Food Freedom

Wenn man statt Nahrungsmitteln nur mehr Kalorien sieht und ein Besuch im Restaurant zum Stressfaktor wird, können das Zeichen für eine ungesunde Beziehung zum Essen sein. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, sich von zwanghaftem Essverhalten zu befreien und wieder genießen zu lernen.

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Hier eine Diät, da ein Kaloriendefizit, dort noch ein bisschen abnehmen. Das ja nicht essen, das unbedingt, davon nur soundsoviel und nur zu dieser Zeit. Täglich werden wir mit unzähligen solcher Botschaften bombardiert. Wenn Sie also verwirrt sind, was, wann und wie viel Sie essen sollen: kein Wunder. Damit sind Sie nicht allein.

Zu viel des „Guten“

Dass gesunde Ernährung wichtig ist, ist mittlerweile wohl bei den meisten von uns angekommen. Was genau „gesunde Ernährung“ bedeutet, ist dann vielleicht schon etwas weniger klar. So viele vermeintliche Experten, so viele angeblich bahnbrechende Diäten, so viel – und oft widersprüchliche – Information, so viele glaubhaft verpackte Mythen, so viele unrealistische Bilder von „perfekten“ Körpern. Dabei ist gesunde Ernährung in Wahrheit gar keine Wissenschaft.

Zu wenig des Wesentlichen

Was in vielen Ernährungsratgebern vergessen wird, ist einerseits die Bio-Individualität. Es gibt keine „One size fits all“-Diät, die für alle Menschen überall und zu jeder Jahreszeit optimale Resultate bringt. Jede/r von uns ist einzigartig – und so müssen es auch unsere Ernährungsweisen sein. Das ist zwar logisch, wird aber von diversen Diät-Gurus meist nicht erwähnt.

Auch für Genuss, Achtsamkeit und Entspannung lassen die meisten Diäten kaum Platz. Dennoch sind all das wichtige Faktoren für eine gesunde Ernährung sowie einen optimalen Stoffwechsel. Wer bewusst isst und genießt, verdaut besser. Und genau dafür sind starre Vorschriften und einseitige Ernährungsweisen meist kontraproduktiv. Es geht nicht nur um das „Was“, sondern auch um das „Wie“ in der Ernährung.

Aus dem Bauch heraus

In Wahrheit haben wir ja alle einen ganz eigenen persönlichen Ernährungsberater, der ganz individuell auf uns spezialisiert ist: unser eigener Körper. Das Beste daran ist: Wir können ihn immer, überall und ganz ohne Kosten konsultieren. Wenn wir lernen, wieder auf unseren Körper zu hören, anstatt das Wissen von außen als ultimative Wahrheit zu glorifizieren, finden wir auf natürlichem Wege zu unserer ganz eigenen „perfekten“ Diät. Um wieder befreit essen zu können, müssen wir ein Stück weit aus unserem Kopf heraus- und in unseren Körper hineinkommen. Im Folgenden ein paar Tipps, wie das Schritt für Schritt umgesetzt werden kann.

Tipps für den Weg zu befreitem Essen

1. Hinterfragen Sie Ihre Ver- und Gebote
Nichts ist jemals schwarz oder weiß. Regeln und Einschränkungen können nützlich und unterstützend sein. Sie können aber auch hinderlich sein und Druck erzeugen. Es gibt tatsächlich Lebensmittel, die uns nicht guttun und ohne die wir besser dran sind. Es gibt aber auch ganz viele, die einfach nur von der Diätindustrie auf die „schwarze Liste“ gesetzt wurden und die wir deshalb unreflektiert verteufeln (z. B. Kohlenhydrate).

Wenn Sie sich also etwas verbieten, hinterfragen Sie, warum Sie das tun. Kommt das Verbot aus Ihrem Kopf und basiert auf Informationen, die Sie irgendwo aufgeschnappt und womöglich gar nicht weiter überprüft haben? Oder kommt es aus Ihrem Körperbewusstsein, Ihrer eigenen Erfahrung und einem liebevollen Umgang mit Ihrer Gesundheit? Tun Sie sich damit etwas Gutes oder machen Sie sich dadurch nur unnötig das Leben schwer?

2. Genießen Sie!
Genuss ist ein wesentlicher Faktor für ein gesundes Sättigungsgefühl, eine funktionierende Verdauung und einen intakten Stoffwechsel. Genuss ist keine „Sünde“, sondern ein zutiefst natürliches menschliches Bedürfnis. Genießen Sie also nach Möglichkeit alles, was Sie zu sich nehmen. Essen Sie mit allen Sinnen. Lassen Sie sich Zeit. Riechen, schmecken, fühlen und genießen Sie jeden einzelnen Bissen.

3. Verabschieden Sie sich von Rechenspielen
Kalorienzählen bringt uns häufig dazu, uns unnatürlich viele Gedanken über unsere Ernährung zu machen. Dadurch verlieren wir leicht den Bezug zu unserer Nahrung als natürlichen genussvollen Teil unseres Lebens. Achten Sie statt auf den Kaloriengehalt auf die Qualität der Lebensmittel, die Sie zu sich nehmen.

4. Qualität vor Quantität
Falls Sie ein Fan von Regeln und Vorgaben sind, versuchen Sie es mal damit: Wählen Sie bei allem, was Sie zu sich nehmen, die bestmögliche Qualität. Bevorzugen Sie regionale, saisonale, unverarbeitete und biologische Lebensmittel. Dadurch versorgen Sie Ihren Körper mit wertvollen Nährstoffen und können so Mangelerscheinungen und Dysbalancen vermeiden. Außerdem tun Sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch der Umwelt etwas Gutes.

5. Hören Sie auf Ihren Körper
Keine andere Spezies macht sich so viele Gedanken um ihre Ernährung wie wir. Tiere wissen, was gut für sie ist. Sie essen, was ihnen schmeckt, und so viel, bis sie satt sind. So einfach könnte es sein, wenn wir nicht so verkopft ans Essen herangehen würden. Denn auch wir wissen in Wahrheit genau, was uns guttut, und bekommen laufend Feedback von unserem Körper. 

Achten Sie darauf, wie Sie sich nach Mahlzeiten fühlen. Welche Lebensmittel tun Ihnen gut und geben Ihnen Energie? Wann fühlen Sie sich satt und genährt? Was schmeckt Ihnen ganz besonders gut? Was brauchen Sie zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten? 

Und ganz wichtig: Respektieren Sie Ihr Hunger- und Sättigungsgefühl. Essen Sie, wenn Sie hungrig sind. Hören Sie auf, wenn Sie satt sind. Dadurch können Sie sowohl Heißhungerattacken als auch übermäßigem Essen vorbeugen.

Wie gesagt: Gesunde Ernährung ist eigentlich gar keine Wissenschaft, sondern meist viel einfacher, als man denkt. Ihr Körper weiß, was er braucht. Vielleicht fragen Sie ihn einfach mal?

UNSER BUCHTIPP:

  • Marc David: The Slow Down Diet – Eating for Pleasure, Energy & Weightloss. 2015

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