Stressessen und Nervennahrung

Welche Nahrungsmittel helfen dabei, entspannter und gelassener zu bleiben, und fördern die Konzentration? Mit unseren Tipps ist Stress ab jetzt gegessen.

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Anstrengende Arbeitstage, Prüfungssituationen, Alltag mit Kindern, die ständige Nachrichtenflut, Urlaubsplanung, Aufgaben im Haushalt – wir alle sind fast täglich unzähligen Stressfaktoren ausgesetzt, die uns manchmal ganz schön unter Druck setzen und langfristig sogar ungesund sein können.

Stress früher vs. heute

Dabei ist Stress ursprünglich eine sehr sinnvolle Reaktion des Körpers auf physische oder psychische Belastungen. Durch die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol wird der Körper nämlich in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um auf unmittelbare Gefahren schneller reagieren zu können. Heute sind wir jedoch mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert als unsere Vorfahren. Wir müssen keinen hungrigen Säbelzahntigern mit spitzen Zähnen mehr ins Auge blicken, dafür aber den vollen Terminkalendern und dem sozialen Druck unserer modernen Leistungsgesellschaft. 
Wünschen Sie sich auch manchmal einen einfachen Weg, um mit all den Anforderungen des täglichen Lebens besser und vor allem gelassener umgehen zu können? Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie: Mit unseren Ernährungstipps können Sie Stress einfach vorbeugen, statt Belastungen in sich hineinzufressen.

Essen oder nicht essen, das ist eine Frage des Typs

Schon während meiner Schulzeit habe ich festgestellt, dass sich die meisten Menschen entweder den „Stressesser_innen“ oder den „Stresshungernden“ zuordnen lassen. Während einige meiner Freund_innen sogar während der Schularbeit ständig ihre Snacks auf dem Tisch liegen hatten, habe ich vor lauter Aufregung und Anspannung oft schon am Vorabend keinen Bissen mehr herunterbekommen. Für mich gab’s die Belohnung dafür oft hinterher in Form von sogenannten Comfort Food, also Essen, das glücklich machen und trösten soll. 
Zu den beliebtesten Wohlfühlgerichten gehören (nicht nur für mich) Pizza, Pasta und (frittiertes) Fast Food. Das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die ursprüngliche Reaktion auf Stress fast immer Flucht oder Kampf war. Für beides braucht man so viel Energie wie möglich und die liefert hochkalorisches Essen – leider jedoch nicht langanhaltend. Unsere Konzentrationsfähigkeit und (mentale) Widerstandskraft leidet unter ganz weggelassenen Mahlzeiten genauso wie unter zu fettigem, zu zuckerhaltigem und zu schwerem Essen.

Innere Ruhe kommt von innen

Es ist ganz egal, welcher Typ Sie sind – wenn Sie sich das nächste Mal gestresst fühlen oder eine Extraportion (mentale) Power brauchen, greifen Sie am besten zu Nahrungsmitteln, die den Körper mit wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. 
Starke Abwehrkräfte sind besonders in Stresssituationen, die unserem Körper volle Power abverlangen, wichtig. Greifen Sie deshalb am besten bewusst zu Lebensmitteln, die reich an Vitamin C sind und so das Immunsystem unterstützen.
B-Vitamine sind an einer gesunden Nervenfunktion, der Nervenregeneration und dem Nervenwachstum beteiligt. Sie sind wichtig für die Gehirntätigkeit und helfen dabei, das psychische Gleichgewicht zu stabilisieren. Magnesium reguliert die Bildung des Stresshormons Cortisol und kann helfen, Anspannung und Nervosität zu verringern. Eine ausreichende Versorgung mit Kalium macht uns ruhiger und hilft dabei, den Blutdruck zu regulieren.

Komplexe Aufgaben erfordern komplexe Kohlenhydrate

In anstrengenden Zeiten ist es besonders wichtig, den Blutzuckerspiegel in Schach zu halten. Er sollte hoch genug sein, um uns leistungsfähig zu machen. Kurzfristig helfen dabei auch die Süßigkeiten, zu denen man immer wieder gerne nebenbei greift. Allerdings treiben sie den Blutzuckerspiegel zu schnell in die Höhe und lassen ihn dann genauso schnell wieder absinken. Besser geeignet sind komplexe Kohlenhydrate. Die findet man zum Beispiel in Vollkorn- und Knäckebrot, Vollkornpasta und Haferflocken. Mit unseren Rezepten für selbstgemachtes Granola ohne Zucker sorgen Sie schon beim Frühstück dafür, dass Sie den Herausforderungen des Tages besser gewachsen sind.

Nüsse für die Nerven

Nüsse, Kerne und Saaten sorgen nicht nur für die Extraportion Crunch im morgendlichen Müsli, sondern eignen sich auch als perfekter Snack für zwischendurch, der die Konzentration fördert und die Nerven stärkt. Das klassische Studentenfutter hat seinen Namen also auch nicht von ungefähr. 
Nüsse enthalten neben Magnesium, Kalium und B-Vitaminen auch noch Tryptophan, eine Vorstufe des „Glücklichmachers“ Serotonin. Als Stresskiller schlechthin gelten Paranüsse dank ihres hohen Selengehalts. Selen kann dazu beitragen, dass wir uns heiterer und ruhiger fühlen. Wer’s lieber regional mag, greift am besten zu Walnüssen.

Grün ist gut fürs Gedächtnis

Spinat hat nicht umsonst den Ruf, uns wahre Superkräfte zu verleihen. Genauso wie Brokkoli, Grünkohl oder Mangold steckt er nicht nur voller Magnesium, Kalzium, Kalium und B-Vitamine, sondern ist auch reich an Vitamin C und Eisen. Eisen unterstützt unsere Gedächtnisleistung und vermindert Ermüdungsentscheidungen. Ein grüner Smoothie ist also der perfekte Energydrink an Tagen, die Ihre volle Konzentration verlangen.

Scharf auf Entspannung

Gerade dann, wenn Sie einen kühlen Kopf behalten müssen, können Sie getrost zu scharfen Speisen greifen. Das Capsaicin in Chili und Paprika ist dafür bekannt, die Laune zu heben. Mein Geheimtipp, um mich schnell wieder zu beruhigen, sind übrigens Erdnüsse mit Wasabi. Durch das Brennen auf der Zunge schüttet unser Körper Endorphine aus und die entspannen im Nu. Das macht die scharfe Knabberei zum perfekten Snack in der Schreibtischschublade.

Exotische Einschlafhilfen

Wer tagsüber unter Strom steht, hat oft auch abends Schwierigkeiten damit, zur Ruhe zu kommen und ein- und durchzuschlafen. Eine unruhige Nacht ist allerdings die denkbar schlechteste Voraussetzung, um den nächsten stressigen Tag zu meistern. Wenn Sie einen gesunden Schlaf auf natürliche Weise unterstützen möchten, greifen Sie beim Abendessen öfter mal zu Bananen oder Quinoa. Sie sind besonders reich an Tryptophan – und das braucht unser Körper, um das Schlafhormon Melatonin zu bilden. Noch mehr Tipps für eine erholsame Nachtruhe finden Sie hier.

Zelebrieren statt hetzen

Mindestens genauso wichtig wie das, was auf Ihrem Teller landet, ist es aber, dass Sie sich für die Mahlzeiten ausreichend Zeit nehmen. Statt zwischendurch schnell ein paar Bissen hinunterzuschlingen, gönnen Sie sich bewusst eine kleine Auszeit zum Zubereiten und Genießen. Schließlich braucht man Pausen gerade dann am dringendsten, wenn man meint, keine Zeit dafür zu haben.

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