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Ayurveda und TCM für jeden Tag

Ayurveda und TCM sind mehr als nur Ernährungstrends. Die über Jahrhunderte bewährten Lehren halten Erfahrungen für jeden bereit, um zu mehr Wohlbefinden zu gelangen.

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Über Ernährungstrends stolpert man laufend, und immer schneller werden sie von neuen Richtungen abgelöst. Dabei hält sich ein Trend schon recht lange. Denn nicht nur Tai-Chi-Praktizierende und Indien-Reisende beschäftigen sich mit der Ernährung nach östlichen Traditionen. Welche Schwerpunkte dabei gesetzt werden, und wie Sie selbst davon profitieren können, ohne auf einen modernen Lebensstil verzichten zu müssen, erfahren Sie hier.

3 Doshas – 5 Elemente – 6 Geschmacksrichtungen

Die ayurvedische Heilkunst stammt aus Indien und ist einige Tausend Jahre alt. Dabei handelt es sich nicht um eine reine Ernährungsweise, sondern vielmehr um eine ganzheitliche Betrachtung des Lebens und der Gesundheit. Die Rolle des Stoffwechsels und der Verdauung ist bei der ayurvedischen Lehre essenziell. Ein Ungleichgewicht führt zu Störungen, welche mittels optimierter Kost behoben werden können; so entwickelten sich darauf die Empfehlungen der ayurvedischen Ernährung.

Zentral im Ayurveda sind die drei energetischen Konstitutionstypen, auch Doshas genannt: Vata, Pitta und Kapha. Jeder Mensch trägt dabei alle drei Doshas in unterschiedlicher Ausprägung in sich; durch die Ernährung sei es möglich, einen energetischen Ausgleich zu ermöglichen.

Zusätzlich werden den fünf Elementen Raum, Feuer, Wasser, Luft und Erde verschiedene materielle Eigenschaften zugeteilt, die immer gegensätzlich genannt werden. Basierend auf dieser Annahme können bestimmte Leiden durch Lebensmittel gemildert werden, welche eine konträre Eigenschaft haben. Wer unter zu viel Hitze leidet, sollte daher kühlende Lebensmittel zu sich nehmen.

Außerdem sollen in der ayurvedischen Ernährung stets alle sechs Geschmacksrichtungen abgedeckt werden. Diese wären süß, sauer, salzig, bitter, scharf und herb. Unter herb kann man sich adstringierende und zusammenziehende Lebensmittel vorstellen, etwa Granatapfel oder Kurkuma. Diese geschmackliche Balance soll außerdem dazu beitragen, dass man sich besser gesättigt fühlt.

Einige Regeln der ayurvedischen Kost:

  • Die richtige Zubereitung der Nahrung soll die Verdauung erleichtern: Gedünstete und gekochte Lebensmittel sind ideal, Rohkost dagegen ist schwer verdaulich.
  • Keine Kombination tierischer Eiweiße: Fleisch, Fisch, Milch und Eier werden nicht gemischt.
  • Milch nicht zusammen mit salzigen oder sauren Speisen verzehren: Gut passt Milch zu Hülsenfrüchten.
  • Obst sollte allein gegessen werden.
  • Nur bei Hunger essen und nur so viel, bis man angenehm satt ist: Essen Sie Snacks nur, wenn Sie wirklich Hunger haben.
  • Regional und saisonal essen: ayurvedisch zu kochen, muss nicht indisch sein! Natürlich lässt sich die ayurvedische Kost problemlos an europäische Verhältnisse anpassen.

Die TCM-Ernährung oder 5-Elemente-Küche

Die 5-Elemente-Küche ist neben Akkupunktur, Bewegungsübungen wie Tai-Chi und Qigong, Massagen wie Shiatsu und Phytotherapie mit Kräutern und Gewürzen ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).  
Wie der Name schon sagt, baut die TCM-Ernährung auf den fünf Elementen des Daoismus auf. Diese fünf, auch Wandlungsphasen genannten Elemente sind Holz, Feuer, Wasser, Metall und Erde. Lebensmittel werden verschiedenen Elementen und somit einer bestimmten thermischen Wirkung zugeteilt. Je nach Kombination beeinflussen sie sich somit gegenseitig. Ziel ist es, den Fluss des Qi, also der Lebensenergie zu fördern. Die zwei Gegensätze Yin und Yang halten das Qi im Gleichgewicht.

Einige Regeln der TCM-Kost:

  • Ein gekochtes Frühstück ist ideal: Warme und wärmende Kost unterstützen das Verdauungsfeuer.
  • In der ersten Tageshälfte mehr essen: Ein großes Frühstück, ein warmes Mittagessen und ein leichtes Abendessen werden empfohlen.
  • Nicht hungern: Es wird empfohlen, regelmäßig zu essen, etwa drei- bis fünfmal am Tag.
  • Frische, regionale Zutaten verwenden: Tiefkühlprodukte oder Fertiggerichte sind tabu.
  • Rohkost sollte gemieden werden: Dünsten, Dämpfen, Blanchieren oder Garen im Römertopf sind ideale Zubereitungsformen.
  • Keine Milchprodukte: Wenn überhaupt sollten Milchprodukte nur in sehr kleinen Mengen und in Form von warmen Gerichten gegessen werden. Am besten verwendet man Butter sowie Ziegen- und Schafmilchprodukte.
  • Fleisch und Fisch maßvoll essen.
  • Kein Zucker, keine Fruchtsäfte, keine Südfrüchte.

Was sind nun die Unterschiede zwischen Ayurveda und TCM?

Sowohl Ayurveda als auch TCM sind vielschichtige Lebensphilosophien, deren Prinzipien nicht gegeneinander aufgewogen werden sollten. In einigen Punkten unterscheidet sich die indische Ayurveda-Ernährung von der traditionellen chinesischen Ernährung. Beispielsweise werden einzelne Lebensmittel bei den zwei Ansätzen unterschiedlich bewertet, etwa hinsichtlich ihrer kühlenden oder wärmenden Wirkung. Die Grundidee, den Körper zu unterstützen, verfolgen aber beide gleichermaßen. Weitaus mehr als in der europäischen Heilkunst spielt die Ernährung bei beiden nicht nur präventiv eine maßgebliche Rolle.

Vereinfacht – diese Punkte machen Ayurveda und TCM aus

  • Kein Diätdenken: Beide Ernährungsformen sind langfristige Konzepte zur Förderung der Gesundheit und keine kurzfristige Diät zum Zweck des Abnehmens.
  • Einteilung in drei Konstitutionstypen: Nicht zu jedem passt dieselbe Ernährung. Eine passende Ernährung wird individuell zusammengestellt.
  • Streben nach Balance: Je nach Körpertyp muss eine bestimmte Richtung gefördert und eine andere besänftigt werden.
  • Streben nach Achtsamkeit: Östliche Lehren setzen auf bewusste Ernährung, ein Hören auf die inneren Bedürfnisse und ein positives Körpergefühl.
  • Bevorzugt vegetarische Kost: Die Wertschätzung von Lebensmitteln und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen wird großgeschrieben. Frische, saisonale und unverarbeitete Lebensmittel werden bevorzugt.
  • Warm essen: weniger Rohkost und keine kalten Snacks.

Ayurveda und TCM im Alltag

Es muss ja nicht gleich die vegane Ayurveda-Kur oder das TCM-Kräuterpaket sein. Sie können auch im ganz normalen Alltag davon profitieren! Nehmen Sie einzelne Aspekte der traditionellen Ernährungsformen und testen Sie, ob sie für Sie passen. Ohne Anspruch auf 100%ige Genauigkeit möchten wir mit diesen Tipps mögliche europäische Interpretationen anbieten, die einfach zum Umsetzen sind.

  • Warmes Frühstück: Ein Getreidebrei mit Nüssen und Früchten ist ideal. Alternativ können Sie ein Honigbrot schmieren oder sich auch Eier mit Kräutern zubereiten.
  • Meiden Sie ständiges Snacken. Wenn Sie doch Hunger haben, bereiten Sie sich einen Joghurtdrink („Lassi“) zu.
  • Frisches Obst am besten morgens und am Vormittag essen.
  • Essen Sie öfter vegetarisch. Kartoffeln oder Getreideprodukte wie Reis, Brot oder Pasta machen gut satt.
  • Fleisch und Fisch bewusst essen, aber nicht jeden Tag.
  • Leichtes gegartes Abendessen: Eintöpfe und Suppen sind als Abendessen ideal, da sie nicht belasten. Es darf ruhig auch vorgekocht und aufgewärmt werden (auch wenn die Empfehlung, immer frisch zu kochen, natürlich ein Idealzustand wäre).
  • Ingwertee: Sowohl warm als auch kalt wirkt er belebend.
  • Würzen Sie mehr: Achten Sie auf eine Balance der Geschmacksrichtungen. Zumindest süß, sauer, salzig, bitter und scharf können Sie leicht in jede Mahlzeit integrieren.

Unser Fazit

Gesund ist, was dem eigenen Typ entspricht und guttut. Beide Konzepte bringen das sehr gut auf den Punkt. Sowohl mit TCM-Ernährung als auch mit ayurvedischer Kost können Sie sich etwas Gutes tun. Vorausgesetzt, Sie übertreiben es nicht und gehen die Sache nicht zu verbissen an. Wer Rohkost mag und gut verträgt, wird sie auch weiterhin genießen können. Wer es schafft, kleine Veränderungen nachhaltig und dauerhaft umzusetzen, kann seine Ernährung mit den Tipps der 5-Elemente-Küche und ayurvedischen Rezepten langfristig bereichern.

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