Nach Chia kommt Basilikum!

Heimisches Superfood gesucht? Dann versuchen Sie es doch mal mit Basilikumsamen! Wir verraten, was die kleinen Körnchen so gesund macht.

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Nichts weckt so viel Italien-Urlaubsgefühl wie der Duft von frischem Basilikum. Als pflegeleichte Topfpflanze hat das grüne Kraut mit den aromatischen Blättern längst Einzug auf unzähligen Balkonen und Fensterbänken gehalten. Aber wussten Sie schon, dass Basilikum noch viel mehr kann, als Speisen mediterranes Geschmacksplus zu verleihen? Wir legen den Fokus heute einmal nicht auf das frische Grün, sondern auf die unscheinbaren schwarzen Basilikumsamen. Die sollten ab sofort nämlich auch nicht mehr in der Küche fehlen.

Warum in die Ferne schweifen?

Kleine schwarze Samen als Superfood kommen Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn die Basilikumsamen haben nicht nur optisch einiges mit den populären Chiasamen gemeinsam. In Flüssigkeit quellen sie genauso auf und können als Verdickungsmittel genutzt werden, sind dabei aber um einiges schneller. Wer Chiapudding liebt, aber ungeduldig ist, darf sich daher freuen: Mit Basilikumsamen erreichen Sie eine ähnliche Konsistenz schon nach zehn Minuten. Und auch im Nährstoffvergleich schneiden beide sehr gut ab, wobei Basilikumsamen etwas mehr Kohlenhydrate, dafür weniger Fett und etwas weniger Eiweiß enthalten. 

Der größte Vorteil für ernährungs- und umweltbewusste Foodies ist aber ganz klar die Herkunft. Denn während Chiasamen in den allermeisten Fällen aus Südamerika importiert werden müssen, sind Basilikumsamen auch bei uns heimisch. Warum also in die Ferne schweifen, wenn die nachhaltigere Alternative so nahe liegt?

Superfood zum Selberernten

Wer entweder viel Platz im Garten für Basilikumpflanzen hat oder erst einmal nur eine kleinere Menge der Samen in der Küche ausprobieren möchte, kann das neue Superfood sogar selbst ernten. Allerdings muss dazu die Basilikumpflanze erst einmal die typischen weißen Blüten ansetzen. Die Ernte der Samen beginnt, wenn die Blütezeit vorbei ist. Schneiden Sie die vertrockneten Blütenstände ab, halten Sie sie über ein Blatt Papier oder einen Teller und streifen Sie Blütenblätter und Samen mit den Handflächen ab. Je stärker Sie die Blütenblätter dabei zerreiben, desto leichter lassen sie sich beim anschließenden Sieben von den Samen trennen. Diese sollten einige Tage in einer Schale an der Luft trocknen, bevor sie in eine gut verschließbare Dose umziehen, in der sie trocken gelagert werden und allzeit bereit für den nächsten Kücheneinsatz sind. Wer keinen grünen Daumen hat, kauft Basilikumsamen am besten in Bioläden oder Reformhäusern.

Exotisch regional

Aber keine Sorge, wenn Sie’s lieber exotisch mögen! Durch ihren neutralen bis leicht nussigen Geschmack eignen sich Basilikumsamen genauso gut wie Chiasamen für herzhafte und süße Speisen. Außerdem haben sie besonders in der asiatischen Küche und im Ayurveda schon eine lange Tradition. So bin ich erst bei einem Besuch in einem sri-lankischen Restaurant auf den Basilikumsamen-Geschmack gekommen. Auch in Indien oder dem Iran werden häufig Getränke mit den kleinen schwarzen Samen serviert. 

Für einen erfrischenden und gleichzeitig nahrhaften Drink mischen Sie einfach zwei Esslöffel Basilikumsamen, ein bis zwei Esslöffel Honig und eine Messerspitze Zimt mit dem Saft einer Zitrone und zwei großen Gläsern Wasser. Nach zehn Minuten Quellzeit ist die Limonade der etwas anderen Art auch schon fertig zum Genießen. 

Naschkatzen sollten unbedingt einmal das indische Dessert Faluda probieren – auch wenn Zutaten wie Fadennudeln für ein Dessert auf den ersten Blick vielleicht gewöhnungsbedürftig klingen. Lassen Sie für die – für den westlich geprägten Gaumen überraschende – Süßspeise ein bis zwei Esslöffel Basilikumsamen etwa zehn Minuten in Wasser quellen. In der Zwischenzeit bereiten Sie eine halbe Handvoll Fadennudeln laut Packungsanleitung zu. Schneiden Sie einige Erdbeeren (oder andere Früchte der Saison) klein und süßen Sie diese nach Belieben mit Zucker, Honig oder Rosensirup. Anschließend werden Erdbeeren, Nudeln und Basilikumsamen in ein Glas geschichtet. Mit Milch aufgießen und mit einer Kugel Vanilleeis toppen – fertig ist das sommerliche Geschmackserlebnis mit Wow-Effekt. 

Selbstverständlich können Sie Basilikumsamen aber genau wie Chiasamen in Smoothies mit Ihrem Lieblingsobst mischen, als Salattopping oder Draufgabe für Müsli und Porridge nutzen oder mit einem Mörser fein mahlen und einfach zum Eindicken verwenden.

Samen mit Superkräften

Unsere Rezepttipps mit Basilikumsamen lassen einem aber nicht nur das Wasser im Munde zusammenlaufen, sondern warten auch mit wohltuender Wirkung auf. Sie enthalten nicht nur Eisen, Zink, Kalzium und Magnesium, sondern auch Omega-3-Fettsäuren und Polyphenole – sekundäre Pflanzenstoffe mit entzündungshemmender und antioxidativer Wirkung. Darüber hinaus sind sie reich an Vitamin B6, Vitamin E und Vitamin K.

Wer Basilikumsamen regelmäßig in den Speiseplan integriert, tut damit Haut und Haaren etwas Gutes. Außerdem regulieren Basilikumsamen die Verdauung und den Blutzuckerspiegel und können sogar Magenschmerzen aufgrund von Übersäuerung und Sodbrennen lindern. Die enthaltene Alpha-Linolsäure regt den Stoffwechsel an, während die hohe Ballaststoffkonzentration dafür sorgt, dass wir uns lange satt fühlen. Die Samen sollen sogar die Konzentrationsfähigkeit fördern und das Nervenkostüm stärken. Und in kleinen Mengen pur gekaut sorgen sie obendrein noch für einen frischen Atem. Dabei sollten Sie jedoch immer darauf achten, beim Verzehr von nicht gequollenen Basilikumsamen ausreichend zu trinken, um dem Körper keine Flüssigkeit zu entziehen. Zu beachten gilt es außerdem, dass der Verzehr von Basilikumsamen blutverdünnend wirken kann.

Wer hätte gedacht, was sich alles hinter oder besser zwischen den Blättern des Stars der italienischen Küche versteckt? Auf den ersten Blick unscheinbar, sind Basilikumsamen der neue Star unter den Superfoods, die darauf warten, ausprobiert zu werden. Guten Appetit!

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