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Milch ohne Muh

Es gibt viele Gründe, auf Milch zu verzichten: veganer Lebensstil, Unverträglichkeiten, die eigene Gesundheit. Nicht zuletzt wegen der Nachhaltigkeit und Vielseitigkeit erfreuen sich Mandeldrink, Haferdrink und Co. auch bei Flexitariern größter Beliebtheit.

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In Zeiten von Klimawandel und Nachhaltigkeitsdebatten habe auch ich festgestellt: Kuhmilch hat nicht die allerbeste Ökobilanz. Ich habe recherchiert und war schockiert: Um einen Liter Kuhmilch zu produzieren, werden über 1.000 Liter Wasser benötigt. Die Produktion des Rinderfutters, die Kuhhaltung an sich, die Verarbeitung – all das benötigt Wasser und Energie. Weitaus geringer fällt diese Bilanz für Pflanzenmilch aus. Sojamilch beispielsweise braucht lediglich 297 Liter Wasser pro Liter Endprodukt, eine andere Alternative sogar noch weniger. Pflanzliche Milchersatzprodukte sind also nicht nur vegan und laktosefrei, sondern auch umweltfreundlicher.

Was ist Pflanzenmilch eigentlich?

Der Begriff Pflanzenmilch oder Sojamilch ist genau genommen falsch: in Österreich darf Milch nämlich nur dann so genannt werden, wenn sie aus Eutern kommt. Faktisch richtig sollten wir also Pflanzendrink sagen. Bei mir hat sich aber der Begriff Sojamilch, Hafermilch oder Reismilch schon fix im Kopf eingebrannt, auch wenn das nicht ganz korrekt ist. Hauptsächlich bestehen diese Drinks aus Wasser sowie einer oder mehreren geschmacks- und konsistenzgebenden Zutaten wie Soja, Reis, Hafer, Dinkel, Kokos, Mandel oder Cashews. Probiert habe ich schon viele und trinkbar sind sie alle. Geschmacklich zeigt sich eine Vielfalt an nussigen, süßen oder neutralen Drinks. Kein Cholesterin, mehrheitlich ungesättigte Fettsäuren, pflanzliches Eiweiß und häufig weniger Zucker als in Kuhmilch sind nur einige Argumente, die für Pflanzenkraft in der Milchkanne sprechen. Ich empfehle vor allem biologische Produkte: Sie enthalten keine bedenklichen Verdickungsmittel oder Aromen. Und auch an den neuen Geschmack gewöhnt man sich ganz schnell – am besten ist es, verschiedene Sorten für verschiedene Anwendungsfälle auszuprobieren. Ich empfehle zum Beispiel für Kaffee andere Milchalternativen als für Müsli, Palatschinken oder Schokopudding.

Sojadrink – der Klassiker

Auch ich habe sie als Erstes kennengelernt: die Sojamilch. Und unter den Pflanzendrinks boomt sie nach wie vor. Beruhigend finde ich die Tatsache, dass die Sojabohnen für die bei uns erhältlichen Sojadrinks aus europäischem Anbau stammen und somit gentechnisch unbedenklich sind. Ein großer Vorteil der Sojamilch ist auch ihre Zusammensetzung, denn hinsichtlich des Eiweißgehaltes steht sie der Kuhmilch um nichts nach. Sojadrink lässt sich daher sehr gut aufschäumen, was ich für einen leckeren Frühstückskaffee einfach wichtig finde. Ein gewisser Eigengeschmack ist natürlich nicht zu leugnen: Wird ungesüßte Sojamilch ohne Vanillearoma oder Schokogeschmack getrunken, schmeckt man die Sojabohne natürlich raus. In diesem Fall rate ich dazu, gemischte Varianten wie zum Beispiel Soja-Reis-Drink oder Soja-Hafer-Drink zu probieren, da sie eine natürliche Süße mitbringen. Mit ungesüßtem Sojadrink kann man auch backen und kochen. Auch Palatschinken gelingen damit super!

Haferdrink – der Held in Sachen Nachhaltigkeit

Hafermilch ist noch nicht ganz so verbreitet wie Sojamilch, holt aber deutlich auf – auch bei mir im Kühlschrank. Ich finde, sie schäumt auch sehr gut und schmeckt mir in Kakao oder Kaffee überraschend gut. Der leicht süßliche Geschmack harmoniert natürlich auch mit Müsli und Porridge, ist doch der Hafer die gemeinsame Basis. Großer Vorteil von Haferdrink ist seine Nachhaltigkeit: Das Getreide wächst in Europa, braucht keine riesigen Monokulturen mit Bewässerung und ist bezüglich des Energieeinsatzes Spitzenreiter. Vor allem für Soja-Allergiker ist Haferdrink die beste Milchalternative. Noch etwas neuer am Markt sind Produkte auf Dinkelbasis: Sie sind ebenso nachhaltig und ähnlich einsetzbar wie Haferdrink.

Mandeldrink – mild und cremig

Gleich nach der Sojamilch wurde die Mandelmilch vom Handel entdeckt: Die leichte Mandelnote, die cremige Konsistenz und der mildere Geschmack überzeugen viele, die von Milch auf pflanzliche Alternativen umsteigen möchten. Auch ich habe sie als Alternative zur Sojamilch gern genutzt, bis ich mir die Hintergründe genauer angeschaut habe. Etwa 80 Prozent der Mandeln weltweit kommen aus Kalifornien, wo diese in riesigen Monokulturen unter Einsatz von Unmengen von Wasser angebaut werden. Für mich die bessere Alternative zum Mandeldrink sind Cashew- und Haselnussdrink.

Reisdrink – süß und glutenfrei

Der glutenfreie Reisdrink schmeckt neutral bis süßlich und schmeckt gut im Müsli. Für Kaffee ist er nur dann gut geeignet, wenn man diesen gern süß trinkt. Für mich ist er nichts im Kaffee: Einerseits ist sie optisch kein Highlight, weil sie Kaffee und Kakao gräulich färbt, andererseits macht sie den Kaffee auch nicht unbedingt cremiger. Und auch das Aufschäumen funktioniert mit Soja- oder Haferdrink einfach besser. Einen Vorteil aber hat Reismilch: Sie enthält wenig Eiweiß und neigt daher kaum zum Ausflocken in heißen Getränken, ein Problem, das bei Sojamilch mitunter auftreten kann. Wenn man Reismilch für die Kinderernährung verwenden möchte, empfehle ich aber unbedingt Bio-Produkte aus Europa.

Kokosdrink – die exotische Alternative

Im Gegensatz zur Dosen-Kokosmilch zum Kochen ist Kokosdrink wässriger und weniger gehaltvoll. Ich verwende ihn ganz gern für den puren Genuss als Getränk, für Smoothies und Müslis. Für den Caffè Latte lässt sich Kokosdrink nicht ganz so gut aufschäumen; besser dafür ist eine Kombination aus Soja und Kokos. Perfekt ist Kokosdrink für die leichte Küche: In Asia-Rezepten für Suppen, Currys oder Thai-Gerichte kann die fettige Kokoscreme ganz easy durch diese leichtere Alternative ersetzt werden.

Warum kaufen, wenn man sie selbst machen kann?

Die Herstellung von Pflanzenmilch ist relativ einfach: Getreide, Hülsenfrüchte, Samen oder Nüsse werden über Nacht eingeweicht, einmal aufgekocht und zum Schluss püriert. Ich filtere das Endprodukt noch durch einen Nussmilchbeutel (ein Leinentuch tut es auch), um eine homogene Flüssigkeit zu bekommen. Na, haben Sie jetzt beim Lesen richtig Lust bekommen, eine neue Milchsorte auszuprobieren? Warum nicht gleich auch selbst machen? Mit unserem einfachen Rezept gelingt sie garantiert.

Haferdrink selbst gemacht

Menge: etwa 1 Liter | Zubereitungsdauer: 30 Minuten | Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten:

  • 125 g Haferflocken
  • 900 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Optional: 2 Datteln, Zimt

Zubereitung:

  1. Die Haferflocken mit dem Wasser bedecken und etwa eine Stunde ziehen lassen. Optional können Sie klein geschnittene Datteln zum Süßen hinzufügen.
  2. Dann alles kräftig durchmixen und etwas Salz dazugeben. Die Haferflocken sollten sich komplett aufgelöst haben. Wer mag, kann jetzt auch Zimt dazugeben.
  3. Die Milch sollte dann noch filtriert werden. Am besten verwendet man ein Passiertuch oder spezielle Nussmilchbeutel.
  4. Selbst gemachte Hafermilch sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von drei Tagen konsumiert werden. Möchten Sie die Milch länger verwenden, sollten Sie diese vor dem Abfüllen abkochen.

Man muss ja nicht gleich Veganer werden, um pflanzliche Milchalternativen auszuprobieren. Lassen Sie sich inspirieren und probieren Sie nach und nach neue Sorten. Sie werden überrascht sein, wie vielfältig sie sich einsetzen lassen.

Link:

  • Ercin, A. E. / Aldaya, M. M. / Hoekstra, A. Y. The Water Footprint of Soy Milk and Soy Burger and equivalent Animal Products. Value of Water Research Report Series No. 49. UNESCO-IHE Institute for Water Education. Delft, Niederlande. (2011)

 

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