Aroma aus der Flasche

Durstig? Mit den Tipps und Tricks aus Omas Küche stellen Sie im Handumdrehen Sirup aus Früchten, Kräutern und Gewürzen her, denen gekaufte Limonaden nicht das Wasser reichen können.

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„Du musst viel trinken, um fit zu bleiben!“ Diesen Ratschlag hat mir schon meine Oma immer wieder mitgegeben. Und die Expertenmeinungen zeigen: Großmutter wusste es einfach immer schon am besten. Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollen Erwachsene am Tag zu sich nehmen, besser mehr. Im Sommer fällt uns das meistens ohnehin leicht. Dank trockener Heizungsluft und häufiger Wechsel von warmen Innenräumen ins kalte Außenklima sinkt der Flüssigkeitsbedarf des Körpers aber auch im Winter nicht unbedingt. 

Obwohl ich das weiß, fällt es mir trotzdem nicht immer leicht, über den Tag verteilt genug zu trinken. Einfacher wird es, wenn man für ein bisschen Abwechslung sorgt. Zum Glück hatte meine Oma nicht nur immer gute Ratschläge, sondern auch tolle Rezepte parat. Zeit, sich ihre Tipps und Tricks für selbstgemachten Sirup näher anzuschauen. Im Gegensatz zu gekauften Getränken hat man damit nämlich die volle Kontrolle über Aromen, Zutaten und Süßungsgrad. Und ein tolles DIY-Projekt für verregnete oder verschneite Tage ist die Herstellung obendrein. Also: An die Flaschen, fertig, los!

Eine saubere Sache

Das A und O bei der Sirupherstellung sind sterile Flaschen. Für die Aufbewahrung am besten geeignet sind Glasflaschen mit robustem Schraubverschluss oder dem guten alten Bügelverschluss. Flaschen (und Deckel) sollten Sie unbedingt unmittelbar vor dem Befüllen in einem großen Topf auskochen. 
Der fertige Sirup sollte möglichst heiß in der Flasche landen (Topflappen nicht vergessen!)
Wer sich an die Hygieneregeln hält, kann selbstgemachten Sirup einige Monate an einem dunklen und eher kühlen Ort lagern. Ist er einmal angebrochen, stellen Sie ihn aber am besten in den Kühlschrank und verbrauchen ihn innerhalb weniger Tage. Damit das auch klappt, verwende ich am liebsten Flaschen mit Platz für 250 oder maximal 500 Milliliter.

Süß und sauer!

Für die Haltbarkeit sorgt nicht nur die richtige Lagerung, auch die Grundzutaten sind entscheidend. Zum einen braucht man jede Menge Zucker, zum anderen ist Zitronensäure als Konservierungsstoff Bestandteil vieler Rezepte. Zu kaufen gibt es sie in Pulverform in fast jedem Supermarkt. Lassen Sie sich von den Mengenangaben beim Zucker nicht abschrecken! Am Ende landet ja immer nur ein kleiner Schuss Sirup im Glas, die tatsächliche Zuckerzufuhr bleibt also im überschaubaren Rahmen. Als Alternative zu normalem Zucker kann man übrigens auch Birkenzucker (Xylit) verwenden.

Rezepte für jeden Geschmack

Was ich an selbstgemachtem Sirup am liebsten mag: Dem persönlichen Geschmack sind bei der Zusammenstellung der Aromen kaum Grenzen gesetzt. Fruchtig, würzig oder mit frischen Kräutern – in die Flasche kommt, was gefällt und schmeckt. Im Gegensatz zu gekauften Limonaden bestimmen Sie bei der Dosierung selbst, wie intensiv und süß es sein soll. Außerdem verleiht Sirup nicht nur dem schnöden Glas Wasser das besondere Etwas, sondern macht sich in vielen Fällen auch gut mit heißem Wasser aufgegossen als Tee oder bei der nächsten Party in Kombination mit Prosecco. Für den Anfang und als Inspiration kommen hier die Lieblingsrezepte aus Omas Notizbuch.

Ingwer-Sirup

Alle, die es würzig mögen, werden selbstgemachten Ingwer-Sirup lieben. Wer es nicht ganz so scharf will, gibt einfach ein bisschen weniger frischen Ingwer dazu. Mit Mineralwasser wird der Sirup zum prickelnden Durstlöscher im Sommer. Im Winter verleiht er Tee mehr Geschmack und Süße und stärkt die Abwehrkräfte. 

Für 250 Milliliter Sirup benötigen Sie 400 Milliliter Wasser, 150 Gramm Zucker, 50 Milliliter Honig und 100 Gramm Ingwer. Kochen Sie zunächst das Wasser mit dem Zucker und dem Honig auf, bis sich alles vollständig aufgelöst hat. Geben Sie anschließend den geschälten, in Scheiben geschnittenen Ingwer dazu und lassen Sie alles circa zehn Minuten köcheln. Zum Abschluss wird der Sirup durch ein feines Tuch gesiebt und in Flaschen gefüllt. Ist er abgekühlt, kann er auch schon verwendet werden.

Zimt-Sirup

Perfekt für die Vorweihnachtszeit ist aromatischer Zimt-Sirup für Tee, Kaffee oder festliche Cocktails ohne Alkohol. Kochen Sie zunächst 500 Milliliter Wasser mit 250 Gramm Zucker auf. Fügen Sie den Saft und die geriebene Schale von drei unbehandelten Zitronen sowie drei Gewürznelken, drei Zimtstangen und einen halben Teelöffel gemahlene Macisblüten hinzu. Zehn Minuten köcheln lassen, durch ein feines Tuch sieben und in sterile Flaschen füllen – fertig ist die winterliche Geschmacksbombe.

Granatapfel-Orangen-Sirup

Darf’s ein fruchtiger Durstlöscher sein? Die Stars bei diesem Sirup sind circa sechs Granatäpfel und fünf große Orangen. Diese werden mithilfe einer Saftpresse ausgepresst. Am Ende sollten Sie einen Liter Granatapfelsaft und 500 Milliliter Orangensaft haben. Der Saft wird mit einem Kilogramm Zucker und 30 Gramm Zitronensäure aufgekocht. Ist der Zucker vollständig aufgelöst, kommen noch vier Gewürznelken und ein Stück Zimtrinde in den Topf. Lassen Sie alles circa fünf Minuten köcheln, bevor Sie die Gewürze entfernen und den noch heißen Sirup durch ein feines Tuch filtern und abfüllen.

Kräuter-Zitronen-Sirup

Ein absoluter Favorit zu jeder Jahreszeit ist selbstgemachter Kräuter-Zitronen-Sirup.

Sie benötigen 750 Milliliter Wasser, ein Kilogramm Zucker, 30 Gramm Zitronensäure, eine unbehandelte Orange und eine unbehandelte Zitrone. Bei der Auswahl der Kräuter können Sie sich ganz nach Lust und Laune austoben beziehungsweise das verwenden, was Supermarkt, Garten, Balkon oder Fensterbrett gerade hergeben. Drei Bunde sollten es auf jeden Fall sein. Zu meinen Lieblingen gehören Rosmarin und Zitronenmelisse, die ich dann zum Beispiel noch mit Minze ergänze. Bringen Sie zunächst das Wasser mit dem Zucker und der Zitronensäure zum Kochen. In der Zwischenzeit waschen Sie die Zitrusfrüchte mit heißem Wasser, schneiden sie in Scheiben, waschen die Kräuter und tupfen sie trocken. Ist der Zucker aufgelöst, nehmen Sie den Topf vom Herd und geben Sie Früchte und Kräuter in das heiße Zuckerwasser. Danach muss die Mischung abkühlen. Nach 24 Stunden wird der Sirup durch ein Tuch gefiltert, noch einmal für drei Minuten aufgekocht und noch heiß in Flaschen gefüllt. 

Noch mehr Ideen für DIY-Durstlöscher gesucht? Wie wäre es mit Wasserkefir oder Kombucha

Übrigens: Über selbstgemachte Getränke freuen sich nicht nur Ihre Gäste. Eine hübsch dekorierte Flasche mit selbstgemachtem Sirup ist auch ein tolles Geschenk, wenn Sie selbst das nächste Mal eingeladen werden. Auch das wusste meine Oma schon. Wie schön, dass ihre Ratschläge bis heute nicht in Vergessenheit geraten sind.

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