Teller statt Tonne – Leckeres aus der Resteküche

Allein in Österreich werden dem EU-Durchschnitt entsprechend täglich Lebensmittel im Ausmaß von ca. 143 voll beladenen Lkws weggeworfen. Mehr als die Hälfte davon stammt aus privaten Haushalten. Hier ein paar Ideen, wie wir diese Zahl verringern können – der Umwelt und unserer Geldbörse zuliebe.

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„Verwenden statt verschwenden!“ fordert mich der leuchtend rote, nicht zu übersehende 25%-Aufkleber auf der Hummus-Verpackung auf. Ich nehme mir dieses Motto zu Herzen und den Hummus aus dem Regal. Als ich den Becher in meinen Einkaufswagen lege, fühlt es sich ein bisschen so an, als würde ich mit diesem einen Griff meine gute Tat des Tages vollbringen.

Denn rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel landen weltweit auf dem Müll. Die Packung Hummus, die mittlerweile auf dem Kassenband liegt, ist heute nicht dabei. Mit einer von einem Rabattsticker inspirierten Kaufentscheidung werde ich zum Aufstrich-Retter und Sparefuchs in einem und verringere außerdem meinen ökologischen Fußabdruck. Mit den folgenden Tipps werden auch Sie zum Umwelt-Helden – und ersparen sich dadurch auch den einen oder anderen Euro.

Keine Angst vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum

Schauen wir uns dieses Wort einmal genauer an: MINDEST-Haltbarkeitsdatum. Die Betonung liegt auf mindestens. Das Datum, das auf verpackte Produkte gedruckt wird, informiert uns darüber, wie lange diese mindestens zum Verzehr geeignet sind. Man beachte: „Mindestens haltbar bis …“ heißt nicht: „Hochgiftig ab …“.

Die meisten Lebensmittel sind auch Tage nach ihrem Mindesthaltbarkeitsdatum noch einwandfrei. Der oft zu Unrecht als „Ablaufdatum“ bezeichnete Aufdruck ist also keine Aufforderung zum Wegwerfen, sondern in erster Linie eine Orientierungshilfe für den Lebensmitteleinzelhandel. Bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum können Produkte ohne Bedenken verkauft werden. Essen kann man sie auch noch danach, solange sich Farbe, Konsistenz oder Geschmack nicht verändert haben. Sich im Zweifelsfall einfach auf seine Sinne zu verlassen, macht Sinn.

Vorsicht ist bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleisch und Fisch geboten. Doch auch deren Haltbarkeit kann durch rechtzeitiges Einfrieren (vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums) verlängert werden – und zwar sogar um mehrere Wochen.

Unser täglich Brot

Eines der Lebensmittel, die am häufigsten weggeworfen werden, ist Brot. Denn wir mögen es frisch – außen knusprig, innen flaumig. Am nächsten Tag schmeckt es nur mehr halb so gut. Und doch gibt es einige schmackhafte Möglichkeiten, das Brot von gestern in das Essen von heute zu integrieren.

Trockenes Brot eignet sich beispielsweise super, um knusprige Croûtons herzustellen. Dafür wird es einfach in kleine Würfel geschnitten und bei mittlerer Hitze mit etwas Öl, gehacktem Knoblauch und Gewürzen nach Wahl in einer Pfanne angeröstet. Brot-Croûtons sind die optimale Einlage für diverse Suppen und bringen auch einen Extra-Crunch in Salate.

Auch als Toast, warmes Panini oder gefülltes Baguette lässt sich Brot genießen, wenn es nicht mehr ganz frisch ist. Grundsätzlich gilt ja: ALLES schmeckt, wenn es mit Käse überbacken ist! Also einfach die Lieblingszutaten auf das hart gewordene Gebäck legen, mit Käse bestreuen, ab ins Backrohr und schon ist eine köstliche Mahlzeit gezaubert.

Resteküche-Allrounder

Ich bin ja schon seit jeher der Meinung, dass die vielgerühmte Pizza ursprünglich als Resteverwertung gedacht war. Ein einfacher Teig, alles drauf, was man noch dahat, wieder mit dem Käse nicht sparen und zack! Schon hat man ein globales kulinarisches Phänomen geschaffen.

Ähnlich verhält es sich mit Pasta, Strudel, Quiche, Wok, Risotto, Salaten und Co. Diese vielseitigen und wandelbaren Gerichte sind flexibel in ihrer Zutatenliste. Deshalb eignen sie sich optimal dafür, mit etwaigen Überbleibseln ausgeschmückt zu werden.

Für eine Extraportion Inspiration gibt es Apps wie „Zu gut für die Tonne“. Diese spucken Rezepte auf Basis der eingegebenen Zutaten aus und helfen uns so dabei, Köstliches in unserer Resteküche zu zaubern.

Vor allem in der kalten Jahreszeit sind auch Cremesuppen ein heißer Tipp. Zwiebel anrösten, Gemüse nach Wahl (oder Ausverkauf bzw. Kühlschrank-Inventar) dazugeben und mit Wasser aufgießen. Das Ganze lässt man dann köcheln, bis das Gemüse weich ist und püriert es anschließend. Aufgebessert können Cremesuppen mit Schlagobers oder Kokosmilch werden. Ein besonderer Geheimtipp ist auch selbstgemachte Suppenwürze. Unsere Lieblingsrezepte dafür stellen wir Ihnen hier vor.

Selbstgekochte Fertiggerichte

Und wenn es nicht einzelne Zutaten, sondern fertige Speisen sind, die übrig bleiben? Dann sagen wir einfach, wir sind auf den Meal-Prepping-Zug aufgesprungen, packen die Reste in einen Behälter unserer Wahl und nehmen das Ganze am nächsten Tag mit zur Arbeit. Das funktioniert nicht nur mit Essen von zu Hause, sondern auch im Restaurant.

Falls jemand ungern zwei Tage hintereinander dasselbe isst: Die meisten Gerichte lassen sich auch einfrieren und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgetaut werden. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir retten das Essen vor der Tonne und sparen uns in der Zukunft Zeit in der Küche. Unsere Reste werden zu praktischen fertigen Gerichten, die wir an stressigen Tagen zur Hand nehmen und genießen können.

Wie so oft braucht es nur ein paar kleine Schritte, eine Prise Kreativität und allen voran die Bereitschaft, etwas zu verändern. So werden wir im Handumdrehen zum Essensretter und tun der Umwelt und unserem Budget etwas Gutes.

Weiterführende Links:

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