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Weniger ist mehr – Die Kunst und Schönheit des Verzichts

Das ist sie also – meine erste Tasse Kaffee nach einer 40-tägigen Pause. Die „Fastenzeit“ ist vorbei, der Selbstversuch geglückt, die Versuchung überwunden. Was mir das jetzt bringen soll, weiß ich noch nicht so genau. Was ich aber weiß: Diese Tasse Kaffee schmeckt ein bisschen nach einem Erfolgserlebnis.

Version vom

Ich erinnere mich an ein Gespräch zum Thema Verzicht mit einer lieben Freundin. „Es ist ein Privileg, mich einschränken zu dürfen“, hatte sie gesagt. Ich war fasziniert von dieser einfachen paradoxen Weisheit und bin es auch heute noch. Es gibt so viele Bereiche, in denen ich mich einschränken könnte, ohne wirklich auf etwas zu verzichten. Und so startete ich, zufällig und ganz unreligiös zum Beginn der „Fastenzeit“, dieses Selbstexperiment: 40 Tage ohne Kaffee.

Auf und ab und zwischendrin

Wenn ich jetzt auf diese knapp sechs Wochen zurückblicke, denke ich: „So schwer war’s eigentlich gar nicht.“ Das ist der Erinnerungsoptimismus, der sich einschleicht und alles ein bisschen beschönigt. Die Wahrheit ist: Die erste Woche war hart. Die zweite Woche war erträglich. Die dritte Woche war voller Zweifel. Wozu eigentlich? Wem will ich was beweisen? Ab Woche vier war die Welt auch ohne Kaffee so halbwegs in Ordnung. Danach war es unspektakulär und dann auch schon wieder vorbei. Trotzdem habe ich in diesen 40 Tagen viel gelernt, das ich mit Ihnen teilen möchte.

Vollautomatik

Was mich am meisten überrascht hat, ist, wie automatisch mein Kaffeekonsum geworden war. Nach dem Aufstehen: einen Kaffee. Vor dem Arbeitsbeginn: einen Kaffee. In der Mittagspause: einen Kaffee. Im Café: einen Kaffee und ein großes Glas Leitungswasser, bitte.

Nichts davon war eine bewusste Entscheidung. Ich habe mir in der Früh nicht überlegt, was ich trinken möchte. Ich habe im Café nicht die Karte studiert und mir dann das ausgesucht, wonach mir war. Das waren alles Gewohnheiten, unreflektierte Verhaltensmuster, die sich über die Jahre eingebürgert hatten. Die unbewusst getroffene Wahl fiel einfach immer – vollautomatisch – auf Kaffee.

Neue Entscheidungen, neue Möglichkeiten

Am Anfang meines Experiments war das alles etwas irritierend. Auf einmal musste ich mir in der Früh Gedanken machen, was ich trinken möchte. Auf einmal musste ich im Café mein Gegenüber um einen Moment Ruhe bitten, damit ich die Karte studieren und mir dann aussuchen konnte, wonach mir war.

Aber dadurch wurde mir klar: Es gibt so viel mehr da draußen als „nur“ Kaffee. Hunderte von Tee-Sorten, die alle anders schmecken und wirken. Hausgemachte Limonaden, durch die Cafés ihre Kreativität unter Beweis stellen können. Shakes, Säfte und Soda mit mir teilweise unbekannten Geschmacksrichtungen.

All die Jahre hatte ich mich durch mein Nicht-einschränken-Wollen in eine Ignoranz begeben, die mich für die unzähligen anderen Möglichkeiten blind gemacht hatte. Auch irgendwie paradox.

Die Freiheit der Einschränkung

Es ist also nicht nur ein Privileg, sondern auch ungemein befreiend, sich einzuschränken. Nicht nur, weil einem dadurch bewusst wird, dass man vielleicht doch nicht alles „braucht“, was man hat oder tut. Sondern auch, weil sich der Horizont erweitert, wenn man sich dazu zwingt, über den Tellerrand – oder die Kaffeetasse – zu blicken. Und weil man dann aus all den neu entdeckten Optionen frei und bewusst wählen kann, anstatt immer dasselbe Vollautomatik-Programm abzuspielen.

Kopfsache

Nicht nur neue Freiheiten und gesteigertes Bewusstsein sind positive „Nebenwirkungen“ des Verzichtens. Wir trainieren damit auch unser Gehirn, insbesondere jenen Teil des präfrontalen Cortex, der für Entscheidungen zuständig ist. Neue Synapsen entstehen, neue Pfade, neue Lösungsansätze, auf die wir bei Bedarf auch später zugreifen können.

Außerdem wird unser „Disziplin-Muskel“ im Gehirn durch bewussten Verzicht trainiert. Wir lernen, unser Wort zu halten – auch wenn wir es uns „nur“ selbst gegeben haben. Wir entwickeln Durchhaltevermögen, Widerstandsfähigkeit, Verlässlichkeit – Eigenschaften, die uns in allen möglichen Lebenslagen zugutekommen.

Das habe ich in der dritten, mit Zweifeln durchsetzten Woche meines Experiments erkannt: Es geht schon längst nicht mehr um den Kaffee. Jetzt geht’s ums Prinzip. Und deshalb habe ich es durchgezogen. Wem ich damit etwas beweisen wollte? Mir selbst. Und das ist Grund genug. So lerne ich, dass ich ernst zu nehmen bin. So lerne ich, Versprechen zu halten – auch und ganz besonders mir selbst gegenüber.

Mission accomplished

Das ist sie also, meine erste Tasse Kaffee nach einer 40-tägigen Pause. Der Kaffee ist derselbe wie vor meinem Experiment, aber mein Zugang dazu ist ein anderer. Ich zelebriere die Zubereitung. Vorfreude kommt auf, als mir der Duft der frisch gemahlenen Bohnen in die Nase steigt. Ich nehme sorgfältig mein Lieblingshäferl aus dem Schrank und stelle es unter die Ausgabedüse. Ich lege den Schalter um und erlebe mit Genuss, wie sich die Tasse langsam mit Kaffee und die ganze Küche mit seinem wunderbaren Aroma füllt.

Ich setze mich aufs Sofa und nehme vorsichtig einen kleinen Schluck, bewusst und voller Genuss anstatt zwischendurch und nebenbei. Ich lächle in mein Lieblingshäferl hinein, als ich feststelle: Die „Fastenzeit“ ist vorbei, der Selbstversuch geglückt, die Versuchung überwunden. Jetzt weiß ich auch, was mir das bringen sollte. Und es hat all das und viel mehr gebracht. Ich weiß außerdem: Das ist der beste Kaffee, den ich je getrunken habe. Wahrscheinlich deshalb, weil er ein bisschen nach einem Erfolgserlebnis schmeckt.

Und Sie so?

Vielleicht möchten Sie ja auch einmal einen Schluck von diesem Erfolg des Verzichts nehmen. Vielleicht möchten Sie auch einmal beobachten, welche automatischen Verhaltensmuster Ihren Alltag steuern und welche Möglichkeiten Ihnen dadurch verwehrt bleiben. Vielleicht möchten Sie auch einmal die eigenartige Freiheit der Einschränkung verspüren. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Es muss auch keineswegs der Kaffee sein, der gestrichen wird. Es gibt ja so viele Bereiche, in denen wir uns einschränken könnten, ohne wirklich auf etwas zu verzichten. Wie wär’s mit Fertiggerichten oder Fleisch? Plastikverpackungen oder Shoppingtouren? Instagram oder Netflix? Es darf ruhig ein bisschen wehtun. Sie dürfen ruhig zuerst mal denken: „Ohne das kann ich nicht leben!“ Und Sie werden feststellen: Sie können sehr wohl. Vielleicht sogar besser, vielleicht einfach nur anders. Aber gewinnen werden Sie auf jeden Fall: Durchhaltevermögen, neue Perspektiven und ein bisschen Erfolg.

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