch unsere Nährstoffversorgung ist dank der Blutgefäße bestens abgedeckt. Vorausgesetzt, der Rhythmus stimmt. Und zwar der Rhythmus unseres Herzens – unser Puls. Und der ist ganz schön schlagfertig. Die Zahl des Pulses gibt Auskunft darüber, wie oft unser Herz in der Minute schlagen muss, um genug Blut durch den Kreislauf zu schicken. Aber nicht nur das. In aller Regel ist der Ruhepuls außerdem bei herzgesunden Menschen ein Indikator für den allgemeinen Fitnesszustand. Klingt zu Beginn vielleicht etwas widersprüchlich; ich werde das Geheimnis dahinter aber gleich lüften.

Der Rhythmus des Herzens

Wenn wir uns körperlich nicht anstrengen, also zum Beispiel gemütlich vor dem Fernseher sitzen, dann befinden wir uns im Ruhepuls. Das kann sich aber schlagartig ändern, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn schaut man dabei einen mitreißenden Liebesfilm, kann das Herz schon mal höherschlagen. Aber auch Medikamente, Krankheiten, Sport, Hormone sowie natürlich auch Drogen haben einen direkten Einfluss auf unseren Ruhepuls. Ein gesunder Ruhepuls von Erwachsenen liegt bei circa 70 Schlägen in der Minute. Schwankungen sind aber völlig normal und noch lange kein Grund zur Sorge. Auf sein Herz zu hören ist dennoch wichtig. Wenn der Puls in Ruhe mal unter 40 oder über 100 Schläge pro Minute aufweist, sollte man laut Medizinern der Sache nachgehen. Doch warum genau misst man den Ruhepuls?

Im Ruhepuls liegt die Kraft

Nun wissen wir ja schon, dass unser Herz uns ständig mit wichtigen Nährstoffen für unser tägliches Leben versorgt. Sind wir aber Herausforderungen ausgesetzt, wie es auch im Training der Fall ist, passt sich unser Herz an. Die Frequenz wird gesteigert und das Schlagvolumen, also die Blutmenge, die pro Herzschlag ausgeworfen wird, nimmt zu. Unser Herz wird durch Ausdauertraining quasi darauf trainiert, uns im Sport mit mehr Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Es gewinnt also an Stärke. Nun zum wichtigen Umkehrschluss. Kommt ein Sportler zur Ruhe, entspannt sich auch das Herz besser. Der Ruhepuls sinkt somit stärker als bei Nichtsportlern, weil mit einem Schlag mehr Blutvolumen erreicht wird. Das Herz kann somit mit einmal Pumpen mehr Blut durch unsere Adern fließen lassen. Das Fazit lautet also: Je höher das Fitnesslevel, desto niedriger in der Regel der Ruhepuls.

Das Sportlerherz – eine ökonomische Meisterleistung

Sportler haben ein großes Herz. Auch das kann man fast wörtlich nehmen. Ein Sportherz ist nämlich das Ergebnis einer normalen, jedoch vor allem sinnvollen Anpassung an eine körperliche Dauerbelastung. In anderen Worten haben Ausdauersportler in den meisten Fällen ein gesundes vergrößertes und leistungsfähigeres Herz. Das Sportherz ist in Sachen Ökonomie also der Spitzenreiter unter den Herzen. Hochleistungs-Ausdauersportler haben sogar oft das doppelte Herzvolumen im Vergleich zu dem eines Otto Normalverbrauchers. Der Haken an der Sache? Bei längeren Trainingsunterbrechungen gehen all die Vorteile ziemlich schnell wieder verloren. Das Sportherz bildet sich nämlich wieder zurück, sobald man die Ausdauerkarriere an den Nagel hängt.

Den Puls messen – so geht’s richtig!

Wer nach all den Infos über das Herz nun Blut geleckt hat und seinen Ruhepuls bestimmen möchte, der kann die Sache auch selbst in die Hand nehmen. Und zwar am besten in eine ruhige Hand kurz nach dem morgendlichen Erwachen. Um perfekt vorbereitet zu sein, platzieren Sie am Vortag eine Uhr mit Sekundenzeiger neben dem Bett. Wenn Sie dann aufwachen, legen Sie einfach Ihren Zeige- und den Mittelfinger der einen Hand auf die Innenseite des anderen Handgelenks. Nun sollten Sie Ihren Herzschlag spüren können. Diesen zählen Sie jetzt 30 Sekunden lang mit und das Ergebnis multiplizieren Sie mal zwei. Was dann rauskommt, ist er auch schon: Ihr ganz persönlicher Ruhepuls.

Der Weg zum starken Herzen

Wie man den Ruhepuls nun verkleinern oder das Herz vergrößern kann? Regelmäßige Langstreckenläufe, Skilangläufe oder auch regelmäßiges Rennradfahren sowie Rudern eignen sich bestens dafür. Kraftsport, Ballsport- sowie Sprintsportarten kommen für den herzlichen Fortschritt jedoch weniger infrage. Der Weg zum Sportherz führt also definitiv nicht am regelmäßigen Konditionstraining vorbei.

Dabei sein – mit Herz!

Wenn Sie mit dem Herzen dabei sind, geben Sie Ihrer Leistung den richtigen Impuls. Denn egal ob Jung oder Alt – ein starkes Herz beugt nicht nur Gesundheitsrisiken vor, es trägt auch zu einem besseren Lebensgefühl bei. Falls all die Informationen Ihr sportliches Herz also höherschlagen lassen, dann wissen Sie: Nichts wie rein in die Laufschuhe und ran ans Pulsmessen!

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